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Bild (1/1): Ewy Rosvist mit dem Mercedes-Benz 220 SE (© Daimler AG, 1962)
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    Ewy Rosqvist - die berühmteste Rallye-Fahrerin Schwedens

    Erstellt am 31. Januar 2015
    Text:
    Daniel Reinhard
    Fotos:
    Daimler AG 
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    Archiv Reinhard / Max Pichler 
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    Anfangs des Jahres 1964 besuchte die schwedische Rallye-Rennfahrerin Ewy Rosqvist die powerslide-Redaktion. Im Heft 3/1964 konnte man dann darüber lesen:

    “Rennfahrerbesuche sind im Laufe der Zeit auf unserer Redaktion wenn nicht gerade etwas alltägliches, so doch etwas allwöchentliches geworden. Uns freut das, denn die Männer, über deren Aktivität wir schreiben, sind gern gesehene Gäste. Man plaudert mit ihnen Benzin man erzählt träumerisch über dieses und jenes, besonders schöne und spannende Rennen, man spricht von gemeinsamen Freunden, man wundert sich darüber, was wohl die Zukunft bringen möge - kurz man ist ‘unter sich’ und fühlt sich wohl dabei.

    Anfang Februar trug sich allerdings ein Gast ins goldene Buch ein, der den Rahmen des Alltäglichen, oder viel mehr allwöchentlichen sprengte: Ewy Rosqvist.

    powerslide-Herausgeber Arthur Blank überreicht Ewy Rosqvist Blumen
    © Copyright / Fotograf: Archiv Reinhard / Max Pichler

    Sie kam, sah und siegte wie damals in Argentinien! Mit dem Schweizer BP-Chef Karl Junker im Schlepptau traf sie nach einer Serie von Bild und Tonaufnahmen, die eben im Auftrag der BP für die Ausstellung "Autoparadies" stattgefunden hatten, gutgelaunt auf der Redaktion ein und liess nichts von den Anstrengungen der langwierigen Arbeit merken.

    Wenn man Ewy Rosqvist sieht, so möchte man ihr die über 100’000 Rallye-Kilometer, die sie hinter sich hat, kaum glauben. Blond, gepflegt, jugendlich sass sie da und berichtete über die eben zu Ende gegangene Rallye Monte Carlo, die auch sie kaum befriedigt hatte. Wir hörten uns allerlei Argentinien-Geschichten an, verschlangen Schilderungen über den Strassenmarathon Lüttich-Sofia-Lüttich und hatten besonders in Herausgeber Arthur Blank einen aufmerksamen Zuhörer, denn auch er ist seit einiger Zeit dem Rallyezauber verfallen. Unwillkürlich fragt man sich, ob denn eine so zierliche Frau den Rallye-Strapazen überhaupt gewachsen sein kann. Fast möchte man daran zweifeln, doch die Ranglisten belehren eines Besseren.

    Nun, auch die endlose Jagd über die Strassen der Welt hat einmal ihr Ende. Ewy Rosqvist will noch 1964 wieder heiraten und hat sich mit Alexander von Korff, einem Verantwortlichen der Daimler-Benz-Sportabteilung, verlobt. Das Lenkrad will sie dann zur Seite legen (was Karl Junker lächelnd bezweifelt, siehe Bild).

    powerslide-Herausgeber Arthur Blank, Rennfahrerin Ewy Rosqvist und BP-Rennchef Karl Junker im Gespräch
    © Copyright / Fotograf: Archiv Reinhard / Max Pichler

    Bis dahin bleibt sie bei Mercedes und bestreitet voraussichtlich die Wettbewerbe der Rallye-Europameisterschaft.

    Vor dem Abschied wollten wir noch Ewy Rosqvist`s lustigstes Erlebnis kennenlernen. «Das war an einer Rallye, auf einem Kontrollposten in einem armseligen kleinen Dorf irgendwo in Jugoslawien. Ein altes Mütterchen kam zu mir hin, sah mich entsetzt an, griff mir ins Haar, zog daran, griff sich ins eigene Haar und schüttelte den Kopf. Sie hatte wohl noch nie blondes Haar gesehen und geriet vollständig aus dem Häuschen».’

