Viel Leistung fürs Geld – Fiat 850 im (historischen) Test
Zusammenfassung
Für ein völlig neues Auto enthielt der Fiat 850 erschreckend wenig Neuerungen. Im Gegenteil: Er hielt am technischen Konzept des Vorgängers fest, das nur in einigen Punkten modernisiert worden war. Doch mit dem drehfreudigen Vierzylinder und feurigen 37 PS im Heck fuhr er nicht nur seinen Konkurrenten davon, sondern wilderte auch noch im Revier der Einliter-Klasse. Dass so viel Leistung zum Kampfpreis Einsparungen an anderer Stelle erzwingt, versteht sich beinahe von selbst, wie dieser historische Testbericht darlegt.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Ein Sechshunderter im Sonntagsanzug
- Dennoch ein Hauch von Abarth
- Schalten macht Freude
- Puschkin-Komfort
- Allradlenkung serienmäßig
- Die Verarbeitung läßt noch zu wünschen übrig
- Ausstattung mager, Ausrüstung reichlich
- Technische Daten & Meßwerte
Geschätzte Lesedauer: 21min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Wenn sich heute jemand anheischig macht, uns ein funkelnagelneues Automobil, ein Waschpulver oder eine Zigarettenmarke zum Kaufe vorzuwerfen, so ist er eifrig bemüht, das Neue mit irgendeiner ganz sensationellen Eigenschaft auszustatten. Wir wollen das so. Was neu ist, das hat gefälligst modern oder reguliert zu schäumen, wundersam zu federn oder sonst irgendetwas Niedagewesenes zu tun. Diese höchst seltsame Eigenart jeglicher Kunden dürfte sich inzwischen in der ganzen Welt herumgesprochen haben. Nur nicht in Turin. Ausgerechnet da nämlich besaß man im vergangenen Frühjahr den Mut, einem Weltmarkt ein Auto darzubieten, das absolut bar ist an nie dagewesenen Dingen. Nichts, auch nicht der Hauch eines Sensatiönchens umgibt den Fiat 850. Es hat wohl im letzten Abschnitt der Automobilgeschichte keine unsensationellere Neukonstruktion gegeben als diesen Wagen. Hausbacken und bieder, wie er sich nun einmal vorstellte, erntete er dann auch nur eine kühle Begeisterung, und ohne diese weiter anzuheizen, begann der Wagen eine wohlfeile Realität auf unserem Markt zu werden.
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