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Bild (1/1): Peel Trident (1965) - Blinker gab es ursprünglich keine, die wurden erst später montiert (© Robin Adams - Courtesy RM Sotheby's, 2017)
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1965: Peel Trident

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    Peel Trident - beinahe günstiger als gehen

    30. Juli 2017
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Robin Adams - Courtesy RM Sotheby's 
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    Bereits 1962 überraschte der Brite Cyril Cannel die Öffentlichkeit mit dem kleinsten Personenwagen der Welt, genannt Peel P50.

    Peel Trident (1965) - benötigt wenig Parkraum
    © Copyright / Fotograf: Robin Adams - Courtesy RM Sotheby's

    Dem Einpersonen-Miniaturwagen schob er eine Zweipersonen-Version nach, die fast wie ein Raumschiff aus der Zukunft wirkte, aber auch sehr gut in den Fahrzeugpark der Familie Feuerstein gepasst hätte.

    Kleiner, leichter, sparsamer

    Bereits 1953 hatte Peel Engineering damit begonnen eine Kunststoffkarosserie für den Ford 8/10 zu produzieren, die mit einem eleganten Design auffiel. Zwei Jahre später wurde ein kleiner dreirädriger Wagen namens Manxcar entwickelt, der von einem 250 cm3 grossen Anzani-Motor angetrieben wurde, aber nicht in die Serienproduktion ging. Ihm folgte 1962 der Vorbote zum Peel P50, der noch ein Rad vorne und zwei Räder hinten hatte, sich im Fahrbetrieb aber nicht bewährte.

    Peel P50 (1964) - kantiges Design für den Einpersonenwagen
    © Copyright / Fotograf: Robin Adams - Courtesy RM Sotheby's

    Daraus lernten Cyril Cannel und sein Geschäftspartner Henry Kissack und sie entwickelten den P50 Prototyp, der dann am Earls Court Motorrad Salon im November 1962 vorgestellt wurde. Im Jahr darauf wurde die Serienproduktion des Peel P50 gestartet. Für über 60 km/h war der eingebaute DKW-Rollermotor mit rund 4,2 PS gut. Bis 1964 bauten Cannel und Kissack auf der Isle of Man etwa 50 dieser Peel P50, die meist in Rot, Blau oder Weiss daherkamen.

    Die Automobil Revue hatte 1967 die Möglichkeit einer dieser kleinen Wagen zu fahren und notierte:
    “Der wohl kleinste Stadtwagen ist der Peel-Einsitzer, der auf der Insel Man gebaut wird. Er sieht aus wie ein Einzelsitz auf Go-Kart- Rädern. Die Lenkung ist unglaublich empfindlich, und bei dem ersten Fahrversuch stürzte der englische Mitverfasser um. Der Konstrukteur schien jedoch ähnliches erwartet zu haben, denn an der Unterseite der Kunststoffkarosserie waren  Kufen vorgesehen. Trotzdem darf die Idee des einsitzigen Stadtwagens nicht ohne weiteres abgetan werden, könnte doch das Parken nicht leichter sein. Man hebt den Wagen an einem Handgriff hinten hoch und schiebt ihn an seinen Platz. Eine Variante mit vier Rädern wäre vielleicht vor- zuziehen.”

    Eine Luftblase auf Rädern

    Aufbauend auf den Erkenntnissen mit dem P50 entwickelte Cannel eine zweisitzige Variante namens “Trident”. Ob man bei der Namensgebung eher an ein U-Boot oder an die Sportwagenmarke in Italien dachte, ist nicht überliefert.

    Peel Trident (1965) - die Glaskuppel erlaubt eine optimale Rundumsicht, verwandelt den Innenraum im Sommer aber in ein Treibhaus
    © Copyright / Fotograf: Robin Adams - Courtesy RM Sotheby's

    Die Bodengruppe konnte samt Antrieb weitgehend übernommen werden, die Karosserie aber wurde deutlich grösser und moderner. Als Überdachung wurde eine Plexiglaskuppel gewählt, die sich auf einfache Weise in guter Qualität produzieren und den Wagen wie ein Raumschiff erscheinen liess. Als Motor tat zumindest anfänglich weiterhin der 49 cm3 grosse DKW-Zweitakt-Motor - Rauchfahne inklusive - seinen Dienst.