    Fahrpraxis aus dem Alltag

    Wer war diese Ewy Rosqvist, die noch im Jahr 1964 tatsächlich zu Ewy Baronin von Korff-Rosqvist wurde?
    1929 wurde Ewy im südschwedischen Ystad als Tochter einer Landwirtsfamilie geboren. Schon früh lernte sie das Autofahren. Ihr erster Wagen war ein vom Vater gekaufter Mercedes-Benz 170 S.

    Durch ihre Arbeit als Veterinärassistentin sammelte sie viel Erfahrung auf langen, schlecht ausgebauten Strecken: «Das Fahrpensum, das ich Tag für Tag zu bewältigen hatte, lag zwischen 150 und 200 Kilometer, fast durchweg auf Naturstraßen, Geröll- und Feldwegen», schrieb Ewy Rosqvist in ihrem Buch „Fahrt durch die Hölle“ (erschienen 1963 beim Copress-Verlag in München).

    Einstieg in den Rallye-Sport

    1954 erlebte Rosqvist ihre erste Rallye – als Passagierin bei der Rallye ‘Mitternachtssonne’, die ihr erster Mann und ihr Vater bestritten. «Das hatte mir so viel Spaß gemacht, dass ich beschloss, so bald wie möglich selbstständig oder als Beifahrerin an einer Rallye teilzunehmen», meinte Ewy damals.

    Und tatsächlich - zwei Jahre später startete die junge Frau ebenfalls bei der Rallye Mitternachtssonne. Mit dem Saab 93 erzielte sie ab 1957 erste Rallye-Erfolge. Im Jahr 1959 gewann sie dann auf Volvo erstmals den Damen-Pokal der europäischen Rallye-Meisterschaft. Die damalige Daimler-Benz AG engagierte die erfolgreiche Fahrerin schließlich im Frühjahr 1962 für die Mercedes-Benz Werksmannschaft. Und landete damit einen Glückswurf!

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    Der grosse Erfolg von Argentinien

    Im Jahr 1962 sandte Mercedes-Benz insgesamt vier Werksteams nach Argentinien, wo im Jahr zuvor Manfred Schock mit seinem Kopiloten Manfred Schieck erstmals den Großen Straßenpreis für Mercedes-Benz gewonnen hatte (auf Platz zwei landeten das Mercedes-Benz Team Hans Herrmann/Rainer Günzler).

    Mercedes-Benz 220 SE (1962) - Ewy Rosqvist und Ursula Wirth als Sieger beim Grossen Strassenpreis von Argentinien
    © Copyright / Fotograf: Daimler AG

    Neben Ewy Rosqvist und Ursula Wirth auf dem 220 SE mit der Startnummer 711 und dem polizeilichen Kennzeichen S-LH 839 traten Hermann Kühne und Manfred Schieck ebenfalls mit einem 220 SE (Startnummer 719) an, sowie Eugen Böhringer mit Peter Lang (Startnummer 731) und Carlos Menditegui mit Augustin Linares (Startnummer 703), jeweils auf Mercedes-Benz 300 SE der Baureihe W 112 am.
    Juan Manuel Fangio, Argentinier und Chefpilot der Mercedes-Benz Rennabteilung in den Jahren 1954 und 1955, begleitete das Team während des Großen Straßenpreises 1962.

    Die Stuttgarter Mannschaft unter der Leitung von Karl Kling nutzte die Tage vor dem Start, um die 4’624 Kilometer lange Strecke abzufahren, damit sich die Kopiloten die Details der Route einprägen und Notizen machen konnten.

    Während der Rallye mussten insgesamt sechs Etappen bewältigt werden, die zwischen 515,4 und 863,5 Kilometer lang waren.
    Insgesamt waren 286 Wagen für den Großen Straßenpreis gemeldet, die bei dieser höchst anspruchsvollen Veranstaltung in sieben Klassen antraten. An den Start gingen davon 258 Fahrzeuge, aber nur 43 kamen ins Ziel - weniger als ein Fünftel.

    Drei der vier Werksfahrzeuge von Mercedes-Benz schieden aus, besonders tragisch war dabei der tödliche Unfall von Hermann Kühne während der zweiten Etappe.

