Am Anfang stand ein ambitionierter Plan – und eine riesige Überraschung: Als die erste Techno-Classica Essen am 4. März 1989 das erste Mal ihre Tore öffnete, hoffte der Veranstalter auf 15’000 Besucher, eine durchaus ambitionierte Zahl.
Wer sich an die Oldtimerszene im Deutschland der 1980er-Jahre erinnert, kann die Zurückhaltung durchaus nachvollziehen. Damals gab es zwar bereits jede Menge Oldtimerfreunde, doch als Hobby blieb das Thema im Freizeitbereich verhaftet. Wer Teile benötigte, schloss sich einem Club oder Stammtisch an, und ab und zu organisierte jemand einen Flohmarkt.
Doch es gab bereits ein anderes Niveau. Die noble Rétromobile in Paris zum Beispiel, die als Vorbild diente und mit ihrer Internationalität und Lage mitten in der Stadt dem Thema eine völlig andere Prägung gab. Diese neue Form prägte die Techno-Classica Essen von Beginn an. Aussteller belegten im ersten Jahr sechs Hallen der Messe Essen, immerhin rund 250 Aussteller und 70 Clubs brachten Fahrzeuge und Handelsware mit.
Schon 1989 zählte dabei als Messlatte die Qualität: Hier in Essen sollten sich die Besten der internationalen Klassik-Szene präsentieren. Wer Rang und Namen hatte, war in Essen dabei.
Ab der ersten Austragung erfolgreich
Als am 5. März 1989 die erste Techno-Classica Essen der letzte Gast die Messehallen verlassen hatte, war Geschichte geschrieben. Statt der erwarteten 15’000 Besucher, die zu erreichen kaum als möglich schien, waren mehr als doppelt so viele in das Messegelände am Gruga-Park gekommen. Das Konzept war aufgegangen.
Auch die Vorfreude auf die zweite Auflage wurde nicht getrübt: Die Zahl der Klassik Fans, die keinesfalls die Veranstaltung versäumen wollten, verdoppelte sich – auch dank der auf nun drei Tage verlängerten Laufzeit – auf 60’000.
Das großartige Erlebnis aus dem Premierenjahr hatte sich schnell herumgesprochen. Schließlich hatten die Medien intensiv berichtet. Von Beginn an hatte zudem die Automobilindustrie einen Blick auf die Messe geworfen. Die neue Messe eignete sich ideal, um runde Jubiläen zu feiern und den Traditionsabteilungen der Hersteller ein maßgeschneidertes Forum zu bieten, dass direkt die Zielgruppe einbindet.
Weltweit nimmt hier die Techno-Classica Essen bis heute eine führende Position ein.
Gemessen an Besucherzahlen, an der Qualität der Aussteller, an Verkaufserfolgen und an internationalem Renommee belegt die Techno-Classica Essen unangefochten einen globalen Spitzenplatz. Sie überzeugt als erfolgreichste Weltmesse der Branche und steht jedes Frühjahr als Pflichttermin in den Kalendern – als einer jedoch, der aus vielen Gründen als überaus angenehm gilt. Einer der wichtigsten ist, neben vieler eindrucksvoller Zahlen, die gute Stimmung vor Ort.
Meilensteine des Erfolgs
- 1992 - Erstmals über 100’000 Besucher
- 1995 - Dauer vier Tage
- 2001 - Titel „Oldtimer-Weltmesse“, 770 Aussteller aus 17 Nationen
- 2002 - 820 Austeller in 19 voll belegten Hallen, rund 2000 Klassiker im Verkaufsangebot. Erstmals „Vorschau-Abend“ am Mittwoch. Erstmals Coys Auktion mit rund 60 Fahrzeugen.
- 2004 - Ausstellungsfläche über 110'000 qm. 129'000 Besucher.
- 2005 - Erstmals über 1.000 Aussteller. 141'000 Besucher
- 2008 - 20. Jubiläum mit 165'000 Besucher aus 41 Nationen
- 2013 - 25. Techno-Classica Essen mit 193.400 Gästen
- 2016 - 201’000 Besucher. 27 internationale offizielle Hersteller-Markenpräsentationen. Über 2700 Klassiker zum Kauf.
2025 zum letzten Mal?
Nun soll die Serie von 9. bis 13. April 2025 ein Ende nehmen, denn ab 2026 wird die Retro Classics in Essen ausstellen. Ob dies auch das Ende der “Techno Classica” ist, wie man sie kennt. Eher nicht, die “Techno Classica” wird es wohl auch in Zukunft in Deutschland geben, sie wird einfach nicht mehr in Essen stattfinden.
Bis dahin sollte man es nicht verpassen, bei der letzten Austragung in Essen dabei zu sein, nur schon damit man nachher besser vergleichen kann.
Weitere Informationen zur Techno Classica 2025 gibt es auf der Veranstaltungsseite.


































































































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