Seit 2011 gehört Le Mans Classic zum fixen Bestanteil im Saisonkalender und hat sich seither zu einem wahrhaften Gewicht im internationalen Classic-Car Motorsport entwickelt. Mit einer aktiven Beteiligung zahlreicher Hersteller – so zählen BMW, Porsche, Alpine und McLaren zu den offiziellen Partnern – und Sponsoren, ist das von Peterauto organisierte Festival zur Feier von über 100 Jahren Motorsport an der Sarthe eines der wichtigsten Ereignisse in Sachen historischer Motorsport auf dem Kontinent geworden.
Doch nicht nur auf der Piste, sondern auch daneben versprach Le Mans grosses. So stellen alleine die über 220 Clubs und die von ihnen vertretenen 80 Marken eine Attraktion für sich dar. Mit mehr als 9200 historischen und bemerkenswerten Fahrzeugen wären alleine schon dieser Teil eine Reise nach Le Mans wert gewesen. Und 240'000 Zuschauer folgten dem Ruf in die Sarthe.
Wie bei den «richtigen» 24 Stundenrennen bietet auch das Classic Village zudem ein breites Unterhaltungangebot für all jene, denen der Motorsport alleine nicht genügt oder für jene, die ob der Fülle der gebotenen Action etwas verschnaufen wollen. Wobei Attraktionen wie die tollkühnen Reiter auf ihren Motorrädern – die «Wall of Death Gipsys» – die von einer Rockband begleitet in ihrer hölzernen Todeswand der Schwerkraft trotzen, kaum für weniger Aufregung gesorgt haben.
Schlag auf Schlag
Mit sechs Startfeldern, gegliedert nach Epochen, je einem Qualifying bei Tag und bei Nacht und je drei Rennen pro Feld und weiteren Supportrennen der Gruppe C-Sportwagen, der Boliden aus der jüngeren Le Mans Geschichte – den Endurance Race Legends – und den Porsche Klassikern, war für reichlich Betrieb auf der Rennstrecke gesorgt. Am Freitag ging es los mit dem Training und dem Qualifying. Den Auftakt machten die Sportwagen der ehemaligen Gruppe C.
Dies war ein Wiedersehen mit den Helden an der Sarthe in den 1980er-Jahren, als diese als erste (und einzige) auf der Hunaudières-Geraden Geschwindigkeiten gegen 400 km/h erreicht haben. Abflüge sorgten jedoch dafür, dass 1990 eine Schikane eingebaut wurde, die Gruppe C hingegen wurde aufgrund des immer höheren technischen Aufwands (und wachsender Kosten) bei gleichbleibender Medienbeachtung Anfang der 1990er-Jahre von den grossen Teams fallen gelassen. 1994 war das letzte Jahr als in Le Mans Sportwagen der Gruppe C am Start erlaubt waren. Bei Le Mans Classic waren sie wieder zu sehen – und sorgten gute Action und noch bessere Erinnerungen!
Nach einem Freitagabend mit Konzerten und Unterhaltung für die Zuschauer und Arbeit in den Boxen nach den ersten Runden auf der Strecke bestand für die Teams die Möglichkeit, beim zweiten Qualifying auch die Konditionen bei Nacht und Dunkelheit zu testen, eine der Besonderheiten bei dieser Veranstaltung und ein Teil der Magie von Le Mans. Zudem war Regen für das Wochenende angesagt, umso besser also, wer gut vorbereitet war.
Auftakt mit Felipe Massa pünktlich um 16.00 Uhr
Der Samstagmorgen stand im Zeichen der Supportrennen und Demonstrationsfahrten. Die Felder der Endurance Racing Legends, der Le Mans Legenden der Nullerjahre.
Es folgte das Porsche Classic Race. In diesem Feld fuhren all jene Legenden aus Zuffenhausen, die Le Mans in den 1960er und 1970er-Jahren geprägt haben – vom 917K bis zum Porsche 935.
Und auch die Sportwagen der Gruppe C hatten ihren Auftritt am Samstag-Morgen. Ja selbst die Kids kamen nicht zu kurz, mit «Little Big Mans» starteten die Jüngsten zu einem Rennen mit Mini-Rennwagen mit Elektro- oder Benzinmotor.
Und während einigen Zuschauern der Kater vom Vorabend noch im Gesicht stand, waren die Teams der sechs Hauptfelder höchst aktiv und die Vorbereitungen liefen auf Hochtouren, um Punkt 16.00 Uhr für die Rennen bereit zu sein.
