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Oldtimer Galerie Oktober 2019
Bild (1/13): Bugatti 35 (1927) - Bergrennen Bernina Gran Turismo 2019 (© Daniel Reinhard, 2019)
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    Bernina Gran Turismo 2019 – schönster Rennsport zum 90. Geburtstag

    Erstellt am 23. September 2019
    Text:
    Daniel Reinhard
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
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    Vor neunzig Jahren lieferten sich einige der besten Rennfahrer ihrer Zeit erstmals am Berninapass ein Rennen. Auf Staubstrassen - ohne Leitplanken - mit schwer beherrschbaren Fahrzeugen. Dafür mit Mut, Können und dem Erfindergeist der frühen Automobilsportjahre und vor allem mit viel Begeisterung.

    Austro Daimler ADM-R (1928) - Bergrennen Bernina Gran Turismo 2019
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Vor rund 90 Jahren zum ersten Mal

    Das Automobilrennen auf dem Berninapass liegt weit zurück. In den Jahren 1929 und 1930 wurden die ersten zwei Rennen durchgeführt. Die Strecke war rund 16 km lang, startete nördlich von Poschiavo beim «Fulon» und endete auf dem «Baracon». Die erste Austragung wurde vom deutschen Piloten Hans Stuck mit einem Austro-Daimler, das zweite vom französischen Piloten Louis Chiron mit einem Bugatti T47 gewonnen. Im Puschlav hatte Chiron dank seinem waghalsigen Rennen aber auch mit seiner freundlichen Art die Herzen der Jungend erobert. Im Dorf sprach man von «Giron».

    Man wusste schon damals: Um an die schönsten Plätze dieser Erde zu gelangen, war ein Automobil oder Motorrad hilfreich. So blieben das Engadin, das Puschlav, oder der Ort St. Moritz keine unerreichbaren Utopien, sondern erreichbare Ziele.

    Austro Daimler ADM-R (1928) - Bergrennen Bernina Gran Turismo 2019
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Mit Weitsicht haben die Verantwortlichen in der Region damals den Automobilverkehr erlaubt. Zu Ehren dieser Neuerung fand die St. Moritzer Automobilwoche statt, mit ihrem Höhepunkt, dem Berninarennen. Unmengen von Zuschauern säumten die Passstrasse, als die Asse des damaligen Rennsports um den Sieg kämpften. Damals wie heute bedeutete eine derargige Veranstaltung einen erheblichen Aufwand, planerisch wie finanziell.

    Welchen Eindruck mag es damals auf die Menschen in der Region gemacht haben Die Geräusche der Motoren, die staubbedeckten Gesichter der Piloten? Wir wissen es nicht. Offenbar war das Spektakel so eindrucksvoll, dass über drei Generationen die Erinnerung daran lebendig geblieben ist - in der Region und bei den Enthusiasten.

    Wiedergeburt

    85 Jahre später gelang die erste Wiederaufnahme. Eine Veranstaltung, die es so eigentlich gar nicht geben dürfte: Weil es normalerweise unmöglich war, ein Bergrennen wie dieses nach acht Jahrzehnten Pause wieder aufleben zu lassen. Auf einer Hauptverkehrsader. Mit Grenzanbindung. Unter durchaus herausforderndem Wetter- und Logistikvorgaben.

    Ensign N177 (1976) - Bergrennen Bernina Gran Turismo 2019
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Ein intensiver Dialog mit fantastischen Verantwortlichen in Verwaltung und Politik hat es schlussendlich ermöglicht, neben Kompetenz, Konzept und Fokussierung auf Sicherheit und Nachhaltigkeit. Jetzt, im fünften Anlauf, feierten wir das 90 Jahr-Jubiläum des Bernina Bergrennens.
    Wo heute die Fahrer ihre Rennhandschuhe straff ziehen, dann ihre Visiere herunterklappen und die Wagen vor ihnen bis zum Start bei "La Rösa" zählen, wurden früher die Pferde von den Säumern vor dem letzten Aufstieg zum Pass gewechselt.

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    Fast wie damals

    Beim ersten Rennen 1928 hiessen die beiden grossen Favoriten Louis Chiron und Hans Stuck. Zwischen ihnen beiden musste die Entscheidung um den ersten Berninarekord fallen. Der Franzose donnerte  los - und landete  schon nach zwei Kilometern in der Mauer. Kein Härchen wurde  ihm dabei gekrümmt, aber ein Vorderrad ging in Trümmer. Was nichts anderes hiess, als dass Chiron, einer der Hauptanwärter auf den Titel des „Königs der Bernina“, auf der Strecke blieb. So stürmte Stuck den Berg auf der Jagd nach der höchsten Ehre. Und der verwegene Draufgänger schaffte es, schleuderte den blauen Austro-Daimler mit unheimlichem Tempo und unfehlbarer Sicherheit durch die Kurven. 14 Min. 58,4 Sek. verkündete  der Lautsprecher. Stuck also wurde der Held des Tages, als erster trug er seinen Namen in die Liste der Berninarekorde ein.

    Was es bedeutet, die Berninastrecke mit einem Durchschnitt von 66,4 km/h zu erledigen, das wissen voll und ganz nur jene zu würdigen, die Zeuge von Stucks atembeklemmender Fahrt waren.

    Wie der Vater so (fast) der Sohn

    Einer wollte es aber noch einmal ganz genau wissen und setzte sich in den Austro Daimler seines Vaters. Hans Joachim Stuck fuhr am Wochenende den Siegerwagen seines berühmten Vaters aus dem Jahr 1928 und zeigte grosse Begeisterung. Die Strecke ist heute wesentlich kürzer und natürlich asphaltiert, aber trotzdem bekommt man ein Gefühl, was die Fahrer damals leisteten.

    Austro Daimler ADM-R (1928) - Bergrennen Bernina Gran Turismo 2019
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Stuck erzielte mit dem 90 Jahre alten Wagen eine Zeit von 5:15.56. "Nur" zwei Minuten schneller war Ronnie Kessel im ex-F1-Rennwagen von Clay Regazzoni, dem Ensign aus dem Jahre 1976.

    ZG Archiv AMS 2019

    Bugatti alt und neu

    Faszinierend war zu beobachten wie atemberaubend schnell Martin Halusa mit dem Bugatti 35 unterwegs war und wie langsam sich im Vergleich der moderne Bugatti Chiron zeigte.

    Bugatti 35 (1927) - Bergrennen Bernina Gran Turismo 2019
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Leider liegen vom Chiron keine Zeiten vor, doch die 4:06,15 von Halusa im T35 erscheinen schlichtweg sensationell.

    Bugatti Chiron (2016) - Bergrennen Bernina Gran Turismo 2019
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

    Diesmal passte alles

    Die Veranstaltung zeigte sich von seiner allerbesten Seite. Wetter passte und das Fahrzeugaufgebot war absolut sehenswert.
    Mit einer eigenen Vorkriegsklasse à la Klausen könnte man den Event vielleicht noch etwas mehr in die Nähe der ruhmvollen Vergangenheit rücken. Mit den maximal 80 Autos ist der Terminplan aber nicht masslos überstrapaziert, die Piloten kommen zum Fahren und es gibt auch genug Zeit um die notwendigen logistischen Probleme, wie Postauto-Fahrten usw, zu lösen.