38’900 Zuschauer aus 17 Ländern besuchten während drei Tagen von 19. bis 21. Mai 2017 die Messe “Klassikwelt Bodensee” gleich beim Flugplatz Friedrichshafen, um klassische Fahrzeuge am Boden, im Wasser und in der Luft zu erleben. Die Jubiläums-Ausgabe bot ein Feuerwerk an Attraktionen und zwar nicht nur statisch am Boden, sondern auch in Aktion rund um die 10 Hallen.
Auf dem Aussengelände gab es historische Flugzeuge, Rennwagen, Motorräder und sogar Amphibienfahrzeuge zu sehen, zu hören und zu riechen.
Das einzigartige Konzept profitierte einmal mehr weitgehend von guten Wetterbedingungen und sorgte für Unterhaltung am laufenden Band. Die Organisatoren wollen auch daran festhalten, wenn die Messe im Jahr 2018 in einer neuen Kooperation unter dem Namen „Motorworld Classics Bodensee“ an den Start geht.
Klassiker auf dem Rundkurs und darüber
In Friedrichshafen liessen es die Liebhaber historischer Mobilität so richtig krachen.
Beim Vintage Demo Racing auf dem Rundkurs zwischen Messehallen und der Fluglandepiste gaben Newcomer und Junggebliebene ihren zwei- oder vierrädrigen Rennvehikeln die Sporen – vom hundertjährigen Hubraumkönig American LaFrance bis zum Superbike der Achtzigerjahre.
Dazwischen sorgten waghalsige Flugmanöver am Himmel für offene Münder und hie und da für Finger in den Ohren.
Sehenswerte Sonderausstellungen
Wer es ruhiger angehen wollte, dem boten die zahlreichen Sonderausstellungen die Möglichkeit, sich mit anderen Epochen und den Autos verschiedener Nationen auseinanderzusetzen.
Und natürlich gab es auch Händler- und Club-Stände und vielfältige Unterhaltungsangebote in den Hallen.
«Reiseveranstalter für exklusive Reisen mit Oldtimer + Klassiker, sowie Cabrios und Sportwagen in Europa und USA.»
65582 Diez, Deutschland
- Automobile als Erlebnis
- Tourismus
- Reiseveranstalter
Natürlich auch Teile und Zubehör
Auch in Friedrichshafen wurden natürlich Bücher, Modellautos, Fahrzeugteile und allerlei mehr angeboten.
Wer in Kauflaune war, musste nicht ohne schwere Taschen heimkehren. Wer nur schauen wollte, konnte die Auswahl auch einfach so geniessen.
Die Ausstellung mitgestalten
Neben den Clubs und professionellen Ausstellern konnten Besucher, die im eigenen Klassiker anreisten, gleich selber Teil der Messe werden. Rund 600 Fahrzeughalter parkten ihre Schätzchen im Innenhof sowie in der Messehalle 1.
Während aus den Amerikanern der Vierziger- bis Sechzigerjahre manch eine Begleitung im stilechten Petticoat ausstieg, legten die Besitzer englischer Threewheeler ihre Lederkappen auf den engen Beifahrersitz.
Einmal edel, einmal schnell
Ganz edel ging es im Foyer West zu, wo neben Riva Booten in Mahagoni ein luxuriöses Maybach Cabriolet zu sehen war. Gleich neben einem „Cabriolet“ der ganz anderen Art, einem offenen Halbkettenfahrzeug der Wehrmacht.
Deutlich sportlicher zeigten sich die Design-Ikonen der Ausstellung „bella Italia“ (um einen schiefen Turm platziert) und die Sondershow 40 Jahre Porsche 928.
Das Nonplusultra in Geschwindigkeit und als Ausnahme kein Oldtimer, ein Aventador SV von 2015 wurde von Fabio Lamborghini, dem Neffen von Firmengründer Ferruccio präsentiert, passend in unmittelbarer Nähe zu einem Siebzigerjahre-Jarama und einem über 50-jährigen Traktor derselben Marke.
Nach zehn Jahren mit neuen Ideen
Für 2018 darf man sich auf eine spannende Fortsetzung des Friedrichshafener Konzepts unter der Ägide der Motorworld Gruppe freuen. Klassische Fahrzeuge aller Art sollen natürlich weiterhin im Mittelpunkt stehen. Dazu passend aber soll es noch mehr Highlights der Old- und Youngtimer-Szene und ein faszinierendes Programm sowie die bereits traditionellen Racing- und Airshows geben. Zudem soll das Thema Lifestyle, ähnlich wie an der Messe in Berlin, gross geschrieben werden. Aussteller und Besucher sollten ermuntert werden, im passenden Look and Feel Teil des klassischen Mobilitätsuniversums zu werden.
Man darf gespannt sein, wie sich die geplanten Neuerungen auf Besucherfrequenzen und Messeangebot auswirken werden. Für das Jahr 2017 jedenfalls stagnierte die Besucherzahl auf hohem Niveau.































































































































































































































































Kommentare