Die Katzen aus Coventry kombinierten Sir William Lyons schlankes Styling und Malcolm Sayers aerodynamisches Design und verkörperten so den Glamour und die Innovation der damaligen Zeit. Bei den Wagen wurden einige neuartige Gestaltungsweisen aus dem Motorsport angewandt, die Jaguars D-Type Rennwagen, der in drei Jahre in Serie die 24 Stunden von Le Mans gewonnen hatte, entnommen worden waren. Mit einer versprochenen V-max von 150 mph, was ungefähr 241 km/h entspricht, und einem Grundpreis von 2097 Pfund, für einen seiner exotischeren Rivalen zahlte man das Doppelte, war der E-Type sowohl bei Rennfahrern als auch bei Prominenten sehr beliebt.
Heute, sechzig Jahre später und beinahe 120 Jahre nach dem Geburtstag von Jaguar-Gründer Sir William Lyons, wurden die berühmten Grosskatzen für ein kommemoratives Foto-Shooting vor dessen langjährigem Haus versammelt. Chassis 9600HP und 77RW waren für die Pressefahrten verwendet worden, 885005 wurde damals bei der Geneva Motor Show 1961 auf dem Jaguar-Stand gezeigt.
“Der E-Type ist zweifellos eine der grösstenAutomobil-Ikonen aller Zeiten und einer der meistgeliebtesten klassischen Wagen der Welt”, sagt James Mitchell, Gründer von Pendine Historic Cars. “Ein grosser Teil unseres Geschäfts besteht darin, die Kollektionen grosser Automobil-Liebhaber zu kuratieren, von denen viele im Verborgenen unterhalten werden. Aus diesem Grund haben wir Zugang zu klassischen Fahrzeugen mit bedeutender Herkunft und berühmten Orten und Räumlichkeiten wie Wappenbury Hall. Wir wollten ein bisschen Spass haben und ein paar Fotos von den hier auf diesem tollen Anwesen wiedervereinten Wagen schiessen und ihren Besitzern so etwas zurückgeben. Natürlich wollten wir auch E-Type-Fans überall auf dem Globus eine Freude bereiten.”
In den 60 Jahren seit der Markteinführung hatten die drei “Büsis” verschiedene Besitzer und waren Bestandteile von prestigeträchtigen Auto-Sammlungen, was eine “Reunion” fast verunmöglichte. Zur Feier beider oben bereits genannter Jubiläen machte sich Pendine Historic Cars auf, die Wagen an ihrem spirituellen Zuhause zusammenzubringen, etwas, dass niemand zuvor geschafft hatte.
Mitchell führt aus: “Als 9600HP beim Genfer Autosalon ankam, meinte Sir William Lyons zu seinem Manager Bob Berry ‘Grosser Gott, Berry. Ich dachte schon du kommst nicht mehr!’ und ich stelle mir gerne vor, dass Lyons heute, wenn sich 9600HP, 77RW und Chassis 005 an seinem ehemaligen Wohnsitz wieder treffen, dasselbe sagen würde. Ich danke dem Eigentümer der Hall und den Besitzern der Fahrzeuge dafür, dass sie das alles ermöglicht haben.”
Die Worte von Lyons an Berry beziehen sich auf die Tatsache, dass letzterer 9600HP von Coventry nach Genf fuhr und nur gerade 20 Minuten vor der Eröffnung der Geneva Motor Show eintraf. Bei der Ankunft war die Nachfrage nach Probefahrten so gross, dass der Jaguar-Testfahrer Norman Dewis angewiesen wurde, alles stehen und liegen zu lassen, um einen weiteren E-Type nach Genf zu bringen. Er fuhr die Nacht durch und so traf auch Chassis 77RW am Folgetag ein.
Heute befindet sich 77RW im Besitz des Jaguar Daimler Heritage Trust, 9600HP gehört dem Jaguar-Experten und Gründer des International E-Type Club Phillip Porter und Chassis 005 kann der bekannte Zürcher Jaguar-Sammler Dr. Christian Jenny sein Eigen nennen.
Die Fotos schoss der preisgekrönte Automobil-Fotograf Jayson Fong vor ein paar Wochen bei Wappenbury Hall, das von Jaguar-Enthusiast und -Sammler Scott Sherman erstattet worden war.















































Kommentare