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Bild (1/9): Hispano-Suiza Alfonso VIII - Der fliegende Schwan (© Adam Warner - Courtesy RM/Sotheby’s, 2019)
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    Hispano-Suiza Alfonso VIII - Luxus-Sportwagen für die Elite

    Erstellt am 25. Februar 2020
    Text:
    Daniel Koch
    Fotos:
    Daniel Reinhard 
    (2)
    Adam Warner - Courtesy RM/Sotheby’s 
    (29)
    Bruno von Rotz 
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    Zwischen dem ersten und dem zweiten Weltkrieg baute Hispano-Suiza die teuersten Autos der Welt, sie kosteten rund GBP 2500.-, was dem Preis von zwei stattlichen Häusern entsprach. Als Gegenwert erhielt der Kunde ein sportliches Luxusfahrzeug, mit dem er sich sowohl vor der Oper, als auch auf der Rennstrecke sehen lassen konnte.

    Hispano-Suiza Alfonso VIII - Auch die Sporterfolge blieben nicht aus
    © Copyright / Fotograf: Adam Warner - Courtesy RM/Sotheby’s

    Schweizer in Spanien

    Der Schweizer Ingenieur Marc Birkigt gründete in Barcelona 1904 die Firma "La Hispano-Suiza de Automoviles". Er nutzte dazu die Konkursmasse der Firma "Castro y Cia", bei welcher er zuvor als Konstrukteur arbeitete. Ab 1911 verlegte er den Haupt-Produktionsstandort nach Bois-Colombes bei Paris, wo auch die meisten Fahrzeuge der Firmengeschichte entstanden. Hispano-Suiza gilt daher als französisch-spanische Marke, obwohl alle Autos die spanischen und schweizerischen Landesfarben auf dem Emblem im Kühlergrill trugen.

    Hispano-Suiza Alfonso VIII - Die Landesfarben der Schweiz und Spaniens
    © Copyright / Fotograf: Adam Warner - Courtesy RM/Sotheby’s

    Wohl auch Dank seiner Schweizer Wurzeln wurden die Hispano-Suiza Modelle in der Schweiz als Lizenzprodukte mit dem Namen Piccard-Pictet (oder Pic-Pic) hergestellt und vertrieben.

    Ehrerbietung an Kriegshelden

    Als Markenzeichen wählte Birkigt den "cigogne volante", einen fliegenden Storch, der im ersten Weltkrieg das Staffelzeichen des französischen Kampffliegers Georges Guynemer war. Birkigt baute damals Flugzeugmotoren, die als unzerstörbar galten, und Guynemer flog seine Kampferfolge mit diesen Hispano-Suiza V8-Motoren ein.

    Hispano-Suiza Alfonso VIII - Der Schwan erinnert an den Kampfflieger Georges Guynemer
    © Copyright / Fotograf: Adam Warner - Courtesy RM/Sotheby’s
    Angebote von Zwischengas-Spezialisten
     
    SwissClassics78

    Der Monarch liebt den Luxus und das Tempo

    Der spanische König Alfonso XIII war rennsportbegeistert, und ein grosser Liebhaber der Hispano-Suiza Luxusfahrzeuge. Er kaufte sich von jedem Modell, das auf den Markt kam, ein Exemplar. Um sich für die Kundentreue zu bedanken, nannte Birkigt 1912 seine neueste Kreation, den Type 15, Alfonso XIII.

    Hispano-Suiza Alfonso VIII - Die Höchstgeschwindigkeit betrug 120 km/h
    © Copyright / Fotograf: Adam Warner - Courtesy RM/Sotheby’s

    Erfahrung aus der Aviatik

    Durch die Verwendung von Aluminium im Motorenbau verminderte Birkigt das Gewicht auf die Vorderachse, denn mit Gewichtseinsparung war er aus dem Flugzeugmotorenbau bestens vertraut. Waren die ersten Modelle noch mit Sechszylindermotoren bestückt, griff Birkigt beim Alfonso XIII auf eine Vierzylindermaschine zurück, und bot diese wahlweise mit 2613 oder 3615 ccm, ab 1914 legte man noch mit einem 4086 ccm Motor nach.

    Hispano-Suiza Alfonso VIII - 3.2 Liter Vierzylindermotor
    © Copyright / Fotograf: Adam Warner - Courtesy RM/Sotheby’s

    Der 3.6 Liter Motor leistete 64 PS, die schon bei moderaten 2300 U/min abrufbar waren, und als Höchstgeschwindigkeit garantierte Hispano-Suiza 120 km/h. Birkigt verband die revolutionäre, verblockte Motor- und Getriebeeinheit fest mit dem Chassis, was wesentlich zur Chassissteifigkeit beitrug.

    Obwohl die Wettbewerbswagen nicht von Anfang an siegfähig waren, bestätigten spätere Rennerfolge, dass man mit der Konstruktion auf dem richtigen Weg war. Geschaltet wurde bis 1913 mit einem (selbstverständlich unsynchronisiertem) Dreigang-Schubradgetriebe, danach kam ein Vierganggetriebe mit Konuskupplung zum Einsatz. Für die Verzögerung sorgten Trommelbremsen, wobei die Handbremse auf zwei eigene, kleine Trommeln an den Hinterrädern wirkte. Das Fahrwerk erhielt je nach Chassislänge Halb- oder Dreivierteleliptikfedern mit Reibungsdämpfern.

