Oldtimer Galerie Gstaad Versteigerung 2019 – viel Interesse, aber einiges nachzuverhandeln
Zusammenfassung
46 Automobile, drei Motorräder und ein Traktor bot die Oldtimer Galerie am 29. Dezember 2019 im Rahmen einer bereits zur Tradition gewordenen Jahresendversteigerung im Festivalzelt in Gstaad an. Der Gesamtwert der Fahrzeuge lag bei rund CHF 7,5 Millionen, das Durchschnittsalter bei etwa 48 Jahren. Praktisch alle Jahrzehnte ab den Dreissigerjahren waren vertreten, gefragt waren aber vor allem die Autos ab den Sechzigerjahren. Obschon die Höchstgebote meist in der Nähe der Schätzpreise lagen, konnten fast die Hälfte der Fahrzeuge noch nicht bindend verkauft werden, Nachverhandlungen sind noch nötig, dürften aber in rund der Hälfte der Fälle noch zum Abschluss führen. Dieser Versteigerungsbericht zeigt alle Fahrzeug und fasst Stimmung vor Ort sowie die Ergebnisse zusammen.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Breites Markenspektrum
- (Fast) alle Jahrzehnte zwischen ab 1931 vorhanden
- Aushängeschild Ferrari 250 GT Lusso
- Der nachgemeldete Monteverdi
- Überraschender Studebaker
- Sifferts Chevron kommt ins Museum
- Risiko lohnte sich
- Aus der Region für die Region?
- Wolf (fast) im Schafspelz
- Superklassiker (noch) nicht verkauft
Geschätzte Lesedauer: 5min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Die Versteigerung im Festivalzelt in Gstaad gehört bereits zu den Traditionsveranstaltungen und bildet jeweils den Abschluss des Auktionsjahres. Im mondänen Gstaad, wo schon Roger Moore zu skifahren pflegte, war es am Sonntag, den 29. Dezember 2019 wieder soweit und das Interesse war gross. 46 Automobile, drei Motorräder und ein Traktor kamen zwischen 17:00 und 19:40 unter den Hammer. Der Gesamtwert der der Fahrzeuge lag, inklusive des nachgemeldeten Monteverdi, bei rund CHF 7,5 Millionen (oder EUR 6,8 Millionen). Das Publikum zeigte sich begeisterungsfähig, im Schnitt wurden 80 Prozent des mittleren Schätzwerts geboten, auch international wäre dies ein guter Wert. Allerdings lagen die Gebote doch bei vielen Autos unter dem (nicht offengelegten) Mindestpreis des Einlieferers, weshalb 23 Fahrzeuge oder 46 Prozent des Angebots nur unter Vorbehalt zugeschlagen werden konnte. Erfahrungsgemäss dürfte rund die Hälfte dieser Lots nach Nachverhandlungen doch noch verkauft werden, womit sich die Verkaufsquote von 28 Prozent auf etwa 51 Prozent erhöhen würde.
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Immer wieder frage ich mich, ob die in dem grössten Autoverkaufsportal (....24) veröffentlichten Wunsch- bzw. Fantasiepreise, speziell von Porsche und VW auch nur annähernd bezahlt werden...? Ein Golf GTi 1600 z.B. für rund CHF 60'000.-, ein 964 Carrera RS für 1/4 Million...? Ich höre die Porsche-Jünger bereits aufschreien: "Ein echter RS, das ist ja normal"... Wer sich mal vor Augen hält, dass ein normaler 964 und ein RS gerade mal 10(!) PS etwas andere Sitze und Fahrwerk unterscheidet, die Preisdifferenz aber schon mal CHF 150'000.-(!!!) ist, der merkt, wie überhitzt und aufgeblasen diese Hypes sind! Konkret:
Wer nachdenkt, stellt fest, dass hier das Emblem "RS" für weit über 100'000.- zusätzlich(!)verkauft wird!
Speziell den relativ "gewöhnlichen" Autos tut eine Preis-Zäsur gut, weil dann auch die Ersatzteilpreise nicht ins Reich der Fabel abheben und so diese Autos von Normalverdienern instand gehalten und gefahren werden können.
Warum soll ich für einen Formal eher verunglückten 100 PS 914er VW/ Porsche aus den 1970ern 75000.- bezahlen, wenn es für weniger als 1/3 dieses Preises die Schönheit eines gleich schnellen, damals gleich teuren Frontmittelmotorsportwagen Opel GT 1900 aus den 60ern gibt, der erst noch viel einfacher zu warten ist?
Aber eben, das eine sind Preise aus der Welt der Spekulanten, das andere sind Preise für einen realen Gegenwert.
Jedem das Seine.
man schaue sich den Altersdurchschnitt der Besucher an Auktionen, Märkten und Treffen an.....dazu noch der Greta-Terror, die Stimmumgsmache gegen allg. das Auto, Gesetze etc.......Traurig aber wahr.
Trotzdem allen Oldtimer-Liebhabern ein gesundes u. schönes 2019.
Verkauft wurden laut Text aber nur 28% (wobei ich auf 31% komme). Ein eher bescheidener Wert.
Aber vielleicht lag es an der Jahreszeit ?
Ich wünsche allen ein schönes 2020, hoffentlich ohne weitere Einschränkungen für uns Autoliebhaber
Passende Veranstaltung

29. Dezember 2019





































































































































































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