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Bild (1/27): Mercedes-Benz 300 SL (1987) - über 18 Jahre blieb die Karosserie fast unverändert (© Bruno von Rotz, 2011)
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    Mercedes-Benz 300 SL (R107) - jugendlicher Klassiker mit legendärem Namen

    7. Mai 2011
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Bruno von Rotz 
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    Richard Gere fuhr als “American Gigolo” im gleichnamigen Film einen schwarzen, Jennifer Hart in der Fernsehserie “Hart aber herzlich” einen gelben und Bobby Ewing chauffierte seine Frau Pamela mit einem roten Mercedes-Benz SL der Baureihe R107 durch die Gegend und Fernsehkulissen um Dallas.

    Wohlbekannt

    Man kennt ihn, den offenen Mercedes-Benz 280-560 SL, der zwischen 1971 und 1989 gebaut wurde und intern R107 genannt wurde, nicht nur wegen der vielen Auftritte in Film und Fernsehen. Man kann ihn auch heute noch oft im normalen Strassenverkehr sehen, im Einsatz als Alltagsfahrzeug. Klassisch elegant wirkt er heute, protzig und übergross erschien er, als er 1971 präsentiert wurde.

    Zuerst verschmäht und missachtet

    Die Freunde der Pagode, so nannte man den Vorgänger W113 - erhältlich zuerst als 230 SL, danach als 250 SL und 280 SL - konnten anfangs mit dem protzigeren und schwerfälligeren R107 nicht viel anfangen. Dabei war er eigentlich weniger stark gewachsen, als es die Optik erahnen liess. 100 kg zusätzlich, 11 cm Längen- und 3 cm Breitenwachstum, das war eigentlich verkraftbar.

    Der Sicherheit und dem Komfort verpflichtet

    Schon beim ersten ausführlichen Test im Sommer 1971 fasste die Automobil-Revue die Essenz wie folgt zusammen: “Die Stärken des jüngsten Mercedes-Sprosses liegen in der bis ins Detail auf Sicherheit ausgelegten Konstruktion, in der kaum zu übertreffenden Verarbeitungsqualität und nicht zuletzt im ungewöhnlichen Limousinenkomfort. In keiner Weise animiert der 350 SL zu extrem sportlicher Fahrweise, obwohl der drehfreudige Motor und das unproblematische Fahrverhalten eher das Gegenteil erwarten lassen. Mit diesem Wagen hat man aber die Gewissheit, mühelos, komfortabel, rasch und sicher auch an weit entfernte Ziele zu gelangen.”

    Komfort und Sicherheit also waren die primären Zielsetzungen, nicht Sportlichkeit. 

    Kein Sportwagen? SL?

    “SL” stand einmal für Sport und leicht. Davon konnte beim 350 SL und seinen späteren Abkömmlingen nicht die Rede sein. Schon die ersten Modelle wogen deutlich über 1500 kg und das Fahrzeug wurde über die Zeit nicht leichter. Ein 300 SL aus dem Jahre 1985 wiegt denn auch 1’560 kg und da reichen auch die 180 PS nicht mehr für für wirklich sportliche Fahrleistungen. Der 350 SL hatte noch mit gut 9 Sekunden für den Sprint von 0 bis 100 km/h brillieren können im Jahre 1971. Damit distanzierte er Otto Normalverbraucher deutlich. 15 Jahre später lag das Beschleunigungsvermögen eines 300 SL in etwa im selben Rahmen, aber die GTI-Generation schaffte ähnliches zu einem Drittel des Preises.

    Trotzdem ist ein 300 SL nicht unsportlich. Die Ingenieure hatten bei der letzten Modellpflege ganze Arbeit geleistet.

    Langläufer leben länger

    Zwischen 1971 und 1989 wurden 237’286 SL-Cabrios gebaut. Hunderte von Veränderungen und Verbesserungen lagen zwischen dem ersten und dem letzten Exemplar. Nicht nur die Motoren wurden modernisiert, auch Fahrwerk, Interieur, Elektrik und Elektronik waren kontinuierlichen Veränderungen unterworfen.
    Der SL blieb damit jung und obschon optisch in die Jahre gekommen, modern.

    Wiedergeburt des 300 SLs im Jahre 1985

    Mit dem Begriff “300 SL” verbinden Auto-Liebhaber die faszinierenden Flügeltüren-Sportwagen der Fünfziger-Jahre. Als Mercedes-Benz im Jahre 1985 eine grosse Modellpflege (unter Insidern MOPF genannt) durchführte und den neuen Reihensechszylinder (aus dem 300E damals bereits bekannt) in den 280 SL einbaute, wurde dieser durch die Hubraumvergrösserung auf 3 Liter automatisch zum 300 SL. Und der Name half! Die SL-Baureihe verkaufte sich auch nach 14 Jahren erfolgreich und der 300 SL - Baumuster 107.041 - wurde vor allem in unseren Breitengraden zu einem grossen Erfolg. Und erreicht heute teilweise höhere Preise, als seine ursprünglich teureren Achtzylinder-Brüder mit bis 5,6 Liter Hubraum.

