Begriff für VW-Käfer-Fans: das Hebmüller-Cabrio

Erstellt im Jahr 2015
, Leselänge 3min
Text:
Roger Gloor
Fotos:
Archiv Hebmüller 
4
Werkbilder/AMAG 
2
Eckhart Bartels/F-kubik 
1
Bruno von Rotz 
1
Werkbild/R.G. 
1
Archiv 
9

Für die Kenner und Freunde des unvergessenen, als "VW-Käfer" in die Geschichte eingegangenen Volkswagens der Nachkriegszeit besitzt eine der verschiedenen Sonderversionen einen extra hohen Stellenwert: das Hebmüller-Cabriolet.


VW Hebmüller Cabriolet (1949) - mit geschlossenem Dach
Archiv Automobil Revue

Es wurde 1949 auf dem Genfer Salon vorgestellt und war ein rassig-eleganter Zweisitzer mit voll versenkbarem Verdeck. Dies im Gegensatz zum viersitzigen VW-Cabrio, das erst einige Monate später bei Karmann in Produktion genommen wurde und dessen Verdeck in offenem Zustand nach traditionell deutscher Manier hoch auf dem Heck auflag und dem Auto den sportlichen Aspekt verbat.


VW Cabriolet (1949) - das zweistzige Cabriolet von Hebmüller auf dem Genfer Autosalon
Archiv Automobil Revue

Die Firma Joseph Hebmüller Söhne in Barmen bei Wuppertal hatte sich schon in der Zwischenkriegszeit einen Namen gemacht. Es entstanden Offenversionen für Dürkopp, Fiat, Ford, Hanomag und Opel sowie auch Einzelaufbauten u. a. auf Bugatti-Basis.


Frühere Hebmüller-Schöpfung: Hanomag Sturm Sport-Zweisitzer von 1936 (Kar. Hebmüller; 6 Zyl., 2252 cm3, 50 PS)
Copyright / Fotograf: Werkbild/R.G.

Die vom Volkswagenwerk bestellten 2000 Zweisitzer-Cabrios auf dem VW-Käfer-Plattformrahmen brachten eine neue Dimension. Doch Mitte 1949 wurde das Karosseriewerk, nachdem rund 700 Einheiten entstanden waren, durch einen Grossbrand zerstört.


So wurde das Hebmüller-Cabrio damals in der “Automobil Revue“ vorgestellt; die Aufnahmen vom Amag-Stand wurden retuschiert.
Copyright / Fotograf: Werkbilder/AMAG

Das optisch mit einem Roadster vergleichbare Hebmüller-Cabrio war auch dem bei den Gebrüdern Beutler in Thun gebauten offenen Porsche voraus und war überdies zu einem weit günstigeren Preis zu haben; hier ein Vergleich der Anfang 1950 geltenden Schweizer Preise (gemäss damaligem „AR-Katalog"):

  • VW Standard Fr. 5'500.-
  • VW de Luxe 6'200.-
  • Cabriolet Hebmüller 8'500.-
  • Cabriolet Karmann 8'500.-
  • Porsche 356 Coupé 10'200.-
  • Porsche Cabrio Beutler 12'200.-

Heute figuriert dieses Hebmüller-Cabrio mit einem Wert von 136'000 Fr. (Zustand Note 2) im Preisindex von "SwissClassics". Inzwischen bemüht sich Klaus Hebmüller um den Neuaufbau des Firmenarchivs. Sein Vater und sein Onkel waren 1949 zur Vorstellung ihres VW-Cabriozweisitzers an den Genfer Salon gereist. Volkswagen hatte damals noch keinen eigenen Stand in Genf, und so wurde die Neuheit auf dem Stand des VW-Importeurs Amag ausgestellt.

Bilder zu diesem Artikel

Quelle:
von og******
05.12.2018 (20:44)
Antworten
Habe das Hebmüller Cabrio gerade eben im ARD Film Aenne Burda entdeckt, der spielt im Jahr 1949. Keine Ahnung, ob das historisch passt, ist aber einfach ein optisches Highlight!
von ze******
25.08.2015 (20:11)
Antworten
Vw hat in februar 49 nur 675 einheiten bestelt. Bis dan hat man nur 3 versuchswagens gebaut. Die 4e is bei VW in Ringel werkstatt gebaut und war zu sehn in Genf. In juli 23e hat einen brand die werkstatt vernichttet aber in august war die production wieder gestarttet . In 1950 ist das ende angemeldet von production durch die leitung von VW an alle hauptverteilers. Die polizei cabrio's Type 18a war mit 800 bestellte einheiten nicht komplett fertig. Nur knapp 275 einheiten sind gebaut in 1949. Der Genfer auto nr 4 ist wieder aufgebaut und war 4 jahre zuruck zu sehn in Bad Camberger treffen.
Gruessen
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