    Vor dem Start hatten die Zeitungen den Start eines Damenteams bei der Marathon-Rallye durch Argentinien noch belächelt. Den Sieg von Rosqvist und Wirth auf der ersten Etappe würdigte man dann schon als Achtungserfolg. Als das Duo jedoch auch die zweite Etappe gewann, gab es kein Halten mehr, die Schwedinnen wurden von den Medien des Landes frenetisch gefeiert. Zu dieser Befindlichkeit der Nation vermeldete die in Buenos Aires erscheinende deutschsprachige Zeitung ‘Freie Presse’: «Nicht die Kuba-Krise, sondern die beiden Blondinen aus Skandinavien beanspruchten im Landesinneren die Schlagzeilen der Tageszeitungen.»

    Mercedes-Benz 220 SE (1962) - Ewy Rosqvist und Ursula Wirth - Siegerinnen beim Grossen Strassenpreis von Argentinien
    © Copyright / Fotograf: Daimler AG

    Am Ende des Großen Straßenpreises hatten Ewy Rosqvist und Ursula Wirth alle sechs Etappen der Rallye gewonnen. Das Duo führte das Gesamtklassement mit 34:51:03 Stunden an, mehr als drei Stunden danach folgten der Zweitplatzierte Boris Stipic und A.V. del Carril auf Platz drei (beide Volvo). Der Durchschnitt der Siegerinnen lag bei 126,87 km/h – das war ein neuer Rekord. Zum Vergleich: Walter Schock hatte den Gran Premio Internacional Standard Supermovil YPF im Vorjahr mit einem Durchschnitt von 121,23 km/h gewonnen.

    Im seriennahen Tourenwagen

    Das Fahrzeug, mit dem Rosqvist und Wirth siegten, war eine weitgehend seriennaher Limousine der Baureihe W 111. Bewusst hatte man bei Mercedes-Benz ein Fahrzeug mit Normallenkung ausgesucht, weil diese die Lenksignale feinfühlig weitergab.

    Mercedes-Benz 220 SE (1963) - Ewy Rosqvist und Ursula Wirth am Ziel der 6. Etappe zum Grossen Strassenpreis von Argentinien
    © Copyright / Fotograf: Daimler AG

    Nur auf den schweren Bergetappen hätte Ewy Rosqvist gern einen Wagen mit hydraulischer Lenkunterstützung gehabt, wie sie in einem Bericht über die Argentinien-Fahrt schrieb.

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    Fortsetzung der Erfolgsserie

    Im kommenden Jahren dominierten die Stuttgarter Fahrzeuge den Grossen Strassenpreis erneut. Dieses Rennen wurde vor allem im wichtigen amerikanischen Markt mit viel Aufmerksamkeit verfolgt. 1963 und 1964 gingen jeweils Eugen Böhringer/Klaus Kaiser auf Mercedes-Benz 300 SE als Sieger hervor. Ewy Rosqvist erreichte 1963 mit Ursula Wirth als Kopilotin auf 220 SE das Ziel als Dritte, 1964 holte sie mit Eva-Maria Falk auf 300 SE ebenfalls Platz drei.

    Mercedes-Benz 220 SEb (1964) - Ewy Baronin von Korff-Rosqvist wirft an der Rallye Monte Carlo 1964 die schwere Limousine in die Kurve
    © Copyright / Fotograf: Daimler AG

    Internationale Spitzensportlerinnen waren Anfang der Sechzigerjahre noch immer in vielen Disziplinen die Ausnahme. Umso stärker wurden ihre Erfolge, die auch gut Platzierungen bei der Rallye Monte Carlo, der Rallye Spa-Sophia-Lüttich, beim ADAC-6-Stunden-Tourenwagen-Rennen und anderen Veranstaltungen beinhalteten, beachtet.

    Im Jahr 1965 beendete Ewy ihre aktive Rallye-Karriere und amtete seither als Botschafterin für die Marke Mercedes-Benz, sie hatte also ihre Ankündigung gegenüber der powerslide-Redaktion wahr gemacht.

    Ewy Rosqvist viele Jahre nach ihren Rallye-Erfolgen an der Staffelei
    © Copyright / Fotograf: Daimler AG

    Alle 27 Bilder zu diesem Artikel

    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    pr******:
    03.02.2015 (09:52)
    Das ist doch mal ein richtig spannender Bericht aus dem Rallysport.
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