Das Goodwood Festival of Speed ist jedes Jahr für Überraschungen gut. Vom 26. bis 29. Juni 2014 wird unter anderem der Rekord Fiat S76 zum ersten Mal nach 100 Jahren wieder auf Zeitenjagd gehen und ein lange Zeit verschwundener Formel-1-Monoposto seine Aufwartung machen.
Der Fiat S76 von 1911
1911 baute Fiat zwei Rekordjäger namens S76 als Antwort auf den Blitzenbenz. Mit diesen Monstern sollten die Rekorde über die fliegende Meile und den fliegenden Kilometer eingefahren werden. Tatsächlich gelang der Meilenrekord mit Pietro Bordino am Steuer und als Höchstgeschwindigkeit wurde in Ostenende (Belgien) 136 Meilen pro Stunde gemessen. Dieser Rekord wurde aber nicht gewertet, weil die Rückfahrt nicht innerhalb einer Stunde gemessen werden konnte.
Der Weltrekordwagen wurde die letzten zehn Jahre von Duncan Pittaway, der den Fiat auch in Goodwood fahren wird, restauriert und mit dem originalen 28,5-Liter-Vierzylindermotor vereint.
Lec Formel 1 Monoposto von 1977
Eine spannende Geschichte steht auch hinter dem Lec CRP1 von 1977 mit Ford-Cosworh-Motor. Er wurde mit Finanzierung eines Kühlschrankfabrikanten gebaut und von dessen Sohn David Purley gefahren, notabene kurzzeitig auf den ersten Platz beim Grand Prix von Belgien im Jahr 1977. David Purley starb wenig später als er den Rennfahrer Roger Williamson nach einem Unfall aus seinem brennenden Rennwagen retten wollte.
Jetzt wurde der Lec CPR1 restauriert und der Fahrer Joe Twyman rechnet sich reale Chancen aus, ins Schlussstechen am Sonntag zu kommen damit.
Weitere Informationen zum Goodwood Festival of Speed finden sich auf der Veranstaltungs-Website.


























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