    Die Automobil Revue notierte im Jahr 1967:
    “Peel wandte sich einem kleinen dreiräderigen Zweisitzer zu, in dem die Insassen zusammengepfercht unter einer Kunststoffhaube sitzen, die ihnen im Sommer unerträgliche Hitze und ständiges Beschlagen der Plexiglasfläche im Winter einbringt.”

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    Deutlich grösser

    Der Peel Trident war deutlich grösser geraten als sein Vorgänger P50. Hätte Volkswagen beim Generationenwechsel des Golfs derartige Sprünge gemacht, die Kritik wäre riesig gewesen. Tatsächlich wuchs das Peel-Dreirad um rund 25 Prozent in der Länge und mass nun etwa 1,8 Meter, während die Breite mit knapp über einem Meter in etwa gleich blieb. Auch das Gewicht nahm um rund 50 kg auf über 150 kg zu.

    Peel Trident (1965) - die gesamte Front samt Plexiglaskuppel kann zum Einstieg aufgeklappt werden
    © Copyright / Fotograf: Robin Adams - Courtesy RM Sotheby's

    Trotzdem blieben die Fahrleistungen ungefähr gleich wie beim Vorgänger, was eine Spitze von rund 45 bis 60 km/h bedeutete, abhängig von den Windverhältnissen und der Neigung der Strasse.

    Günstiger als laufen

    190 britische Pfund kostete der Peel Trident, als er 1964 auf dem Earls Court Motorrad Salon lanciert wurde. Man sprach von einem Verbrauch von unter drei Litern pro 100 km, was in der Werbung in “almost cheaper than walking” (fast günstiger als zu Fuss gehen) umgemünzt wurde.

    Selten geblieben, aber …

    Nur etwa 90 dieser Peel Trident, die letzten mit einen grösseren Motor von Triumph mit 99 cm3 und grösserem Hinterrad, wurden gebaut, ihre Karosserie war in Rot oder Hellblau durchgefärbt und nicht bemalt. 1966 war Schluss damit, Cyril Cannel verkaufte die Formen nach Norwegen.
    Damit sind originale Peel Trident sehr rar, es entstanden aber seither rund weitere rund 300 Replicas (P50 und Trident).

    Die vielleicht bekanntesten wurden von Peel Engineering UK hergestellt. Diese Firma wurde unter anderem bei einem BBC Startup-Wettbewerb, als die Firmenbesitzer Gary Hillman und Faizal Khan nach Geld für die Ausweitung der Produktion suchten. Sie bieten seither benzin- und elektrisch-angetriebene Peel P50 und Trident an, die über £ 10’000 teuer sind, was aber im Vergleich zu den USD 103’500, die 2013 bei der Auflösung des Bruce Weiner Microcar Museums für einen Trident bezahlt wurden, wie ein Schnäppchen wirkt. Aber eben, eine Replica ist kein Original, selbst wenn sie besser ist.

    Peel Trident Raketenauto (© Julian Hunt)

    Es gab übrigens sogar einen raketenangetriebenen Peel Trident, der aber technisch eher direkt von einem Go-Kart abstammte als vom Dreirad, das auf der Isle of Man gebaut wurde.

    Ein Original - E185

    RM/Sotheby’s bieten an der Versteigerung von Monterey (USA) am 18./19. August 2017 erneut einen Peel Trident an. Er trägt die Fahrgestellnummer E185 und wurde 1965 gebaut. Als Schätzpreis für den roten Zweisitzer werden USD 80’000 bis 100’000 genannt, womit er sogar noch etwas unter den Erwartungen liegt, die beim ebenfalls angebotenen Peel P50 von 1964 (Fahrgestell D536) gesetzt werden. Beide Wagen werden ohne Mindestpreis versteigert.

    Peel Trident (1965) - auf grosser Fahrt, der Schieber rechts vom Fahrer ist die einzige Möglichkeit für die Lüftung (und für Handzeichen)
    © Copyright / Fotograf: Robin Adams - Courtesy RM Sotheby's

    Wer sich für den Peel Trident interessiert, sollte sich vielleicht im Voraus die diversen Videos auf Youtube anschauen, die zeigen, wie klein und wie kippelig das Dreirad ist. Lange Fahrten dürfte in letzter Zeit kaum ein Besitzer damit unternommen haben. Aber aufgefallen ist er damit sicher.

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