Reisewagen, Leisewagen – Opel Diplomat V8 im (historischen) Test
Zusammenfassung
Mit dem Chevrolet-V8 unter der Haube passte beim Topmodell auch der Antrieb zur amerikanischen Optik von Opels neuer Dreierspitze. Aber im Gegensatz zu den gängigen US-Modellen hatte er auch ein Fahrwerk, das der Leistung gewachsen war, sowie ordentliche Bremsen. Zudem hob das Automatikgetriebe den Fahrkomfort auf ein für europäische Verhältnisse völlig neues Niveau. Dieser historische Testbericht nennt Stärken und Schwächen des Opel Diplomat V8.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Bequem und gediegen
- Der Clou des Ganzen
- Gute Fahreigenschaften trotz geringen Aufwands
- Ein idealer Reisewagen
- Technische Daten & Meßwerte
Geschätzte Lesedauer: 21min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Amerikanische Wagen werden von kontinentalen Fachleuten zumeist mit unverhohlenem Mißtrauen betrachtet. Erklärlich ist diese gewisse Skepsis gegenüber den Produkten, deren Wiege jenseits des großen Teiches gestanden hat, vielleicht durch die jahrelange Überbetonung modischer Attribute unter gleichzeitiger Vernachlässigung der technischen Weiterentwicklung. Vermischt mit dem Mißtrauen ist sicher auch ein nicht zu unterschätzendes Maß Neid, der jeden packt, der die Möglichkeiten der Automobilbauer hier und drüben vergleicht. Doch ungeachtet aller Möglichkeiten – angeblich sollen sie ja sogar unbegrenzt sein – besaßen die meisten amerikanischen Wagen eine entsetzliche Straßenlage, hoffnungslos unterdimensionierte Bremsen und nicht vollgasfeste Motoren.
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Der Sohn durfte dann gleich nach Erhalt des Führerscheins auch damit fahren mit mir als gelegentlichem Beifahrer.
Mein Vater selig fuhr damals einen gebrauchten Opel Rekord, das waren schon große Unterschiede. Leider begann der Diplomat recht bald zu rosten worauf wieder zu Mercedes zurück gekehrt wurde, diesmal in Form eines 250SE und 280SL.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass mein Diplomat senkrechte Scheinwerfer hatte - die ich passender und eleganter fand. Und die das Auto halt deutlich vom "kleinen" Admiral unterschieden. In wikipedia werden die senkrechten Hauptscheinwerfer gezeigt.
Ich habe mit beiden Autos nicht unter 30ltr/100km gebraucht, auch durchaus mal deutlich mehr, lach.
"MAN" fuhr damals Mercedes. Kein Unternehmer, Industrieller, Fabrikant, Politiker, "Star" waere in etwas eingestiegen an dem "Opel" stand. Die als Konkurrenz zur S-Klasse gedachten Admiral und Diplomat verkauften sich also schlicht nicht an Unbeteiligte. (VW machte ja spaeter mit dem excellenten Phaeton dieselbe peinliche Erfahrung).
Diese Autos fuhr nur wer musste: Also Werksangehoerige, und Opel-Haendler. In meinem Falle musste ein Opel-Zulieferer die Autos kaufen der guten Geschaeftsbeziehungen wegen. Die Eigner-Familie hatte aber natuerlich heimlich auch noch Mercedes in der Garage.
Ein Bekannter, ein Fahrradhaendler war eine der wenigen Ausnahmen. Der zog mit dem Diplomat uebrigens seinen Anhaenger mit 180 km/h, lach, deshalb erwaehne ich das hier.
Der Mercedes ist mir uebrigens mit ca 95.000 auf der Uhr geplatzt. Sowohl beim Admiral als auch beim Diplomat habe ich Vollgas gegeben, und Beide hielten bei mir auch auf den damals fast freien Autobahnen mit durchaus laengeren Vollgas-Strecken prima und pannenfrei durch.
Ich fuhr damals auch oefter damit von Hagen in Westfalen die 300km nach Emden am Dollart. Ab Muenster unbesxchraenkte Landstrassen, keine BAB. Und auch da fuhr ich viel mit 200km/h.

"nie unter 30 Liter/100 km" halte ich für - mit Verlaub - Angeberei, gleich ob beim 8- oder 6-Zylinder. Da müßte arg dilettantisch gefuhrwerkt worden sein, mit Riesenmengen von verrauchter Bereifung.
Scheibenbremsen brachten - wegen öfter zu wechselnden Beläge! - manche Luxushersteller Skepsis entgegen. Rolls-Royce z.B. hat sie erst spät eingeführt. Und: Gute Trommelbremsen bremsten halt auch gut.
Der Volvo 144 ist tatsächlich die Bremsen betreffend sehr sorgfältig ausgerüstet worden, gehört aber einer ganz anderen Epoche an als der Diplomat A.

Doch, der 144er gehört einer andern Epoche an. Mag sie halt just 1966 begonnen haben! Das ist die kantige, etwas kompaktere Zeit. Typische Karosserien: Fiat 124, NSU K 70, auch dann der Ascona. Der KAD A-Reihe dagegen gehört von der stilistischen Epoche her (wenn überhaupt vergleichbar) zum Volvo Amazon.












































































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