Der schlaue Schachzug des Jochen Dauer – Le Mans 1994
Zusammenfassung
Eine der schillerndsten Episoden in der Geschichte eines schillernden Unternehmens war Porsches 13. Le-Mans-Sieg im Jahr 1994 – mit der Rennversion eines Strassenwagens, der wiederum von einem Rennwagen abstammte. Diese Hybris bekam dem Autobauer gut, einem Beteiligten jedoch weniger.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Neues Glück
- Die Konkurrenz schläft nie
- Jochen Dauer kommt ins Spiel
- Die Idee
- Tischgespräche
- Gesagt, getan
- Vom Strassenwagen zurück zum Rennwagen
- An der Grenze des Zulässigen
- Ein leichtes Spiel
- Erste Probleme
- Toyota hat die Nase vorn
- Hochmut ...
- ... kommt meistens vor dem Fall
Geschätzte Lesedauer: 14min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Nach dem Ende der 3,5-Liter-FIA-Sportwagen-Weltmeisterschaft Ende 1992 entstand ein Vakuum im internationalen Langstreckensport. Eine Zeitlang wurde es sehr ruhig. Es gab zwar Rennen auf traditionellen Strecken wie dem Nürburgring, Monza und Silverstone, aber 1993 war das 24-Stunden-Rennen von Le Mans das einzige grosse Langstreckenrennen. In jenem Jahr luden die Le-Mans-Organisatoren eine Vielzahl von Fahrzeugen ein, darunter 3,5-Liter-Prototypen, ältere Gruppe-C-Autos und Gran-Turismo-Wagen. Porsche interessierte sich durchaus für die Gran-Turismo-Kategorie. Man bereitete ein Rennfahrzeug auf Basis des 911 Turbo S-Serienchassis vor. Dieses wurde erstmals im März 1993 in Sebring eingesetzt – mit Walter Röhrl, Hans-Joachim Stuck und Hurley Haywood. Es gewann die GT-Klasse und wurde Siebter im Gesamtklassement. Im Juni ging es in Le Mans an den Start, doch Röhrl hatte leider einen Unfall mit einem langsameren Fahrzeug, wobei der Ölkühler beschädigt wurde. Als er an die Box zurückkam, war der Motor bereits in Mitleidenschaft gezogen worden.
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Bilder zu diesem Artikel

Das letzte Foto mit dem gelben 962 Le Mans zeigt den Dauer-Auftritt bei der IAA 1993 (Die IAA findet nur in ungeraden Jahren statt.) Das Modell trug also schon vor dem Erfolg den Zusatz Le Mans im Namen.
Außer den genannten gab es auch noch den C62 von Koenig Specials mit Straßenzulassung.






























































































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