Ford 12 M (im historischen Test) – Packesel mit Charme
Zusammenfassung
Er sei kein Sportwagen, sondern eben ein richtiges Arbeitstier. So befanden die Testfahrer im Jahr 1960 nach ihren Versuchen mit Ford-12M-Modellen mit dem kopfgesteuerten 1,5-Liter-Motor in Kombination mit Drei- und Vierganggetriebe. Schnell genug, sparsam und gut ausgestattet für eine überschaubare Summe Geld – das war durchaus eine Ansage anfangs der Sechzigerjahre. Dieser Artikel gibt den Originalwortlaut des Testberichts von damals wieder und zeigt den Ford 12 M auf vielen Bildern.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- „Fahrender Raum“
- Ausgereift und bewährt
- Vieles an Bord und gut durchlüftet
- Es schwingt
- Die Fahreigenschaften
- Dreigang oder Viergang?
- Der Verbrauch
- Technische Daten und Testergebnisse
Geschätzte Lesedauer: 15min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Wenn jemand versehentlich totgesagt wird, pflegt er, laut Volksmund, besonders lange zu leben. Das trifft bei dem Ford 12 M den Nagel auf den Kopf, denn wie oft hat es schon geheißen, er werde nunmehr endgültig einem neuen Modell weichen. Der Motor, Europas letztes seitengesteuertes Automobiltriebwerk, ist eigentlich schon museumsreif, doch nötigt es immer wieder uneingeschränkte Bewunderung ab, was die Kölner Ingenieure – die in Dagenham nicht weniger – aus diesem Methusalem an Leistung und Zuverlässigkeit herausholen. Die Grund-Konstruktion datiert noch aus den zwanziger Jahren, als der damalige Ford-Kleinwagen das Licht der Welt erblickte und einen Siegeszug der Popularität antrat. Sein Hubraum wuchs im Laufe der Jahre von 800 auf 1172 ccm, und seine Leistung stieg von knappen 20 auf nahezu die doppelte PS-Zahl. Daß auch hier noch erhebliche Reserven eingebaut sind, zeigten die Frisierversuche wenig begüterter Sportsleute, die nicht selten erstaunlich leistungsfähige, kleine Sportwagen aus schrottreifen kleinen Fords zusammenbastelten, die einst ihre Karriere als biedere Familienkutschen begonnen hatten.
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