Es gibt Orte, die sind mehr als nur ein Reiseziel. Sie sind ein Versprechen. Für Oldtimer-Enthusiasten ist Caramulo genau so ein Ort: eine Ikone portugiesischer Automobilkultur – und ein Mekka für alle, die Benzin nicht nur riechen, sondern fühlen wollen.
Für Vintage Tours, den führenden Anbieter exklusiver Oldtimerreisen in Portugal, war daher schnell klar: Caramulo gehört auf die Landkarte unserer Touren. Und zwar nicht als kurzer Abstecher, sondern als echtes Highlight einer Route, die schon auf dem Weg dorthin alles bietet, was Portugal so unwiderstehlich macht: spektakuläre Landschaften, große Kultur und Straßen, die wie gemacht sind für klassische Roadster.
Denn Caramulo liegt nicht „einfach so“ an der Strecke. Es gibt keine schnelle Anbindung an die großen Verkehrsknotenpunkte – und gerade im Oldtimer ist die Anreise anspruchsvoll. Doch genau daraus entstand die Idee: eine Tour, die das Douro-Tal mit Caramulo verbindet. So wird aus einer Herausforderung eine Reise voller Abwechslung – zwischen Flusstälern, Weinbergen, Nationalstraßen und Bergpässen.
Start in Porto: Wo Portugal elegant beginnt
Unsere Vintage-Tour startet in Porto – stilvoll, lebendig und mit genau dem richtigen Maß an Grandezza, um den Ton für die kommenden Tage zu setzen. Von hier aus verlassen wir in unseren MGA Roadstern die Atlantikküste und folgen dem Ruf des Flusses: dem Douro, der sich wie ein glitzerndes Band ins Landesinnere zieht.
Schon nach wenigen Kilometern spürt man: Diese Oldtimer-Reise wird nicht einfach nur gefahren. Sie wird erlebt.
Das Douro-Tal: Wein, Terrassen und dieses Licht
Der Weg führt uns entlang des Flusses bis ins Alto Douro, eines der ältesten Weinanbaugebiete Europas. Die Landschaft wirkt wie ein Kunstwerk: terrassierte Weinberge, die sich an steile Hänge schmiegen, kleine Quintas, Olivenhaine und immer wieder der Douro – mal ruhig, mal wild, aber stets präsent.
Die Übernachtungen in ausgewählten Weinhotels geben dieser Oldtimerreise ihren ganz besonderen Rhythmus: tagsüber Roadster-Feeling und Panoramastraßen, abends Genuss – begleitet von Douro-Weinen, die nach Sonne, Schieferboden und Tradition schmecken.
Das Barockschloss Mateus als stilvolles Zwischenziel
Ein Highlight im Douro-Tal ist der Besuch des Barockschlosses Mateus. Der prachtvolle Bau wirkt wie aus einer anderen Zeit: barocke Eleganz, gepflegte Gärten, das leise Knirschen des Kieses unter den Schuhen – und das Gefühl, für einen Moment in einem portugiesischen Roman gelandet zu sein.
Für unsere Gäste ist dieser Stopp mehr als nur „Sightseeing“: Mateus vermittelt ein tiefes Gespür für die reiche Geschichte dieses Landstrichs – stilvoll, traditionsreich und dennoch offen für die Gegenwart. Das exklusive Mittagessen in der ehemaligen Küche des Palais gehört sicherlich zu den Highlights dieser Vintage-Tour.
Über die N2 Richtung Caramulo: Portugals legendäre Nationalstraße
Nach den weichen Linien des Douro-Tals ändert sich die Szenerie – und unsere Oldtimer-Reise bekommt einen neuen Charakter. Wir verlassen die Weinregion und nehmen Kurs auf eine Straße, die in Portugal fast mythischen Status hat: die Estrada Nacional 2 (N2).
Die N2 gilt als Portugals Antwort auf die Route 66: Sie verbindet den Norden mit dem Süden des Landes und führt durch unterschiedlichste Landschaften – von Flusstälern über Hochebenen bis hin zu Bergregionen. Für Oldtimerfahrer ist sie ein Geschenk: abwechslungsreich, authentisch, kurvig, mit echtem Portugal-Gefühl.