«Classic Cars – Faszination und Leidenschaft»
5745 Safenwil, Schweiz
- Automobil-Historiker
- Restaurierung & Projekte
- Sachverständiger & Gutachter
- Autohandel (Oldtimer & Youngtimer)
- Wartung & Reparatur
Jaguar, Toyota, Subaru, und weitere
24 Stunden nach einem genauen Zeitplan
Mit dem Feld 4, den Autos der Ära 1962 bis 1965, wurde das Rennen gestartet, dies im klassischen Le Mans-Stil mit den Fahrern, die über die Strecke zu ihren Rennwagen rannten. Dies blieb dem Feld 4 vorbehalten, abei allen weiteren erfolgte der Start rollend, was auch der knappen Zeiten geschuldet ist.
Denn mit jeweils 43 Minuten Fahrzeit der einzelnen Rennfelder war für regen Betrieb auf der Strecke gesorgt. Gegen Mitternacht kam dann der Regen, für manche der grösste Stressfaktor bei einem solchen Rennen oder wie ein Beobachter meinte: «Die Bedingungen haben die Spreu vom Weizen getrennt zwischen Profi-Rennfahrern und Enthusiasten». Dennoch war es eine Freude, Fahrzeugbeherrschung der Extraklasse zu erleben. Nach dem Start von Feld 4 folgte dann der Turnus der Reihe nach durch die einzelnen Kategorien.
Feld 1: Autos von 1923 bis 1939, Feld 2: Autos von 1949 bis 1956, Feld 3: Autos von 1957 bis 1961, das besagte Feld 4: Autos von 1962 bis 1965, Feld 5 für Rennautos von 1963 bis 1971 und das Feld 6 mit Rennwagen von 1972 bis 1981.
Dazwischen geschoben wurden das zweite Rennen der Gruppe C am Sonntag-Morgen früh kurz vor Sechs, mit einem Sprint von 30 Minuten. Allerdings liess das Wetter zu Wünschen übrig so dass dieses Startfeld nach einer Runde nochmals zum Reinfahren abgewunken wurde.
Die Rennen der sechs kompetitiven Startfelder endeten um 15.00 Uhr, währenddessen zum Abschluss nochmals die jüngsten Vertreter, die Endurance Racing Legende sich in einem letzten Rennen/Schaulaufen massen, bevor dann ab 16.00h, in bester Le Mans Tradition, die Motoren wieder schwiegen. Insgesamt haben 2025 rund 800 Fahrzeuge teilgenommen und eine eindrückliche Zuschauermenge von 238'000 Personen die Veranstaltung genossen. Mit französischem Flair organisiert, bleibt der Gesamteindruck für 2025 trotz üblen Wetterphasen positiv!
Die Resultate
Am meisten gefahrene Runden:
Feld 1
Stephen SKIPWORTH/Nigel ARMSTRONG, Aston Martin Speed Model 1939 #9 mit 13 Runden
Feld 2
Thomas WARD, Jaguar XK120 Roadster 1951 #9 > 21 Runden
Feld 3
Didier VEST/Antoine BLANC, Lotus Elite 1961 #9 > 19 Runden
Feld 4
Jean François COGET/Jean Pierre GAGICK Ford Shelby 350 GT R 1965 #9 > 16 Runden
Feld 5
Alexander BRUNDLE/Gary PEARSON, Ford GT40 1965 #9 > 16 Runden
Feld 6
Russell BUSST, Chevron B31 1975 #9 > 18 Runden
Der Performance Index:
Der Performance Index bewertet das Auto, welches die grösste Distanz zurückgelegt hat in Relation zum Hubraum, zum Alter und zu seiner Art: Prototyp, GT, GTS usw.
Feld 1
Mark MANTON, Bentley Speed Six Vanden Plas 1930 #43 mit 43:23.325
Feld 2
Jean - Michel SAVARY/Dominique LEROUX, Peugeot 203 Constantin 1951 #43 mit 1:22:12.171
Feld 3
Anthony BINNINGTON/Mark DANIELL/Neil BURNSIDE, MG A 1600 Twin Cam Coupe 1961
#43 mit 1:45:18.835
Feld 4
Mark DRAIN, Lotus Elan 26R 1965 #43 mit 2:19:49.326
Feld 5
Mathieu CHATEAUX/Jean-Baptiste CHATEAUX, Chevron B16 1971 #43 mit 3:19:52.096
Feld 6
Andreas ROLNER/Lars KERN, Porsche 935 K3 1980 #43 mit 2:28:18.281

























































































































































































































Kommentare