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Mille Miglia 2020 - Das Schönste vom nassen Italien

Erstellt am 27. Oktober 2020
, Leselänge 3min
Text:
Simon Kwasny
Fotos:
Daniel Reinhard 
6
Mille Miglia srl. 
13

Nach mehr als 1700 Kilometern durch halb Italien, konnte das Gespann des Teams Villa Trasqua, bestehend aus Vater Roberto und Sohn Andrea Vesco, im Alfa Romeo 6C 1750 Zagato von 1929 den Sieg der Mille Miglia 2020 vom 22. bis 25. Oktober für sich entscheiden.

Bild Alfa Romeo 6C 1750 Zagato (1929) - Die Sieger Andrea und Roberto Vesco
Alfa Romeo 6C 1750 Zagato (1929) - Die Sieger Andrea und Roberto Vesco

Für die Vescos war das Podium der Mille Miglia keineswegs neues Terrain. Beide konnten die Freccia Rossa bereits einmal gewinnen, jedoch noch nie im selben Team. Sohn Andrea belegte im Jahr 2018 den dritten  und im Jahr 2019 den zweiten Platz, während Vater Roberto die Mille Miglia bereits im Jahre 1993 gewann.

Bild Lancia Lambda Spider Casaro (1929) - Die Zweitplatzierten Sergio Sisti und Anna Gualandi
Lancia Lambda Spider Casaro (1929) - Die Zweitplatzierten Sergio Sisti und Anna Gualandi

Den zweiten Podiumsplatz konnten sich Sergio Sisti, Gewinner vom Jahr 2001, und Anna Gualandi am Steuer eines Lancia Lambda Spider Casaro von 1929 sichern. Der dritte Platz ging an Gianmaria Fontanella und Anna Maria Covelli, ebenfalls am Steuer eines Lancia Lambda Casari von 1927.

Bild Lancia Lambda Casari VII Serie (1927) - Die Drittplatzierten Gianmario Fontanella und Anna Maria Covelli
Lancia Lambda Casari VII Serie (1927) - Die Drittplatzierten Gianmario Fontanella und Anna Maria Covelli

Neuland für alle

Für alle Teilnehmer und Besucher war es dieses Jahr eine etwas andere Mille Miglia. Die Veranstaltung fand nämlich nicht wie normalerweise im Frühsommer statt, sondern musste, aufgrund der Covid-Pandemie, auf den Herbst verlegt werden. Die Teilnehmer und Besucher erlebten somit Italien in wunderschön herbstlichen Farben, aber eben auch in grauem Nebel und mit starken Regenfällen. Das Wetter stellte sich als eine der herausforderndsten Komponeten dar. Vor allem in den Abendpassagen, wie der Passo della Cisa, mussten sich die Fahrer durch dicken Nebel und Dunkelheit kämpfen. Von den 356 gestarteten Autos schafften es am Ende 296 ins Ziel.

Bild Fiat 1500 Berlina (1936) - an der Mille Miglia 2020
Fiat 1500 Berlina (1936) - an der Mille Miglia 2020

Natürlich mussten auch bei der Mille Miglia die Gesundeits- und Abstandsregeln eingehalten werden. So mussten alle Teilnehmer stets eine Maske tragen.

Weiterhin wurden zum Beispiel die Kontrollscheine nicht mehr stehend, sondern in Fahrt kontrolliert. Dies hatte zum Ziel, unnötigen Kontakt zwischen Personal und Teilnehmern zu vermeiden.

Franco Gussalli Beretta, Präsident von 1000 Miglia srl. über die Sicherheit an der Mille Miglia: "Die Mille Miglia war schon immer ein Aushängeschild für Italien und alle die grossartigen Gebiete, die wir durchqueren. Wir wollen zeigen, dass es möglich ist, mit den nötigen Vorkehrungen nach vorne zu schreiten und in die Zukunft zu schauen. Dank guter Zusammenarbeit aller Beteilligten konnten wir eine positive Stimulanz wecken."

Versprechen eines F1-Weltmeisters und Damenpreis

Die Ankunft in Viale Venezia in Brescia wurde durch die Anwesenheit vom unvergessenen Ferrari-Formel-1-Grand-Prix-Sieger Eddie Irvine zum Highlight, der, nicht ganz ernst gemeint, seine Teilnahme an der Mille Miglia innert der nächsten fünf Jahre versprach.