Hier fährt man nicht von A nach B. Man fährt durch Dörfer, an kleinen Cafés vorbei, vorbei an Feldern, Wäldern und Aussichtspunkten – und merkt plötzlich, wie sehr sich das Tempo der Reise entschleunigt. Die N2 ist keine Autobahn. Sie ist eine Erzählung.
Caramulo: Kurort, Kultstätte – und ein Museum von Weltrang
Als wir in unseren MGA-Roadstern schließlich die Serra do Caramulo erreichen, verändert sich die Luft: kühler, klarer, bergiger. Caramulo selbst ist ein besonderer Ort mit einer ungewöhnlichen Geschichte.
Auf Initiative von Jerónimo Lacerda wurde Caramulo im Jahr 1921 gegründet – nicht als klassisches Dorf, sondern als Luftkurort. Ab 1922 entstanden hier zahlreiche Sanatorien, vor allem zur Behandlung von Tuberkulose. In kurzer Zeit wuchs Caramulo zum größten Kurort Portugals und der gesamten iberischen Halbinsel.
Was Caramulo damals so modern machte, war seine einzigartige Infrastruktur: fließendes Wasser in den Häusern, Abwassersystem, Müllabfuhr, eigenes Stromnetz – dazu großzügige Grünanlagen. Ein Ort, der seiner Zeit weit voraus war.
Das Museu do Caramulo: Kunst, Geschichte – und ganz viel Gänsehaut
In den 1950er-Jahren gründeten die Söhne Abel und João de Lacerda das Museum – und legten damit den Grundstein für eine Institution, die heute Kunst- und Autoliebhaber gleichermaßen anzieht. Der prächtige Art-Déco-Bau, einst ein Sanatorium, beherbergt heute Kunstwerke großer Namen wie Picasso, Dalí und Miró. Direkt daneben: das Herzstück für Petrolheads – die Fahrzeugsammlung. Etwa 70 Autos und rund 30 Motorräder umfasst die Sammlung, die alle Epochen abdeckt: elegante Klassiker, seltene Modelle, Fahrzeuge mit prominenter Geschichte – und eben auch echte Einzelstücke.
Mittagessen im Caramulo Experience Center: Wo Klassiker wieder lebendig werden
Nach unserer Ankunft genießen wir ein Mittagessen im Caramulo Experience Center – und allein dieser Ort ist ein Erlebnis. Denn hier werden die Fahrzeuge der Sammlung gepflegt, repariert und restauriert. Gleichzeitig werden auch externe Restaurationsaufträge angenommen, und Besucher können alles besichtigen.
Bei Gesprächen mit den Experten erfahren wir nicht nur Details zu aktuellen Projekten, sondern tauchen tief ein in die Philosophie dieses Hauses: Caramulo bewahrt nicht nur Fahrzeuge – Caramulo erhält Geschichte in Bewegung.
Ein portugiesisches Unikat: der Alba und der Traum vom Rennsport
Unter den Highlights der Sammlung fasziniert besonders ein Einzelstück: der Alba, ein portugiesischer Leichtbau-Rennwagen aus den 1950er-Jahren. Ein Auto, das von einer Zeit erzählt, in der Motorsport noch Pioniergeist bedeutete – und in der man Geschwindigkeit nicht kaufte, sondern konstruierte.
Der Alba wurde als leichter Sport- und Rennwagen konzipiert. Sein Motor mit zwei Doppel-Solex-Vergasern brachte rund 90 PS auf die Straße und ermöglichte eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 200 km/h – für diese Epoche ein bemerkenswerter Wert.
Wer davor steht, merkt schnell: Dieses Auto ist nicht nur Technik. Es ist ein Statement. Ein portugiesischer Traum aus Aluminium, Mut und Benzin.