    Nicht neu, aber fast

    Natürlich war der 300 SL kein neues Auto im Jahre 1985. Die Änderungen waren aber doch sehr umfangreich, reichten, von Motor und Gebriebe mal abgesehen, vom neuen Frontspoiler, dem beheizten Aussenspiegel links, den stärker konturierten Sitzen, der elektronischen Innenraumtemperaturregelung bis zur modifizierten Vorderachse mit neuer Geometrie und kleinerem Lenkrollradius und Festsattel-Scheibenbremsen mit grösseren Bremsscheiben vorne. Die tatsächliche Liste aller Änderungen war um einiges länger und entsprechend erwies sich der “neue” 300 SL als ein Musterknabe im Test von Auto Motor und Sport, denen ein handgeschaltetes Fahrzeug ohne Katalysator zur Verfügung stand:
    Mit 12.5 Liter Verbrauch pro 100 km, 207 km/h Spitze und 8.8 Sekunden für den Spurt von 0 bis 100 km/h war der SL, zusammen mit seinem weiterhin vorhandenen Komfortattributen ein durchaus empfehlenswerter Reisewagen. Und er verkaufte sich ausserordentlich gut. 13’879 Exemplare wurden in nur gut vier Jahren gebaut, was 5.7% der Gesamtproduktion ausmachte. Beliebt waren die Sechszylinder vor allem in Europa und speziell in Deutschland, während Amerikaner die kräftigeren Achtzylindermodelle vorzogen.

    Rückspiegel kostet Aufpreis

    Wer sich in den Achtzigerjahren einen 300 SL bestellte, konnte sich bereit damals einer reichhaltigen Aufpreisliste bedienen. Ein Rückspiel rechts kostete 330.60 DM, die mechanische Antenne 119.70 DM, Métallic-Farbe war für 1’436.40 DM zu haben und die Sitze im Fond waren 1’020,30 DM wert, sofern das Auto mit Stoffinterieur bestellt wurde. Mit Klimanalage, Bordcomputer, Automatik Lederausstattung, usw. liess sich der Preis eines knapp 70'000 DM teuren SLs locker um weitere 15’000 DM aufstocken. Kein billiges Vergnügen also, den 300 SL zu fahren. Wenigstens wurde mit mit vergleichsweise günstigen Unterhaltskosten und einem angemessenen Verbrauch entschädigt.

    Zum Klassiker geboren

    Der Autojournalisten-Doyen Fritz B. Busch erhielt 1989 die Gelegenheit, einen der letzten 300 SL zu fahren und erzählte in der Motor Revue folgende Geschichte:
    “Was meinen Sie - wird der mal ein Oldtimer?” lautete die Frage des Mädchens. Ich war nicht unvorbereitet. Es war die Frage, die mir schon mein Nachbar gestellt hatte, und meine Freunde, und ein Parkwächter, ein Dutzend unbekannter Fussgänger und meine Frau Liane. Von den Gesichtslosen, die es seit Wochen von mir am Telefonapparat wissen wollten - auch während des Mittagessens und kurz nach dem Einschlafen - ganz zu schweigen. Es war die Frage, die in der Luft lag. .... “Ganz gewiss”, sagte ich dann, “es ist kein Zweifel erlaubt, er wird mal einer, denn er hat nur zwei Sitze, ein Segeltuchverdeck, mehr als zwei Dutzend Meter Chrom, und er ist ein Mercedes. Dazu kommen noch etliche Kilogramm verchromter Beschläge, aus dem vollen geschnitzt, und vergessen wir nicht jenen Viertelquadratmeter im Cockpit, der wie Wurzelholz aussieht.” .... Ich aber machte nun eine den ganzen Wagen umfassende Geste und prophezeite: “Eines Tages wird man vor ihm niederknien, als hätte er Flügeltüren.”
    Diese Worte wurden 1988 geschrieben, knapp vor Ende der Produktion. Heute, 23 Jahre später, wissen wir, dass der SL im Prinzip ein “Instant Classic” war, also ein Auto, dass direkt ab Produktionsband zum Klassiker gereift war.

