Audi 50 - der vergessene Geniestreich
Zusammenfassung
In den frühen Siebzigerjahre überliessen die deutschen Autohersteller zunächst das Kleinwagengeschäft den Franzosen, Briten und Italienern. Doch dann erschien der Audi 50, der erste deutsche Mini. Und er machte seine Sache sehr gut, obwohl er in kurzer Zeit entwickelt wurde und mit vielen Traditionen aufgab. Geerntet wurde fruchtbare Saat dann allerdings von Volkswagen mit dem Polo. Dieser Fahrbericht gilt einem späten Audi 50 GLS. Erzählt wird aber die ganze Geschichte des Audi 50, samt vielen Fotos, Verkaufsprospekt und Tonmuster.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- In kürzester Zeit entwickelt
- Modern und vielseitig
- Hochwillkommen
- Dauerhaft
- Ein hungriger kleiner Bruder
- Ohne Nachfolger eingestellt
- Leichtfüssiger Kamerad
- Weitere Informationen
Geschätzte Lesedauer: 10min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Die deutschen Autobauer hatten den Kleinwagen lange Herstellern wie British Leyland, Fiat oder Renault überlassen, bis dann 1974 der Audi 50 erschien. Im Juli 1971 begann die Entwicklung, die Ludwig Kraus als letztes grosses Projekt vor seiner Pensionierung leitete. “Es war nicht unsere Absicht, einen Kleinwagen zu bauen, sondern ein vollwertiges Auto mit einer karossablen Länge, die 50 cm unter der des Audi 80 liegen sollte”, erklärte Kraus damals nach der Präsentation, die anfangs September 1974 stattfand. Dass man in nur drei Jahren ein komplett neues Modell, dazu noch mit einem neuen Motor, hatte entwickeln können, löste damals einiges an Bewunderung für die fleissigen Auto-Entwickler aus.
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na, der Audi 50 war aber viel leiser, als im Soundbeispiel - da ist doch wohl die Krümmerdichtung durch.
Eine Servolenkung haben wir nie vermisst, nicht mit 145ern, 155ern oder 165ern, in Kurven waren die Karren einfach nicht umzuschmeißen, die Motoren waren legendär drehfreudig, Fahrspass war damals noch serienmäßig auch ohne Adaptivdämpfer und sportplusfahrwerke...
hatte während meiner Gesellenzeit einen Audi 50 und zwei Polos. Leider war zu dieser Zeit mein "Gehalt" zu klein und es herrschte ein Mangel an geeigneten Unterstellmöglichkeiten, um zumindest den Audi einzumotten. Heute wäre er ein wahrer Schatz auf den Straßen neben den automobilen Einheitsbrei. Technisch einwandfrei, allerdings der liebe Rost setzte den Autos enorm zu.
etwas publizieren. Die Kurzversion auch deshalb, weil die Ausgangslage zwischen Ingolstadt, Wolfsburg und Neckarsulm und den dort Ende der 60er Jahre vorhandenen Konzepte, Modellplanungen und Zukunftsvorstellungen unendlich komplex ist. Die Auto Union noch nicht unter VW-Herrschaft, NSU bis zum Zusammenschluss mit der Auto Union de facto erstmal auf sich gestellt und in Wolfsburg bis Nordhoffs Tod auch nur eine Idee: die des Käfers.
Fakt ist: Ein Vormodell lässt sich anhand der dünnen Aktenlage in den Archiven in WOB, NSU und IN nicht belegen. Dafür ist in den VW-Vorstandsakten allerdings bereits 1969 der Auftrag an NSU belegt, ein sogenanntes A0-Modell darzustellen. So ein Modell sollte unterhalb der A-Klasse (später Golf) den Sparkäfer in der DM 5000,- Klasse ersetzen. Was immer auch in WOB vorgestellt wurde, hatte genug innere Energie, um irgendwann trotz grösster Auseinandersetzungen 1974 als Audi 50 in Serie zu gehen. Ideell geht der Audi 50 bestimmt auf diese Darstellung zurück, weil er einfach die selbe EA-Nummer hat. Was allerdings faktisch bis in den Audi 50 mitgenommen wurde, weiss ich (noch) nicht.
Für Spekulation sorgt dagegen der Motor im Audi 50, der eine gewisse konstruktive Verwandtschaft zu den NSU-Motorradmotoren und den Prinz-Motoren, z.B. in der Anordnung und im Antrieb der Nebenaggregate, nicht verleugnen kann. Belegbar ist aber eine Konstruktive Verantwortung seitens NSU nicht. Kann auch nicht, weil die Konstruktion 1970 nach Ingolstadt umzog also selbst wenn es Konstrukteure von NSU waren, die in Ingolstadt den Motor fertig machten, dann waren das eben keine NSU-Motoren mehr.
Mündlich überliefert ist die Aussage, dass irgendwann im Sommer 1970 ein LKW in Neckarsulm die Reste eines Kleinwagenkonzepts auflud und nach Ingolstadt verbrachte. Die einen sagen, das sei der NSU-Kleinwagen gewesen, an dem man in Neckarsulm lange parallel zur K 70 Entwicklung mitgearbeitet hätte. Ich vermute eher, dass man dort das für Wolfsburg konzipierte Darstellungsmodell von 1969 in die neu fertig gestellte Technische Entwicklung nach Ingolstadt verbrachte, wo nun alle verbliebenen und umgezogenen NSU-Techniker und -Konstrukteure mit denen der Auto Union vereint waren. Mit Ausnahme derer aus der Wankel-Entwicklung, die in Neckarsulm verblieben, hatte das NSU-Entwicklerherz Ende 1970 aufgehört zu schlagen.
Heute spiegeln sich div. Chromteile am Armaturenbrett in de Außenspiegeln.
Die Hersteller haben anscheinend nix dazugelernt ?
Was alles der Schönheit geopfert wrid . . .
Der Audi 50 wr übrigens ein tolles Auto für die damalige Zeit !





























































































































































































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