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Am AvD Oldtimer Grand Prix 2017 werden Formel-1-Legenden wieder lebendig

Erstellt am 24. Juli 2017
, Leselänge 3min
Text:
Werner Bartholai
Fotos:
Bruno von Rotz 
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Die FIA Masters Historic Formula One Championship gastiert beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix auf dem Nürburgring. Die „Königsklasse“ der Historischen Rennserien feiert in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum und wird dies auch bei ihrem deutschen Gastspiel zelebrieren. Die Fahrzeuge stammen aus der Ära der Dreiliter-Formel, die von 1966 bis 1985 galt und – rein technisch gesehen – vor allem mit einem Namen assoziiert wird: Der Ford-Cosworth-Motor war damals das Maß aller Dinge, wenn es um den Antrieb ging, und das legendäre Aggregat feiert das Jubiläum seines ersten Sieges im Jahr 1967. Fittipaldi, Stewart, Lauda – die Erinnerung an einige der größten Grand-Prix-Stars wird damit am zweiten Augustwochenende wieder wach. Eine besondere Ehre wird den Piloten zuteil, die ihre einstigen Einsatzfahrzeuge heute fahren. Bei der Siegerehrung am Sonntag wird Ex-Formel-1-Star Ralf Schumacher die Pokale überreichen.

Bild Tyrrell 010 (1980) - FIA Masters Historic F1 Championship am AvD OGP 2016
Tyrrell 010 (1980) - FIA Masters Historic F1 Championship am AvD OGP 2016

50 Jahre Ford Cosworth im Renntempo


Kaum zu glauben eigentlich, dass ein Inbegriff für Speed und Power fünfzig Jahre alt wird: Der Cosworth-Motor, der von 1967 bis in die frühen 80er in der Formel 1 gebräuchlich war, feiert seinen 50. Geburtstag. Die beiden ohnehin vielbeachteten Läufe der FIA Masters Historic Formula One Championship auf dem Nürburgring werden so sicherlich noch interessanter. Das Herz der Monoposti von Arrows, Brabham, Williams, Ligier & Co. ist ausnahmslos der legendäre Dreiliter-Saugmotor. Und wie zu seinen besten Zeiten sorgt er für äußerst spannende Rennen, bei denen am Samstag (Start 15:55 Uhr) und Sonntag (Start 11:20 Uhr) die Tribünen voll sein dürften.

Maserati 250F auf der Nordschleife

Für Formel-1-Fans ebenso spannend ist die Zeitblende zehn Jahre zurück: 1957 war es Juan Manuel Fangio im Maserati 250F, der eines der legendärsten Rennen aller Zeiten auf dem Ring gewann. Der 46-jährige Titelanwärter war im Grand Prix 1957 durch einen überlangen Boxenstopp aufgehalten worden, und ging mit 48 Sekunden Rückstand auf die führenden Ferrari-Piloten wieder auf die Strecke. Innerhalb der verbleibenden acht Runden lieferte er eine fulminante Aufholjagd, brach mehrere Streckenrekorde und gewann mit 3,6 Sekunden Vorsprung: Ein Meisterstück, das ihn zur Nürburgring-Legende machte.

Bild Besammlung der Maserati 250 F Fahrzeuge vor dem Rennen R5 der "Historic Grand Prix Cars bis 1960" am AvD Oldtimer Grand Prix 2013
Besammlung der Maserati 250 F Fahrzeuge vor dem Rennen R5 der "Historic Grand Prix Cars bis 1960" am AvD Oldtimer Grand Prix 2013

Die Fahrt der Maserati 250F am Samstagmorgen (11:25 – 11:50 Uhr) auf der Nordschleife ist eine Verbeugung vor der Glanztat des unvergessenen Argentiniers.



Nachwuchs-Formeln im Fokus


Auch die Einstiegsformel von damals gibt es beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix zu sehen. Die agilen Formel-Junior-Fahrzeuge der FIA Lurani Trophy sind sogar Urväter dieser Monoposti und wurden vor 60 Jahren aus der Taufe gehoben. Der Italienische Conte Giovanni „Johnny“ Lurani hatte sie sich einfallen lassen, um jungen Piloten den Einstieg in den Motorsport zu erleichtern. Mit diesem Thema, das heute so aktuell ist wie damals, traf er ins Schwarze. Die von ihm eingeführte Formelklasse löste einen ungeheuren Boom bei Rennställen und Herstellern aus, und brachte so manchen späteren Weltklassepiloten hervor. Und auch die Nachfolge-Formel hatte durchschlagenden Erfolg. Es war die Formel 3, die seit 1964 als Talentschmiede dient. Zwar hatte es bereits zuvor Formel 3 gegeben, aber erst mit der auf den Formel-Junior-Regularien beruhenden neuen Einliter-Formel ab 1964 wurde sie ein voller Erfolg.

Bild Cooper T 65 (1963) - FIA Lurani Trophy für Formel Junior am AvD OGP 2016
Cooper T 65 (1963) - FIA Lurani Trophy für Formel Junior am AvD OGP 2016

An diese Zeit knüpft beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix das Rennen der Formel-3-Fahrzeuge von 1964 bis 1984 an. Ein Schwerpunkt im Startfeld liegt auf den „späteren“ Jahrgängen, sodass hier etwa Ex-Fahrzeuge von Riccardo Patrese oder Ayrton Senna zu sehen sind. Ehrengast Schumacher wird auch hier sicherlich besonders interessiert sein, schließlich führte auch seine Karriere nach den Anfängen auf der elterlichen Kartbahn in die Formel 3. Partner Ravenol hat am Firmensitz im westfälischen Werther sogar ein ehemaliges Einsatzfahrzeug von ihm aus dieser Zeit.


Weitere Informationen zum AvD OGP gibt es auf der Veranstaltungswebsite.

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