    Nicht billig, aber von hochstehender Qualität

    Billig war ein 300 SL nicht, mit 64’581 DM im Jahre 1986 lag er auf ähnlichem Niveau wie ein Porsche 911 Carrera. In der Schweiz kostete der SL mit Automatik 1987 66’250 Franken und war damit etwas teurer als ein Maserati Biturbo Spyder. Zum Vergleich: Der einfachste Audi 80 kostete damals 21’980 Franken.

    Für das viele Geld erhielt man aber auch viel geboten, nicht nur unendlich viel Chrom, sondern auch Türen, die mit diesem unnachahmlichen Qualitätston ins Schloss fielen.

    Ausnahmeerscheinung Handschaltung

    Die meisten SL wurden mit Automatik bestellt, am Schluss war auch nur noch der 300 SL mit Fünfgang-Handschaltung erhältlich. Ausgelegt war das Auto sowieso primär für die Getriebeautomatik, das merkt man spätestens dann, wenn am Hang angehalten und abgefahren werden soll. Die mit dem linken Fuss zu bedienende Feststellbremse eignet sich nur schlecht zum Start am Berg, denn sie kann logischerweise erst gedrückt werden, wenn man ausgekuppelt hat. Entsprechend funktioniert der Vorgang wie folgt: Anhalten, auskuppeln, Getriebe in die Leerlaufposition bringen, einkuppeln, mit dem linken Fuss Feststellbremse betätigen, auskuppeln, erster Gang rein, Kupplung langsam kommen lassen, mit der Hand die Feststellbremse mit dem Zughebel links vom Lenkrad lösen und (hoffentlich) elegant wegfahren.

    Neben dem eingeschränkten Bedienungskomfort hatte das Handschaltgetriebe aber nur Vorteile. Der Verbrauch sank bei konstanten 90 km/h von 9,8 Litern auf 8,3 Litern, bei 120 km/h von 12,1 Liter auf 10,4 Liter pro 100 km. Nur in der Stadt war der Verbrauch nach DIN-Norm 0,5 Liter höher, aber dies hing primär von der Fahrweise ab. Mit Handschaltung konnte niedertouriger gefahren werden und der Motorensound besser moduliert werden. Klaus Westrup schrieb dazu in Auto Motor und Sport: “Es ist natürlich nicht das Geröhre eines alten SL (W198), aber immerhin. Ab 4’000 Touren lieg ein wenig Musik in der Luft und viel höher muss man wegen der guten Durchzugskraft ohnehin selten drehen”.

    Insgesamt wurde nur eine Minderheit der SLs ohne Automatik ausgeliefert, in die Schweiz wurden handgeschaltete 300 SL wegen der damaligen Lärmgesetzgebung offiziell überhaupt nicht importiert. Schade eigentlich, denn eine Handschaltung involviert den Fahrer so viel stärker in die Fortbewegung als die damals noch vergleichsweise plumpen Viergang-Wandler-Automaten. 

    Auch heute noch zeitgemäss und alltagsfähig

    Mercedes SL der späten 107-ner-Baujahre sind durchaus auch heute noch oft im Alltagsverkehr zu sehen, öfters auch von älteren Damen bewegt, die das Schätzchen wohl vom ersten Tag an fuhren. Ein gut gewarteter 300 SL wird problemlos mit den Strapazen des modernen Strassenverkehrs fertig, verbraucht im Mischbetrieb nur unwesentlich über 10 Liter und verliert kaum noch an Wert, im Gegenteil. Rund 42’000 Franken (inklusive Courtage) zahlte ein Liebhaber an der letzten Versteigerung der Oldtimer Galerie Toffen für einen sehr gut erhaltenen dunklen 300 SL. Dafür kann man gut und gerne zwei SLs der Nachfolger-Baureihe R129 kriegen, aber die sehen halt auch nicht halb so klassisch aus wie der “Instant Classic” 300 SL.

    Weitere Informationen

    • Automobil Revue Nr. 34 / 1971, ab Seite 15: Noblesse oblige - Kurzteste 24/25 1971 - Mercedes-Benz 350 SL mit 4-Gang und Automat
    • Auto Motor und Sport Nr 5/1986, ab Seite 20: Namenstag - Test Mercedes 300 SL - Renaissance einer berühmten Sportwagen-Bezeichnung 
    • Motor Revue 1989: Fahrbericht Mercedes-Benz 300 SL (Handschaltung), “KeinAbschied für immer”

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    ···
     
    Quelle:

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    me******:
    30.06.2016 (19:58)
    War auf der Suche nach einem 300 SL. Der Händler lieferte jedoch einen 500 SL und ich kann nur sagen, daß ich das nicht bereut habe. Der 8-Zylinder klingt einfach besser und verbraucht im Mittel mit 12,5 l/100 km nicht mehr.
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