    Hispano-Suiza Alfonso VIII - Das lange Chassis wurde mit Dreivierteleliptikfedern ausgerüstet
    © Copyright / Fotograf: Adam Warner - Courtesy RM/Sotheby’s
    Heel Porsche Fahrer Banner: Porsche Fahrer

    Ganz nach Wunsch des Kunden

    Wie damals üblich, wurden Chassis mit verschiedenen Radständen angeboten, der Kunde konnte entscheiden, ob es 240, 266 oder 300 cm sein sollten, wobei die Spurweite je nach Chassis 122 oder 129 cm betrug. Abhängig von der Wahl der Länge wog das Chassis zwischen 660 und 762 Kilogramm, das Gesamtgewicht hing danach davon ab, welche Karosserie man sich schneidern liess.

    Hispano-Suiza Alfonso VIII - Die Spurbreite betrug je nach Chassis 122 oder 129 cm
    © Copyright / Fotograf: Adam Warner - Courtesy RM/Sotheby’s

    Der Chauffeur muss mehr kurbeln

    Eine Spezialität gab es im Cockpit, denn der Kunde konnte zwischen zwei Lenkrädern wählen: Das Lenkrad für den Chauffeur war klein, damit er schnell ein- und aussteigen konnte, um den Herrschaften behilflich zu sein, der Selbstfahrer hingegen bekam ein grosses Lenkrad, um die Lenkkräfte zu senken.

    Hispano-Suiza Alfonso VIII - Knappes Cockpit
    © Copyright / Fotograf: Adam Warner - Courtesy RM/Sotheby’s

    Erfindergeist

    Birkigt war nicht ausschliesslich wegen der Hispano-Suiza Automobile ein angesehener Mann, ihm wird auch die Erfindung einer Servo-unterstützten Vierradbremse zugeschrieben, für die Rolls Royce im Jahr 1925 eine Lizenz erwarb, und in ihre eigenen Luxuskarossen einbaute, und er soll auch das Patent auf den für den Zentralverschluss von Speichenrädern angemeldet haben.

    Hispano-Suiza Alfonso VIII - Das Fahrwerk verfügte über Reibungsdämpfer
    © Copyright / Fotograf: Adam Warner - Courtesy RM/Sotheby’s
    Heel Banner 2: Heel Oldtimer

    Wirtschaftskrise und Krieg

    Schon Mitte der Dreissigerjahre wurde die Wirtschaftslage zunehmends schwieriger. 1938, mitten in der wirtschaftlichen Depression, und kurz vor Ausbruch des zweiten Weltkriegs, musste Birkigt die Tore von Hispano-Suiza für immer schliessen, und wandte sich wieder der Konstruktion von Flugzeugmotoren zu.

    Wertvolle Automobile

    Der Hispano-Suiza Alfonso VIII wird oft als erster Sport- oder Rennwagen der Welt bezeichnet, da er vor den erfolgreichen Bentley- oder Bugatti-Rennautos konstruiert wurde. Heute sind die Fahrzeuge des findigen Schweizers kaum noch auf der Strasse anzutreffen, viele davon stehen in Museen oder Sammlungen.

    Hispano-Suiza Alfonso Model XIII (1912) - Mr. und Ms. Briggs Cunningham zeigen stolz ihren Alfonso anlässlich der Eröffnung ihres Museums
    © Archiv Automobil Revue

    An der Auktion des Automobilsalon in Genf 1976 wurde ein Hispano-Suiza Alfonso auf etwa CHF 50'000 geschätzt, was heute teuerungsbereinigt rund CHF 100'000 (EUR 94'000) entspricht.

    Das in diesem Bericht porträtierte Fahrzeug mit dem 300 cm langen Chassis wurde am 5. Februar 2020 an der RM/Sotheby's Auktion an der Rétromobile Paris samt älterer Zusatzkarosserie mit einem Schätzpreis von CHF 690'000-950'000 (EUR 650'000-900'000) angeboten, aber mit dem Höchstgebot von CHF 670'000 (EUR 630'000) blieb es unverkauft.

    Hispano-Suiza Alfonso XIII (1913) - als Lot 158 versteigert durch RM/Sotheby's in Paris am 5. Februar 2020
    © Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

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    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    Ch******:
    04.03.2020 (12:50)
    Es war nicht Marc Birkigt, der die Hispano-Suiza Aktgiengesellschaft 1904 gründete, als Gründer unterzeichneten Damian Mateu y Bisa, Salvador Andreu, Francisco Seix, Tomás Recolons und Martin Trías y Domenech, alles Geschäftsleute aus Barcelona. Birkigt war hoch angesehen bei Ihnen und sofort als Technischer Direktor der neuen Firma bestätigt... und, Birkigt investierte viel eigenes Kapital und kaufte einen Teil der Aktien der neuen Firma. Damian Mateu war die ganzen Jahre über der grosse Geldgeber, auch das Zweigwerk in Frankreich, wo dann die meisten Hispano-Suiza PKWs gebaut wurden, wurde von ihm finanziert. Das spanische Werk in Barcelona existierte weiterhin, baute PKWs, LKWs und Busse... Alles nachzulesen im Buch Hispano-Suiza/Pegaso Un Siglo de Camiones y Autobuses.
    Übrigens baute der Vor- Vorläufer Emilio de la Cuadra schon ab 1899 in Spanien die ersten Elektro- und Hybridfahrzeuge...zusammen mit Marc Birkigt und zwei weiteren schweizer Experten. Grüsse aus Spanien
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