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Eifel Rallye Festival 2015 - Schotter-Goodwood in der Eifel

Erstellt am 27. Juli 2015
, Leselänge 5min
Text:
Fabian Schumacher / Christian Heuser
Fotos:
FabPetersson Fotografie 
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Eifel Rallye Festival 
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Alle Fotos vom Eifel Rallye Festival 2015

Bereits zum fünften Mal fand vom 23. bis 25. Juli 2015 rund um Daun das ADAC Eifel Rallye Festival statt. Und sowohl den Teilnehmern wie auch den Zuschauern wurden Superlative geboten, Spass für alle. Und das Ganze war gepaart mit Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Einsatzkräfte, so dass sich alle wirklich wohlfühlen konnten, wobei auch das zumindest an den ersten beiden Tagen unüblich trockene Eifelwetter viel beitrug. Doch selbst, als der Regen einsetzte und es spürbar kälter wurde, liessen sich die Leute rund um Daun die Stimmung nicht trüben.

Porsche 911 Gruppe 4 (1973) am Eifel Rallye Festival 2015
Copyright / Fotograf: FabPetersson Fotografie

Grosser Besucheraufmarsch

Gegen 40’000 sollen in die Eifel gekommen sein, um Fahrer wie Walter Röhrl, Sandro Munari, Stig Blomqvist, Timo Salonen, Philippe Gache, Harald Demuth oder Hannu Mikkola auf legendären Rallye-Autos aus fünf Jahrzehnten fahren zu sehen. Und anders als in der Formel 1, kamen sie dank eigens eingerichteter Zuschauerpunkte nicht nur nahe an die Strecke sondern auch an die prominenten Fahrer heran.

Legendäre Autos

Die rund 150 Fahrzeuge am Rallye-Festival werden in drei Klassen eingeteilt, die im Prinzip die Authentizität beschreiben: Als „Original“ werden originale, historisch korrekte Fahrzeuge bezeichnet, das Attribut „Slo1“ bzw. „Slo2“ erhalten originalegetreue bzw. geringfügig abweichende Repliken.

Offizielles Gruppenbild aller 150 Teilnehmerfahrzeuge des Eifel Rallye Festivals 2015
Copyright / Fotograf: Eifel Rallye Festival

Die Organisatoren setzen viel Gewicht auf Originalität und dies trägt Früchte. Das Fahrzeugfeld war im Jahr 2015 noch einmal besser als in den Jahren zuvor. Teams warten teilweise bis zu drei Jahren, um nach Daun kommen zu dürfen und die anwesenden Teams baten bereits während der Veranstaltung, auch das nächste Mal wieder kommen zu dürfen.

Highlights waren unter anderem die beiden Pikes Peak Fahrzeuge Audi sport Quattro E2 und Peugeot 405 T16 (Original), der es allerdings wegen technischer Probleme nicht einmal in die Parade schaffte.

Audi Sport Quattro E2 Prototyp (1987) am Eifel Rallye Festival 2015
Copyright / Fotograf: FabPetersson Fotografie

Zu sehen waren auch Rallye-Fahrzeuge, die man kaum je zuvor gesehen hat, etwa ein Clan Crusader, ein Jide 1600 oder auch ein Ferrari 308 GTB.

Jide 1600 Prototyp (1972) am Eifel Rallye Festival 2015 - ein seltener Kandidat bei Rallye Veranstaltungen
Copyright / Fotograf: FabPetersson Fotografie

Das Publikum freilich freute sich vor allem an den Rallye-Grössen von einst, also etwas am Lancia Stratos, am Ford Escort RS 2000, am Fiat 131 Abarth oder am Porsche 911.

Schön auch, dass es auch Rallye-Fahrer gibt, die ihren damaligen Neuwagen, mit dem sie die Monte Carlo Rallye bestritten, Jahrzehnte später immer noch besitzen und ihn nun wieder in die Eifel bringen, wie Dieter Mohr mit Langzeit-Beifahrer Manfred Ehm und ihr Renault 5 Turbo 1 von 1981, der bei Alpine produziert worden war.

Renault 5 Turbo 1 (1981) am Eifel Rallye Festival 2015 - Ein seltener Turbo1-Renault gebaut von Alpine
Copyright / Fotograf: FabPetersson Fotografie
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Wiedersehen mit Mike Kirkland und dem Nissan

Der Kenianer Mike Kirkland zählt zwar nicht zu den bekanntesten Rallye-Fahrern der Welt, er hat aber doch einen eindrücklichen Palmares und wurde unter anderem mit dem Nissan 240 RS Dritter bei der Safari-Rallye im Jahr 1985.

Der Mike Kirkland Nissan 240RS Gruppe B (1983) am Eifel Rallye Festival 2015
Copyright / Fotograf: FabPetersson Fotografie

Bereits zwei Jahre früher war er mit dem Gruppe B Rennwagen dort gestartet. Und genau den Wagen mit Chassis 006, mit dem Kirkland im Jahr 1983 in Afrika am Start war, hatte Archim Loth aus der Schweiz nach langer und aufwändiger Restaurierung wieder nach Daun gebracht und Mike Kirkland durfte sich wieder hinter das Lenkrad setzen.

