Volkswagen Karmann Ghia Typ 14 und Typ 34 im Vergleich – kann denn Größe Sünde sein?
Zusammenfassung
Nach Jahren fährt der „große Karmann“ endlich aus der automobilen Versenkung. Was macht den eckigen Verwandten des erfolgreichen Typ 14 heutzutage so interessant? Der Antwort auf diese Frage geht dieser Fahrzeugbericht nach, angereichert mit vielen neuzeitlichen Bildern, sowie auch einigen historischen.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Solitär in Blech
- Auf zu neuen Ufern
- Verschollen in der Kleinserie
- Romantik in Blech
- Neuzeitliche Coolness
- Schicke Schale, lahmer Kern
- Und welcher ist jetzt besser?
Geschätzte Lesedauer: 8min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Karmann Gdschiha, so oder so ähnlich lautet oft der wenig fachkundige Ausruf beim Auftauchen des wohl klassischsten Autos aus Osnabrück. Jeder, der bis 1975 geboren wurde, kennt das als Coupé und als Cabriolet produzierte Käferderivat und kann es mit dem Namen Karmann verbinden. Für die Osnabrücker wurde das Auto zum Markenzeichen, ganz so wie der Käfer für Volkswagen. Auch wenn vielen der Bewunderer wohl nicht bewußt war, dass dieser Sportwagen der Wirtschaftswunderzeit aus italienischer Feder stammte. Denn der für manch einen Deutschen schier unaussprechliche Nachname des Karmann wies auf die Ghia S.p.A Carozzeria in Turin hin, die wiederum für das Design dieses formschönsten Volkswagen der Nachkriegszeit verantwortlich zeigte. Das Design des 1955 auf der IAA vorgestellten Coupé war so überzeugend, dass wenig später (1957) ein ebenso zauberhaft aussehendes Cabriolet folgte.
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Auch meine Wahrnehmung des Typ 34 hat sich geändert. Auch wenn argumentiert werden kann, dass dessen Designer ein bisschen zu lange in Corvair-Prospekten gestöbert hatten, ist dabei ein "erwachsenerer" wirkendes Fahrzeug mit eleganter Silhouette nach dem Geschmack der frühen 1960er entstanden.
Ich vertrete immer die Ansicht, dass die Versatzstücke der Vergangenheit oft etwas aufgebessert werden müssen, um unseren geschönten Erinnerungen gerecht zu werden. Hier stellt sich dann möglicherweise die Frage des Motorentunings.
Mich würden Tuning-Empfehlungen für Stossstangenboxer (schreibt man das in der Schweiz ohne ß so?) interessieren, die auch hinsichtlich Lautstärke und Benzinverbrauch (keine 16 Liter) alltagstauglich sind. Oder hat nur Porsche geschafft, tatsächliche 70 bis 90 PS aus einem 1600er zu generieren.
Oftmals hilft es ja schon viel, wenn nur die angegebene Prospektleistung tatsächlich an den Hinterrädern messbar gemacht werden kann. Also ohne _nominale_ Leistungssteigerung. Danke für alle Hinweise.

Deshalb gebe ich gerne kund, daß der große Karmann als 1500 S der Jahre ´63-´65 und 54 PS mit ca. 145/148 km/h und 17 sec. von 0-100km/h für seine Zeit ein flottes Auto war! Ganz anders eben als der zeitgleiche kleine Karmann mit 34 PS. Der 1500 S Motor war allerdings nicht ganz vollgasfest, bergab auf Vollgas geblieben, das bedeutete oft einen Motorschaden zu provozieren. Der 1600er mit ebenfalls 54 PS ab 8/65 bis zum Schluß ging zwar nicht mehr ganz so sportlich, aber er hielt wieder besser, erreichte wieder eine hohe Laufleistung. Für mich war es nie eine Frage, der große Karmann ist das ganz eindeutig bessere Auto.








































































































































































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