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Fahrende Rennsportgeschichte am GP Mutschellen 2014

Erstellt am 9. Mai 2014
, Leselänge 3min
Text:
Stephan Traber
Fotos:
Stephan Traber 
113

Der Winter 2013/14 war kurz und mild. Und doch wurde in dieser Zeit in Garagen und Werkstätten eifrig geschraubt, verbessert, getunt und lackiert. Einige konnten den Frühling nicht abwarten oder gehören zu den ganz Harten und sind Winterrallys gefahren. Für die meisten fiel aber erst am 4. Mai der Startschuss zur Oldtimersaison 2014.

BMW 2002 Tii (1971) - am GP Mutschellen 2014
Copyright / Fotograf: Stephan Traber

Viel Publikum bei schönem Wetter

Dem zahlreich aufmarschierten Publikum wurde bei besten Wetterbedingungen ein eindrücklicher Querschnitt über 100 Jahre Rennsportgeschichte gezeigt. Gegen 300 Piloten hatten sich zum Saisonauftakt in die Startliste eingetragen.

Die Strecke von Rudolfstetten auf den Friedlisberg ist zwar nur 1,6 km lang und besitzt nur zwei enge Kurven, trotzdem darf man sie nicht unterschätzen. Vor allem die Formelwagen erreichen beachtliche Geschwindigkeiten. Und im oberen Teil ist Mut gefragt, führen doch die letzten Bögen direkt am Abhang vorbei. 

Acht Rennfelder in vier Rennläufen

Um es vorweg zu nehmen: Nein es wurde nicht auf Zeit gefahren, auch wenn der eine oder andere Pilot seinen Wagen oder das Motorrad doch sportlich ambitioniert den Berg hochjagte. Nachdem ein Feld von Vorkriegsmotorrädern die Demoläufe eröffnet hatte folgten die Nachkriegs-Renntourenwagen. 

NSU 1200 TT (1971) - am GP Mutschellen 2014
Copyright / Fotograf: Stephan Traber

Ein Feld das bei vielen Jugenderinnerungen weckte. NSU TT, Simca Rally 3, BMW 2002 oder Alfa Romeo Giulia waren lange ein vertrauter Anblick auf Schweizer Strassen und auch bei Bergrennen. Am Start standen aber auch Einzelstücke wie der Schindler Spyder von Christian Mees.

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Jaguar E-Type V12 (1973)
BMW 635 CSi (1981)
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0041 44 856 11 11
Oberweningen, Schweiz

Interessantes Feld von Vorkriegswagen

American La France Type 12 (1917) - am GP Mutschellen 2014
Copyright / Fotograf: Stephan Traber

Über 30 Wagen waren in der Vorkriegskategorie gemeldet. Hubraum Giganten wie der American La France mit 9500 ccm und 14500 ccm «kämpften» gegen kleine aber feine Wagen wie den 1934 Austin Seven mit 750 ccm von Bruno Hürlimann.

Bugatti T59/50B (1936) - am GP Mutschellen 2014
Copyright / Fotograf: Stephan Traber

Jürg Schiffmann war mit seinem Bugatti T59/50B am Start. Der 8-Zyinder Reihenmotor schöpft 420 PS aus 4,5 Liter Hubraum. Dieser Wagen ist das einzige noch existierende Exemplar dieses Typs. Es wurde aus Originalteilen aufgebaut.

Imposant auch der Buick C8 Racing Car von Franz Schumacher aus dem Jahre 1939.

Beliebte Renntourenwagen und Sportwagen

Nach den Solomotorrädern Nachkrieg bis 1969 ging ein weiteres Feld mit Renntourenwagen an den Start. Auch hier wieder bekannte Fabrikate wie Porsche 356, Ford Capri, Ford Escort und Exoten wie ein Lamborghini LP 400 S und zwei donnernde Ford Galaxie.

Ford Galaxie 500 (1963) - am GP Mutschellen 2014
Copyright / Fotograf: Stephan Traber

Die brachialen Galaxies mit 550 PS aus 7 Litern wurden in den USA in der NASCAR-Serie eingesetzt. 1963 gewann erstmals ein solcher Touren- wagen ein Rennen in Europa (Silverstone). Den Übernamen «Detroit Iron» hat sich das riesige Fahrzeug mehr als verdient, es ist 1700 kg schwer.

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Eleganz und Sportlichkeit vereint

Elegante Formen und schnelle Wagen vereinte das Feld 7. Elegant zum Beispiel der 1950er Healey Silverstone von Rolf Buccella oder der Jaguar XK 120 OTS von Andy Siegenthaler. Die Renngeschichte der frühen Sechzigerjahre liessen der Lister Jaguar Knobbly von Christian Jenny und der Jaguar E Type Lightweight Low Drag von Remo Thalmann aufleben.

Lister Jaguar Knobbly BHL 16 (1958) - am GP Mutschellen 2014
Copyright / Fotograf: Stephan Traber

Der Porsche 917 Replica von Marc Widmer erinnerte dann an die grossen Erfolge der Sport- und Langstrecken-Wagen aus Zuffenhausen.

Exklusives Quattro-Startfeld

Ein weiterer Höhepunkt war der Lauf des Schweizer Audi Urqauttro-Club. In den 80er Jahren waren diese Fahrzeuge eine feste Grösse in der Rallye Szene. Zwölf Quattros liessen diese Zeit nochmals aufleben.

Audi Quattro 10V (1981) - am GP Mutschellen 2014
Copyright / Fotograf: Stephan Traber

Die Durchfahrt von einem Feld mit VW Käfern und Micro Cars wie BMW Isetta, Zündapp Janus oder Messerschmitt sorgte beim Publikum für Begeisterung.

FMR KR 200 (1961) - am GP Mutschellen 2014
Copyright / Fotograf: Stephan Traber

Zwei Platzspeaker sorgten für interessante Details und Hintergrundinformationen zu den Fahrzeugen und ihren Piloten. Technik-interessierte Besucher hatten ausgiebig Gelegenhei, das verteilte Fahrerlager zu besuchen und mit Teilnehmern zu fachsimpeln.

Man war sich einig - ein gelungener Anlass!

Bilder zu diesem Artikel

Quelle:
von sp******
13.05.2014 (08:18)
Antworten
Sie haben recht: ein wirklich gelungener Anlass! Und es konnte flüssig gefahren werden, ohne der langen und lästigen Wartezeiten. Perfekt organisiert, gerne wieder...
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