Opels schwarze Witwe – ein ganz besonderer Rekord C
Zusammenfassung
In den Sechzigerjahren durfte die Firma Opel offiziell wegen einer USA-Regelung nicht aktiv in den Rennsport eingreifen. Das hinderte einige umtriebige Leute bei Opel allerdings nicht daran, einen Rennwagen auf der Basis des Rekord C aufzubauen. Als die Unternehmensverantwortlichen allerdings dahinter kamen, musste der Wagen entsorgt werden. Und verschwand für immer. Doch vor wenigen Jahren wurde die “Schwarze Witwe”, so hiess der Wagen, neu aufgebaut. Und ist seither an Oldtimerveranstaltungen zu sehen. Dieser Bericht schildert, wie sich eine Mitfahrt im 180 PS starken Rekord anfühlt, und zeigt den Wagen auf vielen Bildern.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Ein schwarzer Opel Rekord
- Kein Komfort
- Startschuss auf dem Hockenheimring
- Verbannung
- Rekonstruktion
- Heisse Maschine
Geschätzte Lesedauer: 5min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Es war zur Zeit, als der Lette Anatole Carl Lapine in Rüsselsheim das Forschungsstudio leitete. Der damals 35-jährige Designer gilt nicht nur als Vater des Opel GT, sondern hat noch diverse andere "Leichen" im Keller. So entstand zum Beispiel 1968 in den Werkskatakomben von Opel ein Gruppe 5 Rekord C mit rund 180 PS, der den BMW 2002 und den Porsche 911 auf den Rennstrecken das Fürchten lehren sollte. Der General-Motors-Tochter jedoch war gemäss dem AMA-Abkommen jeglichen Rennsport verboten, da es dort zu Unfällen kommen kann, was die Amerikaner ja im Keime ersticken wollten. Die AMA (Automobile Manufacturers Association) verabschiedete daher im Mai 1957 den Beschluss, der allen US-amerikanischen Autoherstellern werksseitigen Motorsport untersagte. Damit wollte man sich vor der Verantwortung illegaler Strassenrennen distanzieren. GM hielt sich lange strikt an die Regelung, während Ford schon bald wieder auf den Rennstrecken vertreten war.
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