Den Damenpreis, genannt “Coppa delle Dame” konnten sich Silvia Marini und Francesca Ruggeri unter den Nagel reissen. Sie belegten nach mehr als 45 Stunden Fahrt durch 245 italienischen Gemeinden den 24. Platz. Sie fuhren einen Bugatti T40 von 1929.

Bild Bugatti T40 (1929) - an der Mille Miglia 2020
Bugatti T40 (1929) - an der Mille Miglia 2020

Noch immer erfolgreich und geschichtsträchtig

Die diesjährige Auflage der Mille Miglia stand unter dem Zeichen der Marke Ferrari. Mit dem “Ferrari Tribute to 1000 Miglia” wurden jene modernen Fahrzeuge gefeiert, welche die italienische Traditionsmarke der Veranstaltung gewidmet hatte. Gewonnen haben Salim Al Rifai und Giordano Mozzi in einem Ferrari 488 Pista von 2018.

Der Präsident der 1000 Miglia srl. möchte vor allem die gute Zusammenarbeit zwischen allen Parteien hervorheben. “Dies waren herausfordernde Tage in denen wir alles daran gesetzt haben, dass jeder in maximaler Sicherheit ist. Die Öffentlichkeit hat und überall herzlichst willkommen geheissen und es war besonders aufregend, durch Amatrice und die Erdbebenzone, sowie durch Lodi und Codogno, den ersten Orten, an denen in Italien die Pandemie ausbrach, zu fahren. Ich gratuliere jedem zu seiner Leidenschaft und natürlich den Gewinnern”, heisst es in der offiziellen Pressemitteilung.

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von su******
22.11.2020 (19:20)
Antworten
Es tut mir leid, aber diese Kritik muss ich loswerden. Ihr Mille Miglia 2020 Bericht ist sowas von dürftig, unpräzis, ja sogar negativ. Man merkt, dass niemand von Euch da war. Schon die Tatsache, dass Euer Artikel erst ca. 1 Monat nach dem Rennen erscheint, sagt vieles. Es handelt sich doch um eines der geschichtsträchtigsten Autorennen überhaupt! So eine hohe Konzentration an historischen Fahrzeugen gibt's kaum sonstwo zu sehen! Noch nicht einmal ein genauer Routenplan ist zu finden. Keine Beschreibung wie es überhaupt zu diesem Rennen kam, resp. und/oder wie es seit einigen Jahren zu diesem Revival Mille Miglia kam. Dabei wäre es doch so einfach: Mille Miglia= tausend Meilen. Von Brescia via Rom nach Brescia. Auf der einen Seite Italiens runter, auf der andern wieder rauf. Aber nein, nix, nur viele Fotos und beim Lesen des Artikel fällt man immer wieder ungewollt zurück in Berichte von 2015 oder 2013. Da ich in Italien lebe, konnte ich am 2. Tag das Geschehen in der Nähe von Fermo (FM) in der Region Le Marche selber mitverfolgen. Wunderschönes, warmes Wetter und super Bedingungen. Ein Fest und alle Teilnehmer waren fröhlich und bester Dinge. Ich bin von diesem Rennen begeistert, jedoch von Ihrem Bericht enttäuscht.
von zi******
28.10.2020 (11:02)
Antworten
Wir waren das dritte Mal bei der MilleMiglia dabei. Eine Veranstaltung wie die MilleMiglia unter diesen Vorzeichen derart perfekt und gut organisiert abzuwickeln, ringt mir den allerhöchsten Respekt ab. Tausende Helfer waren immer und überall im Einsatz, das beinahe schon sprichwörtliche Chaos bei Ankünften und Abfahrten hatten diese immer im Griff. Die Hotels waren für die wenigen Stunden, die man dort schlafend verbring, völlig in Ordnung. Die Qualität des Essens war notgedrungen diesmal einfacher, aber wer fährt schon des Essens wegen zur MilleMiglia? Alles in allem war es eine denkwürdige und phantastisch organisierte Veranstaltung, mein Lob und Anerkennung gilt allen, die dies möglich gemacht haben!!
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