Für Diesel-Fans – Mercedes-Benz D 3.0 im (historischen) Test
Zusammenfassung
Heute denkt man bei Mercedes schnell an die legendär robusten Diesel-Motoren. Blicken wir zurück ins Jahr 1974, als der 240 D 3.0 vorgestellt wurde; mit seinem Fünfzylinder-Motor legte er den Grundstein für weitere leistungsstarke Dieselfahrzeuge. Dieser zeitgenössische Testbericht fühlt dem Diesel-Fünfzylinder auf den Zahn.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Bedienung/Fahren
- Motorentechnik
- 240 D + 1
- 360° geteilt durch 5
- Pluspunkte
- Minuspunkte
- Gesamturteil
- Technische Daten
Geschätzte Lesedauer: 10min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Daimler-Benz erlebt einen Dieselboom wie noch nie zuvor. Dieselanteile an der Personenwagenproduktion zeigen steigende Tendenzen, in diesem Jahr werden es deutlich über 40 Prozent sein. Kein Wunder, daß Daimler-Benz bemüht war, die Palette der Dieselmodelle durch ein leistungsfähiges Modell zu ergänzen. Statt größerem Zylinderinhalt hängte man an die vorhandenen vier Zylinder des 240 D (601 ccm pro Zylinder) einen fünften an. Ergebnis: Fünfzylindermotor mit drei Liter Hubraum und 80 PS. Ausführliches dazu im Motorenkapitel. Das neue Dieselgefühl beginnt schon beim Anlassen. Der etwas umständliche Zugknopf fürs Vorglühen bei den bisherigen Modellen (200 D, 220 D, 240 D) fehlt beim 240 D 3.0. Beim Dreiliter braucht der Zündschlüssel nur noch in Fahrtstellung gebracht zu werden. Über ein Relais wird dann der Vorglühgang eingeleitet und eine Kontrolleuchte im Kombiinstrument leuchtet auf. Sobald die Kontrolleuchte erlischt, kann mit dem Zündschlüssel der Motor gestartet werden. Der Anlaßvorgang verläuft also wesentlich bequemer – und, wenn man so will, umgekehrt zum bisherigen System. (Für Nichtkenner des Dieselsystems: Bei den anderen Dieselmodellen herumlangen um das Lenkrad, Zugknopf ziehen bis Kontrolle aufglüht, dann Knopf voll durchziehen und starten.) Bei warmem Motor genügt jetzt eine verkürzte Vorglühzeit oder die Kontrolleuchte leuchtet gar nicht auf. Der Motor kann dann sofort gestartet werden.
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Bilder zu diesem Artikel

In der Überschrift fehlt „240“ vor dem „D 3.0“.
Ad Bild 13: Mercedes-Benz 240 D 3.0 (1973) – Mit Dachfenster
Ein Dachfenster gab es nicht beim W115. Mercedes bot ein manuell und ein elektrisch betriebenes Stahlschiebedach als Sonderausstattung an.
Ein Schiebedach ist eine lichtundurchlässige Abdeckung auf dem Fahrzeugdach. Unter einem Dachfenster verstehe ich eher ein festes Panoramadach oder ein aufstellbares Glas-Hubdach (Spoiler-Dach).
Ad Bilder 7 bis 15:
Das Jahr 1973 kann nicht stimmen. Die Bauzeit (Serienproduktion) war im Zeitraum von 10.1974 bis 11.1976.













































































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