Mercury Colony Park – Beförderung wider Willen
Zusammenfassung
Die Mercurys des Jahres 1959 waren elegant, gediegen – und erfolglos. Auch heute gehen sie mit ihrer vergleichsweise schlichten Form im kollektiven Gedächtnis zwischen Cadillac-Heckflossen und Chevrolet-Kühlergrills unter. Ein besonders seltener Vertreter seines Jahrgangs ist der holzdekorbeplankte Luxuskombi namens Colony Park, der nur knapp 6000-mal gebaut wurde. Wir erzählen die Geschichte der zu Unrecht gescheiterten 1959er Mercurys und zeigen einen originalen Colony Park auf vielen Fotos.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Ein grosser Ford und ein kleiner Lincoln
- Mehr Lincoln, weniger Ford
- Dynamische Eleganz
- Der teuerste Kombi im Ford-Programm
- Unendliche Weiten
- Vom Aussenseiter zum Ideal
Geschätzte Lesedauer: 10min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Wäre Edsel Ford nur ein wenig selbstverliebter gewesen, wir würden heute über Mercury lachen. Nämlich als jenen spektakulär gescheiterten Versuch, Ende der Fünfzigerjahre eine nicht vorhandene Marktlücke im Verkaufsprogramm zwischen den etablierten Marken Ford und Edsel zu schliessen. Doch da der Sohn Henry Fords ein bescheidener Mann war, entwickelten sich Namens- und Lächerlichkeitsverhältnisse so, wie wir sie heute kennen. Mitte der Dreissigerjahre klaffte nämlich tatsächlich eine grosse Lücke im Sortiment der Ford Motor Company. Wer vom billigen Ford aufsteigen wollte, aber noch nicht wohlhabend genug für einen Lincoln war, der musste zur reichlich vorhandenen Konkurrenz abwandern. Die Chrysler Corporation bot dem gehobenen Mittelstand zwischen Plymouth und Chrysler nämlich die Marken Dodge und DeSoto. General Motors bediente die Spanne zwischen Chevrolet und Cadillac sogar mit vier Marken: Pontiac, Buick, Oldsmobile und LaSalle. Und dann gab es auch noch zahlreiche unabhängige Hersteller wie Hudson, Nash oder Studebaker.
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