Bugatti T101C-X – Der Tod ist schwer zu überleben
Zusammenfassung
Mitte der Sechzigerjahre wollte der ehemalige Chrysler-Chefstylist Virgil Exner die Marke Bugatti wiederbeleben, doch mit der Idee kam er 25 Jahre zu früh. Sein hübsch-hässliches Einzelstück wurde zum letzten fertiggestellten Bugatti der klassischen Ära.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Alter Wein in neuen Schläuchen
- Fünf Hufeisen im Oval
- Ex to the C
- Selbstständigkeit mit dem Sohn
- Exner kauf einen halben Bugatti
- Entworfen in Michigan, gebaut in Turin
- Premiere in Turin
Geschätzte Lesedauer: 10min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Nach dem zweiten Weltkrieg blickte Bugatti einer ungewissen Zukunft entgegen. Der Tod von Firmengründer Ettore lag noch keine zwei Monate zurück, als sich am 23. Oktober 1947 die Tore des 34. "Salon de l‘Automobile" in Paris öffneten. Dort zeigte Bugatti Motor und Fahrgestell des neuen Vierzylindermodells Typ 73 sowie einen daraus abgeleiteten dohc-Rennmotor mit 1,5 Litern Hubraum, die heimlich während der deutschen Besatzungszeit in Molsheim entwickelt worden waren. Zur geplanten Serienfertigung kam es jedoch nicht. Obwohl Ettores Sohn Roland (sein älterer Bruder Jean war 1939 bei einer Testfahrt tödlich verunglückt) das offizielle Oberhaupt von Bugatti war, leitete nach dem Tod des Patrons zunächst der ehemalige Rennfahrer Pierre Marco, der bereits 30 Jahre für Ettore gearbeitet hatte, die Geschäfte in Molsheim. Unter seiner Leitung widmete sich Bugatti mehr dem Erhalt und der Instandsetzung der bereits produzierten Bugatti-Automobile sowie der Wartung der Bugatti-Triebwagen, die in Frankreich noch bis 1958 in Betrieb bleiben sollten. Für den angestrebten Neuanfang im Autobau initiierte er die Konstruktion eines neuen Modells auf Basis des erfolgreichen Typ 57.
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