Die Fahrt im Maybach DSH - bei 137 km/h zittert die Tachonadel
Zusammenfassung
Über drei Tonnen Gewicht und “nur” sechs Zylinder in Reihe, so präsentierte sich der Maybach DSH in den Dreissigerjahren. Eine überaus stattliche Limousine, die aber vom Fahrer einiges an Feingefühl gefordert, wie dieser Rückblick auf eine Ausfahrt eindrücklich zeigt. Dieser Bericht charakterisiert den Einstiegs-Maybach der Dreissigerjahre und erklärt, wie er sich fährt, ergänzt um viele Archivbilder.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Zuverlässiger Starter
- Der nötige Abstand zwischen Chauffeur und Fahrgästen
- Mit dem “kleinen” Sechszylinder
- Riesige und schwere Limousine
- Ohne Drehzahlmesser
- Über 100 km/h
- Viel Aufmerksamkeit nötig
- Das fortschrittliche Getriebe
- Millimeterarbeit
- Die Maybach-Sechszylinder
Geschätzte Lesedauer: 11min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Gewichtige 3124 Kilogramm, verteilt auf über sechs Meter Länge und zwei Meter Höhe, auf vier gewaltigen Reifen der Dimension 7,50 x 20 ruhend, ohne Servolenkung im Kriechtempo zu manövrieren bedeutet kraftvolle Schwerarbeit. Diesen Koloß aus der Ecke der Fahrzeughalle an das Tageslicht zu befördern, ohne dabei irgendwo anzuecken, fordert den ganzen Mann. Doch der Einsatz lohnt sich. Obwohl der Maybach DSH, Baujahr 1935, über ein Jahr nicht mehr bewegt wurde, braucht er lediglich drei große Eimer Wasser für den vorsorglich entleerten Kühler sowie zwei frisch geladene 6-Volt-Batterien. Einmal gestartet, ist er sofort laut und vernehmlich da und pustet schwarze Qualmwolken aus seinem enormen Auspuffende. Recht schnell aber hat er sich freigeblasen.
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