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    Audi-Vorsprung durch Technik kompakt (Buchbesprechung)

    9. April 2017
    Text:
    Holger Merten
    Fotos:
    Delius Klasing Verlag (Repro Zwischengas) 
    (13)
    Delius Klasing Verlag 
    (1)
     
    14 Fotogalerie

    Ende 2014 erschien in Frankreich ein Buch über die Technikgeschichte von Audi. Der Originaltitel lautete: “Audi – 50 ans d’innovation“. Das Werk erschien damit pünktlich zum 50-jährigen Jubiläum der Wiederauferstehung der Marke Audi.

    Während man in Ingolstadt diesen runden Geburtstag schlicht verschlafen hatte, zündeten eingefleischte Fans der Marke am 13. August eine Zündkerze an, um dem Start der Serienproduktion im Jahr 1965 zu gedenken.

    Mit Büchern und Buchübersetzungen ist es allerdings so eine Sache: Egal ob Sachbuch oder Belletristik. Am Ende muss das Buch dem Leser in der jeweiligen Sprache schmecken, manchmal liegt es am  Übersetzer, wenn es nicht gelingt, manchmal am Ausgangsmaterial. Aus Didier Ganneaus Buch zum Kernthema der Marke Audi wurde nun die deutschsprachig gedruckte Abhandlung „Audi – Innovation im Zeichen der Vier Ringe“. Ein derartiger Titel verheisst ein spannendes Buch.

    Sechs Kapitel

    Ganneau teilt sein Buch in sechs Kapitel ein. Bei Audi ja schon seit Jahrzehnten eine komplizierte Geschichte. Die vier Ringe stehen für die Marken: Audi, DKW, Horch und Wanderer, dazu kommt noch die Vereinigung mit NSU.

    Kleiner Exkurs: De jure ist Audi heute das Nachfolgeunternehmen der NSU AG und seiner 145-jährigen Geschichte. Das Unternehmen Auto Union AG heisst heute anders, die Marken DKW, Horch, Wanderer und NSU sind verschwunden. Der letzte NSU Ro 80 lief ziemlich genau vor 40 Jahren vom Band. Im Fahrzeugbrief war er schon lange ein Audi.

    Eine bewegte Geschichte - Buch "Audi - Innovation im Zeichen der vier Ringe"
    © Copyright / Fotograf: Delius Klasing Verlag (Repro Zwischengas)

    Zurück zum Buch. Im ersten Kapitel widmet sich der Autor diesen komplexen Wurzeln von Audi und erzählt die „bewegte Geschichte“ von „Audi vor Audi“.

    Generation F103 - Buch "Audi - Innovation im Zeichen der vier Ringe"
    © Copyright / Fotograf: Delius Klasing Verlag (Repro Zwischengas)

    Im zweiten Kapitel folgt die oben angesprochene Wiederauferstehung der Marke vom ersten Audi 72 bis zum Sport quattro.
    Und darauf folgt das Hier und Heute vom A1 bis zum R8 in den vielfältigen Modellgenerationen.

    Ziel R8 - Mittelmotor-Innovation - Buch "Audi - Innovation im Zeichen der vier Ringe"
    © Copyright / Fotograf: Delius Klasing Verlag (Repro Zwischengas)

    Im vierten und fünften Kapitel kommt das Buch endlich zur Sache. Es geht um die Technik wie Motorkonstruktion und Alukarosserie oder procon-ten. Um Protoytpen als Speerspitzen neuer Ideen seit den 70er Jahren. Das letzte Kapitel wurde dem Motorsport gewidmet.

    Alles in allem ergibt das am Ende 170 Seiten. Klingt viel, reicht zum Schluss aber kaum aus, um der Materie wirklich gerecht zu werden. 

    Verspricht der Titel zuviel?

    Die französische Ausgabe hatte den Anspruch die Audi-Innovationsgeschichte ab 1965 zu beleuchten. Die deutsche Ausgabe geht mit dem Untertitel „Im Zeichen der vier Ringe“ einen Schritt weiter bis zur Gründung der Auto Union im Jahre 1932. Der Spagat geht noch weiter, inhaltlich startet das erste Kapitel bei den Ursprüngen der Einzelmarken, die beginnen bei NSU im Jahr 1873. Zugegeben, im ersten Kapitel wird der Geschichte von Audi vor 1965 auch der meiste Platz  eingeräumt, aber bei der komplexen Vergangenheit ist das auch ziemlich viel Ballast, um zum eigentlichen Thema überzuleiten. Dort geht es dann leichter und lockerer ab 1965 weiter.

    Audi 50 - Buch "Audi - Innovation im Zeichen der vier Ringe"
    © Copyright / Fotograf: Delius Klasing Verlag (Repro Zwischengas)

    Anhand der Modellreihen wird in der reich und grösszügig bebilderten Geschichte eine Audi-Modellreihe nach der anderen vorgestellt: Bei der Explosion der Fahrzeuggattungen und den darin verborgenen Derivaten bedeutet das für die die letzten 20 Jahre das Beschränken auf kurze und prägnante Kernaussagen. Wohlgemerkt zu den Fahrzeugmodellen, die Innovationen müssen noch warten.

