Pic-Pic 1910-1922 - der Rolls-Royce aus der Schweiz
Zusammenfassung
Rund 10'000 Automarken und -konstrukteure hat es gegeben – die meisten sind verschwunden. Eine von diesen verschwundenen Marken ist Pic-Pic, die von 1910 bis 1922 existierte. Pic-Pic wurde dank hoher technischer Qualität zum Rolls-Royce aus der Schweiz und hinter Martini zum zweitgrössten Fahrzeugbauer. Allerdings reichte die Produktionsmenge nicht zum Überlegen, so dass 1920 zum Konkurs kam.
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Leseprobe (Beginn des Artikels)
«Eine derart doofe Bezeichnung kann man höchstens für Hustenbonbons oder Mückenspray verwenden!» So würde uns ein heutiger Marketingstratege belehren. Aber die Marke Pic-Pic war schlicht das Kürzel von Piccard & Pictet – und galt dank technischer Qualität als «Rolls-Royce der Schweiz». Paul Piccard war Maschineningenieur und Hochschulprofessor in Lausanne, bevor er als Konstrukteur von Wasserturbinen 1895 gemeinsam mit Lucien Pictet eine Genfer Firma übernahm. 1904 gründeten vier Unternehmer aus Zürich und Basel die Société d’Automobiles à Genève (SAG). Für sie erwirkte Pictet bei Marc Birkigt, Gründer der Marke Hispano-Suiza in Barcelona, eine Lizenz für die Herstellung von Automobilen und Motoren. Bis 1910 bauten die Ateliers Piccard, Pictet & Cie ganze 165 SAG-Chassis mit Vier- und Sechszylindermotor. Danach wurden die beiden Firmen unter die Marke Pic-Pic vereint.







































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