Caramulo lebt: Motorfestival und Pilgerstätte der Clubs
Caramulo zieht heute nicht nur Museumsbesucher an. Es ist ein Treffpunkt. Viele Automobilclubs nutzen den Ort als Ziel für Ausfahrten – und einmal im Jahr wird es richtig laut: beim Caramulo Motorfestival. Dieses Motorsportereignis findet traditionell Anfang September auf der berühmten Rampa, einer Bergstraße, statt. Old- und Youngtimer sowie Motorräder verwandeln Caramulo in eine rollende Zeitreise. Im Jahr 2025 waren rund 50.000 Besucher vor Ort – ein eindrucksvoller Beweis, welchen Stellenwert Caramulo längst in Portugals Automobilkultur hat.
Von Caramulo nach Santar: Dão-Wein und ein Hauch Versailles
Nach so viel Automobilgeschichte geht es weiter – und wieder zeigt Portugal eine neue Seite. Über traumhafte Bergstraßen fahren wir mit unseren MGA-Roadstern Richtung Santar, in die Heimat der Dão-Weine. Das Städtchen ist nicht nur für Weinbau bekannt, sondern auch für seine Gartenanlagen – unter Kennern wird Santar gern als das „Versailles der Dão-Region“ bezeichnet.
Übernachtet wird im Valverde Santar Hotel, einem ehemaligen Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert. Beim Aperitif auf der Terrasse reicht der Blick bis zur Serra da Estrela – ein Moment, der so still und elegant ist, dass man ihn am liebsten konservieren würde.
Viseu: Kaffeepause in einer der lebenswertesten Städte Portugals
Auf dem Rückweg legen wir einen Stopp in Viseu ein, der Provinzhauptstadt der Region. Die pittoreske Innenstadt lädt zu einer entspannten Kaffeepause ein – und wer durch die Gassen schlendert, versteht schnell, warum Viseu heute als eine der lebenswertesten Städte Portugals gilt.
Serra de Montemuro: Pässe, Kurven – und das Douro-Tal von oben
Dann wird es wieder fahrerisch – und landschaftlich spektakulär. Über die Serra de Montemuro geht es zurück Richtung Douro. Mehrere Passstraßen, Serpentinen, Ausblicke – diese Etappe unserer Vintage-Tour ist ein Fest für jeden, der das Fahren in Oldtimern liebt.
Und dann kommt dieser Moment: Nach dem Überqueren des letzten Passes öffnet sich die Landschaft – und plötzlich liegt das Douro-Tal vor uns, in einer Weite, die man erst aus dieser Perspektive begreift. Es ist einer dieser Augenblicke, in denen es kurz still im Auto wird, weil alle einfach nur schauen.
Bis wir unten im Tal ankommen, folgen noch Kilometer voller Kurven, und nach jeder Biegung ein neuer Blick auf den Fluss, der sich aus jeder neuen Perspektive anders zeigt. Unten angekommen wartet ein entspanntes Abendessen mit Blick aufs Wasser – genau das richtige Finale nach einem fahrintensiven Tag voller Höhepunkte.
Zurück nach Porto: Ein Abschied, der nach Wiedersehen schmeckt
Am nächsten Tag treten wir die Rückfahrt nach Porto an. Doch es fühlt sich nicht wie ein Ende an – eher wie der Moment, in dem man schon beginnt, die schönsten Szenen im Kopf noch einmal abzufahren.
Denn diese Vintage-Tour ist mehr als eine Strecke auf der Landkarte: Sie verbindet das Douro-Tal, Portugals legendäre N2, die Bergwelt der Serra und das kulturelle Juwel Caramulo zu einer Reise, die alles vereint, was Oldtimerreisen so besonders macht: Fahrfreude, Genuss, Geschichte – und dieses Gefühl, unterwegs genau richtig zu sein.
Diese sechstägige Vintage-Tour wird 2026 an folgenden Terminen angeboten:
- 5. Oktober bis 10. Oktober 2026
- 12. Oktober bis 17. Oktober 2026
Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite von Vintage Tours.


















