    Audi Rennsport - Buch "Audi - Innovation im Zeichen der vier Ringe"
    © Copyright / Fotograf: Delius Klasing Verlag (Repro Zwischengas)

    Das Gleiche gilt für die komplexe Motorsportgeschichte von Audi, die im Buch mit dem Start des Audi quattro im Jahr 1981 beginnt und nach 20 Seiten in Le Mans endet. Zahlreiche Bilder, wenig Text. 

    Anspruch und Wirklichkeit

    Positiv formuliert ist das Buch eine Modellchronik, anhand derer bei einzelnen Modellen Innovationen von Audi benannt werden. Wer sich also einen ersten Überblick verschaffen will, welches Modell von Audi wann und wie zum Anspruch „Vorsprung durch Technik“ beigetragen hat, der kann hier fündig werden. Viele Bilder, chronologische Führung, kurze Statements. Fertig. Für alles weitere gibt es weiterführende Literatur.

    Nicht ganz so positiv formuliert geht das Buch am Thema vorbei. Es fehlt der Bezug zum Titel. Seit 1971 ist „Vorsprung durch Technik“ das Leitmotiv der Marke aus Ingolstadt. 5-Zylinder, quattro, Leichtbau, TDI, 5-Ventiltechnik, Verbundbauweise, Multitronic, die Liste liesse sich insbesondere im Bezug auf Motorsport und Prototypen fast unendlich verlängern. Zu den oben genannten Begriffen macht das Buch vielleicht Aussagen im Umfang einer DIN-A4-Seite. Das ist dem Technik-Interessierten sicherlich zu wenig.

    Viele wichtige Innovationen fehlen. Wo ist die erste Aluminium-Karosserie von NSU im Jahr 1913. Warum wird beim Audi Forschungsauto von 1981 nicht die damals revolutionäre Sandwichbauweise der Karosserie erläutert? Wieso ist der “Negative Lenkrollradius” zwar benannt, aber nie erklärt? Wie geht ASF, wo und wie funktioniert procon-ten.

    Schon beim Lesen kommt man nicht umhin festzustellen: irgendwie kommt alles zu kurz. Dazu einige Fehler, die man schon bei der Recherche in Wikipedia hätte ausklammern können. Als Beispiel hier nur die IMSA-GTO Serie, an der Audi nur 1989 teilnahm und nicht auch 1990. Da war man mit dem V8 in der DTM. Der V8 bekommt dafür nur zwei Bildchen mit der lapidaren Unterschrift der ersten Erfolge. Da war doch deutlich mehr, schliesslich wurde man In den zwei Jahren auf Anhieb hintereinander Meister. Als Rookie, also als Neueinteiger in die Klasse.

    Fazit

    Wenn sich ein französischer Autor aufmacht, der Innovationsgeschichte von Audi ein Buch zu widmen, kann man als Leser über den einen oder anderen Fehler hinweglesen. Bestenfalls fällt er einem gar nicht auf. Man geht ja davon aus, dass der Autor recherchiert hat. Und es sei nochmal zugegeben: Die Geschichte von Audi ist komplex, die Literatur dazu ist zumeist nur auf deutsch erhältlich.

    Ob das der Übersetzer ausmerzen kann, muss oder darf, das sei dahin gestellt. Man kann ihm keinen Vorwurf machen, er hat das Buch wohl in der entsprechenden Form auf den Punkt gebracht. Zu Recherchieren, dass der V 10 TDI des VW Phaeton niemals im Audi A8 im Einsatz war oder dass der Audi Front im Buch nicht restauriert, sondern als Replica aufgebaut wurde, ist vielleicht zu viel verlangt. Allerdings gibt es sie, die Bücher, die sich mit Ingenieurskunst einzelner Automobilhersteller beschäftigen. Dazu muss man recherchieren, ins Werk gehen und sich tief in die Beweggründe einzelner Technikumsetzungen einarbeiten. Am besten erstmal in groben Zügen und dann im Detail und zum Schluss sogar mir Leuten sprechen.

    Didier Ganneau hat dies wohl nicht in der nötigen Tiefe tun können. So gesehen messen wir sein Buch lieber am Anspruch des französischen Titels: „ Audi – 50 Jahre der Innovation“. Das mag noch hinkommen. So richtet sich das EUR 29.90 teure Buch eher an die Leser, die einen schnellen Überblick gewinnen wollen und weniger an die Technophilen, die alles genau und bis ins Detail wissen wollen.

    Einband - Buch "Audi - Innovation im Zeichen der vier Ringe"
    © Copyright / Fotograf: Delius Klasing Verlag (Repro Zwischengas)

    Bibliografische Angaben

    • Titel: Audi - Innovation im Zeichen der Vier Ringe
    • Autor: Didier Ganneau
    • Sprache: Deutsch
    • Verlag: Delius Klasing
    • Auflage: 1. Auflage 2017 
    • Format:  Gebunden, 294 x 207 mm 
    • Umfang: 168 Seiten, 219 Farb- und diverse s/w-Bilder 
    • ISBN: 978-3-667-10858-6
    • Preis: € 29,90, 
    • Leseprobe: Bei Delius Klasing
    • Kaufen/bestellen: Online beim Delius-Klasing Verlag , online bei amazon.de oder in der gut assortierten Buchhandlung

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