Rover Scarab – Der "Käfer", der kein Volkswagen war
Zusammenfassung
Mit einem günstigen Volumenmodell wollte Rover seine Absatzkrise überwinden. Doch statt eines konventionellen, billig zu produzierenden Kleinwagens liess man eine handvoll Ingenieure ein völlig neues, unkonventionelles Konzept ausarbeiten. Der Plan wäre sogar beinahe aufgegangen – aber eben nur beinahe. Dieser Artikel erzählt von der Entstehung und den technischen Besonderheiten des fast vergessenen Rover Scarab
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Omnibusse und Panzer
- Ein Kleinwagen zur Sanierung
- Vorderachse mit Zugfedern
- Pendelachse mit Wankstabilisierung
- Luftgekühlter V2
- Kompaktes Dreiganggetriebe
- Erster Fahrbericht
- Hauptproblem Reifenverschleiß
- Messepräsentation
- Abruptes Ende
Geschätzte Lesedauer: 21min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Die Produkte der Rover Motor Company aus Coventry waren in den späten 1920er-Jahren vor allem als behäbige Automobile der mittleren Preisklasse bekannt. Deshalb waren die britischen Händler etwas irritiert, als sie am 1. September 1931 eine Broschüre erhielten, auf deren Rückseite die schemenhafte Silhouette eines neuen Autos vor dem Hintergrund der ägyptischen Pyramiden abgebildet war. Das antike Ägypten war damals in Mode, denn die Entdeckung des Grabes des jungen Pharaos Tutanchamun durch englische Archäologen lag zu diesem Zeitpunkt noch keine zehn Jahre zurück. Die Beschreibung in der prächtigen, mit grünem Wildleder überzogenen Broschüre, in der die Rover-Modelle für 1932 angekündigt wurde, besagte lediglich, dass das neue Auto "Scarab" heißen und für 85 Pfund verkauft werden würde – ein Preis, der es zu einem lebhaften Konkurrenten nicht nur für serienmäßig hergestellte Kleinwagen, sondern auch für Motorräder mit Beiwagen machen würde. Erschwingliche Transportmittel waren in einem von der Depression geplagten Großbritannien Mangelware. Der Preis war immer noch niedrig, als er schließlich im Oktober festgelegt wurde: 89 Pfund.
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