Bei besten Wetterbedingungen konnten am 27. April 2024 die Swiss Historic Vehicle Days eröffnet. Typischerweise findet die Delegiertenversammlung des SHVF, dem Schweizerischen Dachverband für klassische Automobile, Motorräder und Nutzfahrzeuge, immer am ersten Tag der Historic Vehicle Days statt, Tagungsort ist jeweils das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern.
Entsprechend der guten Witterung kamen viele der Delegierten im Klassiker angefahren, gross war vor allem das Aufgebot an historischen Landwirtschaftsvehikel.
Man ist einer Meinung
Wer der Delegiertenversammlung beiwohnte, staunte über die Eintracht, die da herrschte. Alle Geschäfte wurden ohne Gegenstimme abgenickt, sei es die Fortführung der Swiss Historic Vehicle Days oder die Unterstützung der IGfS. Auch Rechnung und Budget führten nicht zu Kontroversen, die Verantwortlichen wurden entlastet.
Nachdem auch die Probleme mit der EDV-basierten Abwicklung der FIVA-Pässe inzwischen gelöst sind und 2023 fast 500 ausgestellt werden konnten, gab es auch keine Themen mehr, die zu Diskussionen anregten. Zu schmunzeln dagegen gab allerdings die Aussage von Bernhard Taeschler, dass die Schweiz die Nummer 2 in Sachen FIVA-Pässe sei, geschlagen nur durch Zypern!
Kaum zu vergleichen ist die Stimmung mit der Situation vor neun Jahren, als der Verband SHVF aus der Taufe gehoben wurde, um die Nachfolge der zwei Vorgänger-Organisationen anzutreten, welche sich innigst zerstritten hatten. Lange vergessen! Und ja, weil nun neun Jahre herum sind, mussten auch jene, die seit Anfang an im Vorstand waren, darunter Präsident Bernhard Taeschler, ersetzt werden, denn es gilt eine Amtszeitbeschränkung von neun Jahren.
Keine Überraschungen bei den Wahlen
Die bisherigen Vorstände und der Präsident hatten diese Stabsübergabe umsichtig vorbereitet und geeignete Kandidaten für ihre Nachfolger gesucht. Auf Felix Aschwanden folgt René Gauch, auf Adam Ferrari Luigi Meier und auf Thomas Habegger Oliver Hunziker.
Bernhard Taeschler übergibt schliesslich das Präsidentenamt an Daniel Geissmann, den man in der Szene als rühriger Organisator von Veranstaltungen wie dem Grand Prix Suisse in Bern oder dem Klausenrennen, aber auch als Vertreter des Verkehrshauses der Schweiz gut kennt.
Anekdoten und Erinnerungen
Natürlich wurden die abtretenden Vorstände geehrt und manche Anekdote oder Erinnerung wurde in den Lobreden erzählt. So erfuhren die Delegierten, dass Bernhard Taeschler einst, als sein berufsbedingter Aufenthalt in Südafrika zu Ende ging, statt mit dem Flugzeug im Peugeot 504 in die Schweiz zurückkehrte und dabei nicht nur den ganzen afrikanischen Kontingent durchfuhr, sondern auch noch den Motor unterwegs wechseln musste.
Bernhard Taeschler hat den Verband in den letzten neun Jahren mit Bedacht geführt und einiges erreicht. Vor allem aber ist es ihm gelungen, die politischen Wogen, die einst zur Gründung des SHVF geführt hatten, zu glätten.
Abgeschlossen wurde die Delegiertenversammlung durch ein gemeinsames Mittagessen, nach welchem die Besucher dann zu den verschiedenen Historic Vehicle Days Veranstaltungen aufbrachen.
Weitere Informationen gibt es auf der Website des SHVF.




































































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