Stratos mit Champion’s Choice ausgezeichnet

Als „Best original rally car“ (schönstes Original) wurde der Nissan 240RS, pilotiert von Achim Loth und Sebastian Jeub, geehrt. Dieses Auto schaffte die Rückverwandlung von absoluter Schrottreife in Afrika in den Originalzustand.

Nissan 240RS Gruppe B (1983) am Eifel Rallye Festival 2015 - Gewinner der «Best original rally car» Auszeichnung
Copyright / Fotograf: FabPetersson Fotografie

Als bester Nachbau (“best replication”) wurde der Fiat 131 Abarth, der von Walter Röhrl und Timo Salonen gefahren wurde, ausgezeichnet. Röhrl zum Auto: “Das war das erste Mal seit 1980, dass ich wieder einen solchen Fiat gefahren bin. Da muss man ja mit zwei Armen und auch unter Mithilfe des Knies lenken. Als ich das endlich wieder verstanden hatte, war ich schon im Ziel.”

Fiat 131 Abarth (1978) am Eifel Rallye Festival 2015 - Gewinner des Preises «Best Replication», gefahren von Walter Röhrl
Copyright / Fotograf: Eifel Rallye Festival

Und auch Helmut Deimel wurde gehuldigt, er erhielt nämlich die “Rallye Ambassador” Trophäe.

Eine ganz besondere Auszeichnung gab es durch die fünf anwesenden Champions. Mit der „Champion‘s Choice“ ehrten Röhrl, Munari, Mikkola, Blomqvist und Salonen den originalen Lancia Stratos, das Siegerauto der Rallye Monte Carlo 1977, als ihr Lieblingsauto des Festivals 2015.

Lancia Stratos Gruppe 4 (1977) am Eifel Rallye Festival 2015 - Auszeichnung «Champion‘s Choice»
Copyright / Fotograf: FabPetersson Fotografie

Ohne Zeitwertung

Das Eifel Rallye Festival ist bewusst kein Wettbewerb mit Zeitnahme. Jeder Teilnehmer kann so schnell oder langsam fahren, wie er will. Er darf sein Auto schonen oder auch über die Schotterstrecke prügeln. So richtig langsam wollten es jedenfalls nur die wenigsten angehen, das grosse Publikum und das direkte Feedback motivierten sicher zur flotten Fahrweise.

Manche nahmen es eher gelassen, manche eher nicht: Opel Ascona B (1979) am Eifel Rallye Festival 2015
Copyright / Fotograf: FabPetersson Fotografie

Die einzelnen Wertungsprüfungen sind als Demonstrationsfahrten angelegt und bieten fast das ganze Spektrum, das auch bei grossen Rallyes gang und gäbe ist, also wechselnde Bodenbeläge (Schotter, Asphalt, Wasserdurchfahrten, Dreck), Sprungkuppen, Ortsdurchfahrten und natürlich Kurven zum Driften.

Jide 1600 (1972) am Eifel Rallye Festival 2015 - Beliebte Sprungkuppen
Copyright / Fotograf: Eifel Rallye Festival

Weil die einzelnen Wertungsprüfungen doch teilweise recht weit auseinanderlagen, traf man auf den Überführungsstrassen nicht nur die Besucher, sondern auch die Wettbewerbsfahrzeuge (mit Strassenzulassung) an, was einen besonders schönen Anblick ergab.

International

Nicht nur die Fahrzeuge, sondern auch die Zuschauer kamen aus den verschiedensten Ländern. Alleine von den gesichteten Fahrzeugkennzeichen kann auf Zuschauer aus ganz Deutschland, Spanien, Schweden, Frankreich, Italien, Niederlande, Luxemburg, Österreich und der Schweiz rückgeschlossen werden. Und auf den Parkplätzen rund um die Rallye-Prüfungen schien sich das Rennfeld zu wiederholen, denn mancher Besucher kam mit einer den Werksrallye-Fahrzeugen nachempfundenen Version von Subaru Impreza, Opel Manta, Audi quattro oder Ford Sierra daher.

Klassentreffen mit Legendenstatus

Wer mit Walter Röhrl oder Timo Salonen sprach, vernahm immer wieder das Wort “Klassentreffen”. Tatsächlich war das Eifel Rallye Festival für manche frühere Rallye-Legende die Gelegenheit, wieder einmal herzhaft mit alten Kollegen zu scherzen und sich mit früheren Kameraden über die guten alten Zeiten auszutauschen. Und natürlich die damaligen Fahrzeuge wiederzusehen oder gar hinter dem Lenkrad zu geniessen.

Rallye Weltmeister am Eifel Rallye Festival 2015 nennen die Veranstaltung nicht umsonst «Klassentreffen»
Copyright / Fotograf: Eifel Rallye Festival

Oder wie sagte es Mike Kirkland so treffend? “Ich habe noch nie so viele und vor allem so tolle Rallye-Autos auf einem Fleck gesehen. Eins steht für mich fest: Das was Goodwood für die Geschichte der Rundstrecke ist, ist das Eifel Rallye Festival für den Rallyesport.“

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