Vauxhall SRV (1970) – Das Concept Car für die vielzitierten "15 Minutes of Fame"
Zusammenfassung
Wer kennt die Marke Vauxhall? Auf dem europäischen Kontinent war der britische Ableger des einst grössten Autokonzerns der Welt, General Motors, nicht allzu verbreitet. Der Wagen, der in London im Herbst 1970 und in Genf im Frühling 1971 vorgestellt worden war, sah wie nichts anderes aus, was der britsche Volumenhersteller unter dem grossen Dach von General Motors bisher fabriziert hatte – und sorgte für Aufsehen selbst da, wo die Marke völlig unbekannt war.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Einst eine Residenz
- Unerwartet
- Zweiter Anlauf
- Getriebe fehlte
- Nur ein Autostabil
- Leistungsausweis
Geschätzte Lesedauer: 9min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Wer kennt die Marke Vauxhall? Auf dem europäischen Kontinent war der britische Ableger des einst grössten Autokonzerns der Welt, General Motors, nicht allzu verbreitet. Höchstens in Ländern ohne nennenswerte eigene Autoindustrie oder Märkten mit einer besonderen Bindung an das automobile Universum des Vereinigten Königreichs, wie Portugal, hatte die Marke einen nennenswerten Bekanntheitsgrad abseits der Insel. Die Schweiz war in dieser Beziehung ein Sonderfall, den Vauxhall wurden hier von 1936 bis 1971 gebaut, dies in einer Auflage von 29'805 Stück (Quelle: Vauxhall Owners Club Switzerland).
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Die Marke war einst in der Schweiz weit verbreitet - bis zum Ende der 60er Jahre war sie stets unter den 15 meistverkauften Brands zu finden - mit dem Beginn der 70er Jahre setzte in der Schweiz der rasante Niedergang ein. Die Opel-Crossbadge-Modelle Cavalier, Carlton und Royale fanden hierzulande nur ganz selten Käufer und 1980 wurde der Import in die Schweiz endgültig eingestellt.
Im UK hatte die Marke bis Ende der 60er Jahre einen Marktanteil von regelmässig über 10%, um dann 73/74 auf knapp über 7% abzusacken. Dank der Markteinführung der Opel-Crossbadge-Modelle ab 1975 ging es wieder aufwärts; der grosse Coup folgte dann 1982 mit der Einführung des frontgetriebenen Cavalier, der half, den Marktanteil gegen 17% zu treiben. In den letzten 10 Jahren buchstabierte die Marke in England wieder kräftig rückwärts; während 2015 noch ein zweistelliger Marktanteil zu vermerken war, schauten 2025 noch magere 4% raus.
Zum SRV gibt es noch anzumerken, dass dieser Concept Car heute noch existiert; er ist (wie die gesamte ehemalige Lutoner Ahnensammlung) jetzt im British Motor Museum in Gaydon zu bewundern, wo er heute noch erstaunte Blicke auf sich zieht. Für Leser, die sich noch mehr in die Vergangenheit von Vauxhall vertiefen möchten, kann ich die unglaubliche Webseite "vauxpedia.net" von David Booker empfehlen. Er hat die Entwicklungsgeschichte von jedem Vauxhall Modell mit vielen Bildern akribisch dargestellt; auch etliche Projekte, die schliesslich das Licht der Welt nicht erblickten, werden dort behandelt.
Vielleicht noch eine kleine Korrektur zur Geschichte des Zahnriemenantriebs der Nockenwelle: Vauxhall war nicht der erste Grossserienhersteller, der dieses Konzept anwendete. Nach der Markteinführung durch Glas 1962 beim 1004, dürfte Pontiac der erste Grossserienhersteller gewesen sein mit der Einführung des OHC 3.8 Liter Reihensechsers für das Modelljahr 1966 im Tempest. Kurz darauf folgte Fiat (auch noch 1966) mit dem 124 Sport Spider und ein paar Monate später mit dem 125. Vauxhall folgte dann im Oktober 1967 mit dem Slant Four. Dieser war übrigens Teil eines ganzen Motorenbaukastens (4 Zylinder Benziner und Diesel - V8 Benziner und Diesel). Es kam allerdings nur ersterer zum Einsatz - aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte....


















































































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