Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen eine angenehmere Nutzung zu ermöglichen: Mehr Informationen.
 
Einloggen und mehr sehen: Login
 
 
Jetzt einloggen oder kostenlos registrieren...
... und viel mehr Fotos und Artikel sehen.
SC-Abo-Kampagne
Bild (1/1): Talbot AV 105 (1934) - in der Steilwand (© Bonhams, 2014)
Fotogalerie: Nur 1 von total 25 Fotos!
24 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

Markenseiten

Alles über Talbot

Aus dem Zeitschriftenarchiv

Suche nach ähnlichem Inhalt

Inserate

Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
Talbot (F) Horizon (1978-1982)
Limousine, fünftürig, 55 PS, 1110 cm3
Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
Talbot (F) Horizon (1978-1982)
Limousine, fünftürig, 59 PS, 1278 cm3
Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
Talbot (F) Horizon (1978-1982)
Limousine, fünftürig, 69 PS, 1424 cm3
Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
Talbot (F) Horizon (1978-1985)
Limousine, fünftürig, 83 PS, 1424 cm3
Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
Talbot (F) Horizon (1981-1983)
Limousine, fünftürig, 54 PS, 1278 cm3
 
Zwischengas Premium Light SKY: Jetzt Premium Light kaufen
Artikel drucken
Diese Funktion ist nur dann verfügbar, wenn Sie angemeldet sind.

  • Falls Sie einen Benutzernamen haben, melden Sie sich an (Login).
  • Ansonsten können Sie sich kostenlos registrieren!
  • Persönliches Archiv
    Sie können nur dann Inhalte dem persönlichen Archiv hinzufügen, wenn Sie angemeldet sind.

    Sie haben Benutzername und Passwort?
    Dann melden Sie sich an (Login).

    Noch kein Benutzername?
    Die Registrierung ist kostenlos und dauert höchstens eine Minute.

    Talbot AV 105 - der schnellste Viersitzer der Welt mit Schweizer Akzent

    Erstellt am 20. November 2014
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Bonhams 
    (12)
    Talbot Owners Club - Courtesy Bonhams 
    (7)
    L A T - Courtesy Bonhams 
    (6)
     
    25 Fotogalerie
    Sie sehen 1 von 25 Fotos
    Weshalb nicht alle Fotos?

    Wie kann man alle Fotos sehen?

    24 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
    Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

    In den Dreissigerjahren war ein Talbot AV 105 aus dem Jahr 1934 der schnellste Viersitzer der Welt. Konzipiert wurde der Wagen durch den Schweizer Georges Roesch und man kennt ihn auch als Sieger der Internationalen Alpenfahrt 1934.

    Talbot AV 105 (1934) - auf die schnelle Fahrt getrimmt
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Siegreiche Evolution

    Im Jahr 1903 gründeten Charls Chetwynd-Talbot und Adolphe Clément-Bayard eine Autofirma, die vorerst Clément-Talbot hiess und Fahrzeuge des französichen Herstellers Clément-Bayard importierte. Bereits 1906 vermarktete man selbst konstruierte Autos und war der erste Autohersteller, der ein Auto baute, das 100 Meilen in weniger als einer Stunde fahren konnten.

    Während des ersten Weltkriegs wich man auf Ambulanzfahrzeuge aus. Talbot wurde dann von Darracq übernommen, und diese wurden ein Jahr darauf Teil des Sunbeam-Talbot-Darracq-Konglomerats.

    Im Jahr 1916 trat der Genfer Ingenieur Georges Roesch in die Firma ein und verantwortete als Chefingenieur einige sehr erfolgreichen Automobile.

    Der Talbot 90 wurde zu Rennzwecken im Jahr 1930 vorgestellt. Er baute auf den bisherigen Entwicklungen und insbesondere einem sorgfältig konstruierten Reihen-Sechsyzlindermotor auf, der als 2,3-Liter im Talbot 90 93 PS leistete. Damit konnte man auf Augenhöhe gegen die Mercedes Benz SSK und die Bentley Speed Six antreten. Die beiden gemeldeten Talbot 90 beendeten die 24 Stunden von Le Mans im Jahr 1930 auf dem dritten und vierten Platz. Im Jahr darauf erreichte wiederum ein Talbot den dritten Rang, mit einem fast drei Liter grossen Motor und rund 140 PS zum Talbot AV 105 weiterentwickelt.

    Talbot AV 105 (1934) - Reihen-Sechszylindermotor
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Das Besondere an diesen Talbot-Fahrzeugen war der Motor, der Einfachheit mit Raffinesse verband. Georges Roesch war ein begnadeter Techniker und erkannte sich mit Metallen aus. Die Kurbelwelle war siebenfach gelagert, die Nockenwelle war chromüberzogen, Kolben und Ventile wurden aus leichtgewichtigen Werkstoffen hergestellt, um eine höhere Drehzahlen zu erreichen. Dank hoher Präzision bei der Herstellung galten die Talbot-Triebwerke als wesentlich zuverlässiger als viele andere Motoren der gleichen Leistungsklasse.

