Steve McQueens Meyers Manx Strand-Buggy – Filmauto aus "Die Thomas Crown Affäre"

Erstellt am 4. November 2019
, Leselänge 3min
Text:
Daniel Koch
Fotos:
Pawel Litwinski - courtesy Bonhams 
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MGM Studios 
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Archiv 
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Der Meyers Manx, damals vom Kalifornier Bruce Meyers entwickelt, stand wie kaum ein anderes Fahrzeug für Sonne, Sand und Spass, und war der Inbegriff des kalifornischen Lebensstils der späten Sechzigerjahre.


Meyers Manx Buggy (1968) - Seltener Anblick
Copyright / Fotograf: Pawel Litwinski - courtesy Bonhams

Die einfache Bauart und die Verwendung eines VW Käfer-Chassis und -Motors wurde schnell so beliebt, dass unzählige Nachahmer den Markt überschwemmten.


Meyers Manx (1969) - amerikanischer "Strandwagen" für Fahrten auf dem Dünensand - den Begriff "Buggy" gebrauchte man damals noch nicht - Genfer Automobilsalon 1969
Archiv Automobil Revue

Und auch in Filmen tauchte der Buggy schon bald aus, selbst bei James Bond. Hier aber soll es um einen umgebauten Meyers Manx aus dem Film "Die Thomas Crown Affäre" gehen, welcher dank Hollywood weltberühmt wurde.

Auto im Film

Steve McQueen war bekannt dafür, Autos und Motorräder zu lieben, und so verwundert es nicht, dass es seine Idee war, einen modifizierten Meyers Manx Buggy als Filmauto einzusetzen.


Meyers Manx Buggy (1968) - Kamera am Buggy befestigt
Copyright / Fotograf: MGM Studios

Ikonen am Werk

McQueen, der persönlich am Design des des im Film verwendeten Buggies mitgearbeitet hatte, trieb den Manx in einer Filmszene mit atemberaubendem Tempo über den Strand von Massachusetts.

Er sass, wie so oft bei Fahr- und Stuntszenen, selber am Steuer und setzte keinen Stuntman ein. Faye Dunaway, in der Strandszene auf dem Beifahrersitz, erreichte durch ihre Rolle im Film einen bedeutenden Karriereschub.


Meyers Manx Buggy (1968) - Steve McQueen und Faye Dunaway
Copyright / Fotograf: MGM Studios
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Geländetauglich

Um die spektakuläre Szene in den Sanddünen drehen zu können, holte McQueen niemand geringeren als die Off-Road Legende Pete Condos an Bord, der den Buggy für den Einsatzzweck im Film optimierte.

Genügend Leistung

Selbstverständlich war Steve McQueen mit der Leistung des oft in Buggies verbauten VW-Vierzylinder-Boxermotors nicht zufrieden, und so beauftragte er Pete Condos, den Sechszylindermotor eines Chevrolet Corvair einzubauen. Damit leistete der Buggy schliesslich stattliche 230 PS, was dank den lediglich etwas über 500 Kilogramm, die das Fahrzeug auf die Waage brachte, ein imposantes Leistungsgewicht und viel Vorwärtsdrang auch im sandigen Gelände bedeutete.


Meyers Manx Buggy (1968) - Berühmter, vierrädriger Darsteller
Copyright / Fotograf: Pawel Litwinski - courtesy Bonhams

Wird demnächst versteigert

Diese Filmikone kommt voraussichtlich an der Bonhams Amelia Island Auktion am 5. März 2020 unter den Hammer. Ein Schätzpreis ist noch nicht bekannt, für ähnliche Fahrzeuge (ohne Filmvergangenheit und ohne leistungssteigernden Umbau) wurden bei früheren Auktionen bis zu CHF 64'350 oder EUR 54'780 geboten. Aufgrund der prominenten Vorgeschichte ist es durchaus möglich, dass dieser Manx der teuerste Strandbuggy aller Zeiten werden wird.

Weitere Informationen

 

Bilder zu diesem Artikel

Quelle:
von Daniel Koch
13.11.2019 (17:00)
Antworten
Danke für den Hinweis, wir haben das geändert. Und wir finden natürlich auch, dass der Film in jede gut sortierte Sammlung gehört :-)
von Ru******
13.11.2019 (16:49)
Antworten
Bildunterschrift: "Den Begriff Buggy braucht man noch nicht..." - was? Was soll das heißen? Oder meinen Sie " Den Begriff gebrauchte man damals noch nicht"? Faye Dunaway und Mc Queen, was für ein tolles Paar, der Film ist nicht nur wegen der Fahrzeuge in jedem DVD-Schrank ein Muß! Sie war ja aber auch Mannequin (es sage ja keiner Model! Das gab es damals noch nicht), mit einer erst später folgenden Filmkarriere.
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