Die 14. Ausgabe des ADAC Eifel Rallye Festival vom 23. bis 25. Juli 2026 wurde mit zehntausenden Fans an den Demonstrationsstrecken erneut zu einem echten Festival-Wochenende „Selbst auf den Verbindungsstraßen feierten viele Fans und Anwohner am Straßenrand und jubelten jedem von uns zu“, berichteten die Teilnehmer. „Hier sind alle eine Rallye-Familie, egal welcher Sprache, welcher Nationalität oder wer welche Erfolge bislang hatte“, formulierten Arnd Bleymeyer und Dana Pees-Schattner, die in ihrem Gruppe 4-BMW 323i von 1981 von der Begeisterung der Fans schwärmten.
60 Jahre Rallye-Geschichte
Reinhard Klein, als Kopf von Slowly Sideways im Orga-Team für das Starterfeld verantwortlich, zog ein positives Fazit: „Wir konnten eine Bandbreite von 60 Jahren automobiler Rallyegeschichte abbilden. Bei Motorleistungen von rund 40 bis 600 PS gab es große Geschwindigkeitsunterschiede. Aber das Besondere an unserem Festival-Feld: Alle fahren miteinander, respektieren sich und lassen sich Platz. Das ist doch ein tolles Entertainment für die Fans. Die Fahrweise ist nicht immer perfekt, aber wunderschön.“
Gruppe B fast komplett
Eines der vielen Highlights war das erstmalige Aufeinandertreffen aller Big-Player der Gruppe-B-Ära. „40 Jahre nach dem Verbot der Gruppe B hatten wir von jedem wichtigen Auto eines da. Heimlicher Star war der Citroën BX4TC, von dem es weltweit nur vier Stück gibt, von denen lediglich einer noch fährt,“ erklärte Klein. Doch der BX4TC von Enda Garvey, der 40 Jahre nicht mehr bewegt wurde, streikte kurz nach dem Start. Ein Teil der Hydraulik, die den Abstand der Karosse zum Boden regelt, verweigerte die Mitarbeit.
Einen Kupplungsschaden erlitt die ebenso originale Gruppe-B-Toyota Celica von Ernst Kopp am späten Freitag. Der frühere Werkstattleiter der WM-Teams von Toyota und Hyundai fuhr umgehend nach Hause in den Westerwald, baute sich das benötigte Ersatzteil, reparierte über Nacht und war am Samstag wieder am Start!
Stig Blomqvist am Start
Weltmeister Stig Blomqvist führte die Parade von zehn Fahrzeugen aus seiner langen Karriere selbst an. Er ist seit nun 13 Jahren Dauergast in Daun. „Solange es irgendwie geht, werde ich immer wieder gerne hier sein. Es macht mir unheimlich viel Freude.“Seppo Harjanne, Weltmeister von 1985, 1996 und 1997, war bei seiner Premiere in Daun beeindruckt: „So viele Fans entlang der Strecken und eine so perfekte Organisation. Die tollen Autos erinnern mich an meine aktive Zeit, einfach wunderbar. Von hier aus geht es für mich zum WM-Lauf in Finnland und danach zum Angeln“, ergänzte er augenzwinkernd.
Der zweifache Deutsche Rallye-Meister Ruben Zeltner liebt das Eifel Rallye Festivals: „Wir fahren hier für die Fans, spektakulär und so quer wie möglich. In diesem Jahr möchte ich meinen ‚Handbremsrekord‘ aus dem letzten Jahr überbieten, noch öfters am Hebel ziehen und quer um die Kurven fahren.“
Das beste Fan-Foto
Andi Bachmeier, Leiter Automobilsport beim ADAC in München, besuchte erstmals das Festival. „Gerade der Rallyesport lebt auch von seiner Vergangenheit. Wenn man die alten Autos hier sieht, geht einem das Herz auf. Es ist unfassbar, was die Jungs hier aus dem Boden gestampft haben.“ Der Fotowettbewerb für die Fans bringt jedes Jahr vielfältige und vor allem faszinierende Bilder ans Tageslicht.
Ob Action auf der Strecke, besondere Details im Fahrerlager, emotionale Momente am Streckenrand oder außergewöhnliche Blickwinkel – gesucht werden Bilder, die den einzigartigen Charakter des Festivals sichtbar machen. Unter der Leitung von Fotografen-Ikone Reinhard (Mc)Klein werden die besten Aufnahmen prämiert. Und das Beste daran: Den Siegern winken wertvolle Gewinne. Alle Infos und die Teilnahmebedingungen gibt es hier.












































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