    Talbot AV 105 (1934) - mit Bootsheck
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Über 330 Talbot AV 105 wurden hergestellt in den Dreissigerjahren und sie waren auch ein kommerzieller Erfolg für die Firma.

    Ein ganz besonderer Talbot AV 105

    Talbot war nach den Rennerfolgen in den Jahren 1930 und 1931 nicht mehr sehr aktiv im Renngeschehen und dies gab dem englischen Händler Mike Couper die Gelegenheit, Talbot einen Wiedereinstieg in den Rennsport vorzuschlagen, da die Marke in Vergessenheit zu geraten drohte. Er schlug ein Rennteam vor, das an der Internationalen Alpenfahrt 1934 teilnehmen sollte und dort beweisen sollte, dass der Talbot AV 105 auch in seinem vierten Jahr immer noch gegen jeden anderen Wagen antreten konnte.

    Und da Couper auch noch Sponsoren mitbrachte, war die finanziell gebeutelte Sunbeam-Talbot-Darracq-Gruppe nur allzu gern bereit, das Abenteuer zu unterstützen.

    Talbot AV 105 (1934) - vor der Internationalen Alpenfahrt in London aufgenommen
    © Copyright / Fotograf: Talbot Owners Club - Courtesy Bonhams

    Man stellte drei Talbot AV 105 bereit, die die Nummernschilder “BGH 21” bis “BHG 23” erhielten. Am 16. Juli 1934 gelangte das Fahrgestell von “BHG 23” an den Karosseriebauer, der einen den Reglementen der Alpenfahrt entsprechenden Aufbau auf das Chassis setzte.

    Angebote von Zwischengas-Spezialisten
     
    Auto Zürich 2019 Variante 2

    Die Herausforderungen der Internationalen Alpenfahrt

    Die sechste Internationale Alpenfahrt des Jahres 1934 wurde vom Deutschen Autombilclub unter Mitwirkung der Automobilclubs von Frankfurt, Italien, der Schweiz, Grossbritannien, Österreich und Jugoslawien organisiert. Sie begann am 7. August 1934 in Nizza und endete am 12. August 1934 in München.

    Auf sechs Etappen mussten 2879,2 Kilometer zurückgelegt werden. Gefahren wurde auf öffentlichen und nicht gesperrten Strassen, was für die übrigen Strassenbenützer, aber auch für die Teilnehmer nicht ungefährlich war.

    Nicht von ungefähr liess denn auch das Berner Strassenverkehrsamt in der Automobil Revue 44 des Jahres 1934 folgende Mitteilung veröffentlichen:
    “Internationale Alpenfahrt 1934. Wir machen die Strassenbenützer, hauptsächlich die Motorfahrzeugführer auf die Veranstaltung der Internationalen Alpenfahrt, soweit das Gebiet des Kantons Bern betreffend, aufmerksam. Der Fahrplan für die Konkurrenten ist in der AR erschienen.
    Um den Fahrern die nötige Sicherheit auf der Strasse zu ermöglichen, ersuchen wir die Motorfahrzeugführer, die bezeichneten Routen zu den angegebenen Zeiten nichtt zu benützen, in dringenden Fällen aber äusserste Vorsicht walten zu lassen.
    Die Streckenaufsicht wid von Polizeiorganen, eigens dazu bezeichneten Streckenaufsehern und Komissären des schweizerischen Automobilclubs versehen. Diese stehen für weitere Auskünfte gerne zur Verfügung. Strassenverkehrsamt des Kantons Bern.”

    158 Fahrzeuge aus zehn Nationen waren für die Alpenfahrt gemeldet, 127 Fahrzeuge starteten tatsächlich in Nizza. Es dauerte jeweils rund 3,5 Stunden, bis der Tross einen bestimmten Streckenabschnitt durchfahren hatte. Als Trophäen winkten Alpen- und Gletscherpokale in den Einzel- und Teamwertungen. Wichtig waren Zuverlässigkeit und minimale Strafpunkte.

    Dreissig der 127 Fahrzeuge erreichten das Ziel nicht. Am grössten war die Ausfallrate bei den schnellsten und hubraumstärksten Fahrzeugen, am zuverlässigsten waren die Autos mit 1000 bis 1500 cm3. In der Gruppe II, in der die Talbot antraten, schieden 33% der Fahrzeuge aus.

    Siegreiche Talbot

    Die drei Talbot schlugen sich hervorragend und siegten ex-aequo mit den Adlerwerken in der Gruppe II. Offensichtlich befanden sich die Wagen am Ziel immer noch in bestem Zustand. Nicht mal eine Kerze musste gewechselt werden, wurde damals erzählt.

    Talbot AV 105 (1934) - auf steinigen Pfaden an der Internationalen Alpenfahrt 1934
    © Copyright / Fotograf: Talbot Owners Club - Courtesy Bonhams

    Mit diesem siegreichen Einstand war die Rennkarriere von BHG 23 allerdings noch lange nicht vorbei.

    SC75 Sujet 2

    Mehrjährige Rennkarriere

    Mike Couper, der BHG 23 schon auf der Alpenfahrt gesteuert hatte, setzte den viersitzigen Rennsportwagen bei diversen Rennen in Brooklands ein und steigerte seine Durchschnittsgeschwindigkeit bei den Einstundenrennen Jahr für Jahr. Aus 85,06 Meilen im Jahr 1934 wurden 99,61 Meilen im Jahr 1935.

    Talbot AV 105 (1934) - Rekordfahrten in Brooklands im Jahr 1937
    © Copyright / Fotograf: Talbot Owners Club - Courtesy Bonhams

    Georges Roesch quetschte noch mehr Hubraum aus dem immer gleich grossen Motorblock heraus, die Leistung stieg auf 145 PS bei 3,3 Liter Hubraum. Damit wurden Rundendurchschnittsgeschwindigkeiten von 119,43 Meilen pro Stunde möglich und 1937 steigerte sich Couper im Talbot auf 123,58 Meilen pro Stunde für eine Runde und schlug damit den bestehenden Bentley-Viersitzer-Rekord. 1938 schliesslich steigerte man sich mit weiteren Motoreingriffen auf 129,7 Meilen pro Stunde für die Brooklands-Runde und damit war der Talbot 105 der schnellste viersitzige Tourensportwagen jener Zeit.

    Modifikationen und Rückbauten

    In der ganzen Zeit fuhr Couper den Wagen natürlich auf Achse zu den Rennen und zurück, schliesslich kaufte er ihn von Talbot und reichte ihn während des zweiten Weltkriegs an H. J. Ripley weiter. Dieser änderte den Aufbau und dies nicht zum Besten. Über die Jahre wechselte der Talbot 105 mehrfach den Besitzer und bereits in den Sechzigerjahren erhielt BHG 23 dann wieder eine korrekte Replica-Karrosserie. Die ursprüngliche Originalkarosserie hatte ihren Weg auf einen 4 1/2 Liter Bentley gefunden und konnte in den Siebzigerjahren wieder mit dem Originalchassis wiedervereinigt werden.

    Talbot AV 105 (1934) - am Bergrennen von Prescot
    © Copyright / Fotograf: Talbot Owners Club - Courtesy Bonhams

    Auch als historischer Rennwagen war der Talbot 105 bereits in den Sechziger- und Siebzigerjahren erfolgreich und diese Serie setzte sich bis in die heutige Zeit fort, u.a. mit einem vierten Platz in der Rallye Liege-Rom des Jahres 2003. Man sah ihn in Silverstone und Spa, aber auch auf dem Nürburgring fahren, aber auch bei der Le Mans Classic und bei vielen Alpen-Rallyes antreten.

    Jetzt, 80 Jahre nach seinem Bau, wird der Talbot AV 105 mit Chassis-Nummer 38706 von Bonhams an der Bond Street Versteigerung am 30. November 2014 angeboten, zum Schätzpreis von £ 800’000 bis 1’200’000 (CHF 1,2 bis 1,8 Millionen, Euro 1,0 bis 1,5 Millionen).

    Weitere Informationen

    Alle 25 Bilder zu diesem Artikel

    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    to******:
    08.11.2016 (23:09)
    In Brooklands ist er mit allen 4 Rädern in Luft - offensichtlich mit allen gleich hoch.
    Derart perfekte Fahrwerkabstimmungen sind auch heute praktisch inexistent;
    Ausnahme vielleicht der Serien-Rallyweltmeister Lancia Delta HF Integrale.
    Möchten Sie einen Kommentar abgeben?
  • Sie haben bereits einen Benutzernamen für Zwischengas?
    Dann melden Sie sich an (Login).
  • Sie haben noch kein Profil bei Zwischengas? Die Registrierung ist kostenlos und geht ganz schnell.
  • Markenseiten

    Alles über Talbot

    Aus dem Zeitschriftenarchiv

    Suche nach ähnlichem Inhalt

    Inserate

    Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

    Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
    Talbot (F) Horizon (1978-1982)
    Limousine, fünftürig, 55 PS, 1110 cm3
    Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
    Talbot (F) Horizon (1978-1982)
    Limousine, fünftürig, 59 PS, 1278 cm3
    Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
    Talbot (F) Horizon (1978-1982)
    Limousine, fünftürig, 69 PS, 1424 cm3
    Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
    Talbot (F) Horizon (1978-1985)
    Limousine, fünftürig, 83 PS, 1424 cm3
    Preisbereich TIEF: € 0 bis 5'000
    Talbot (F) Horizon (1981-1983)
    Limousine, fünftürig, 54 PS, 1278 cm3
    Motorex
    Motorex