Romeo und Gretchen – Oder: Nicht mehr laufen, Alfa kaufen
Zusammenfassung
1958 übernahm NSU in Neckarsulm den Verkauf von Alfa-Romeo-Modellen in Deutschland. Geplant war der Aufbau eines deutschen Kundendienstnetzes und gar die spätere Giulietta-Montage bei NSU. Im Gegenzug sollte Alfa Romeo in Italien den Vertrieb des NSU Prinz übernehmen. Doch daraus wurde nichts. NSU und Alfa Romeo trennten sich bereits zwei Jahre später – was war schiefgelaufen?
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Weihnachten im April
- Geschenke und Genuss
- Das wahre Italien in Deutschland
- Geldgewinn, Vertrauensverlust
Geschätzte Lesedauer: 8min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
NSU und Alfa Romeo – am Anfang war das eine deutsch-italienische Romanze mit durchaus rationalem Hintersinn. Ralph Plagmann, einst für NSU zuständiger Historiker der Audi AG, recherchierte die anfängliche Liebesbeziehung akribisch – und auch deren Ende. "Viktor Frankenberger, der Technische Direktor und stellvertretende Generaldirektor der NSU Werke AG", so Plagmann, "war bekennender Italien-Liebhaber." So hätten beispielsweise dessen frühen Kontakte zum Lambretta-Produzenten Innocenti in Mailand dazu geführt, dass 1952 in Neckarsulm der Lizenzbau der italienischen Motorroller startete. Plagmann weiter: "Viktor Frankenberger nahm später auch mit Alfa Romeo Kontakt auf, der dadurch intensiviert wurde, dass er Franco (den Sohn des Alfa-Romeo-Generaldirektors Dr. Francesco Quaroni) als seinen persönlichen Assistenten im Neckarsulmer NSU-Werk beschäftigte." Am 31. März 1958, also im Monat der Wiederaufnahme der NSU-Automobilproduktion nach 26 Jahren Vierrad-Abstinenz der Neckarsulmer, mündete die Tuchfühlung in einen Vertrag zur Zusammenarbeit zwischen der NSU Werke AG und der Alfa Romeo S.p.A., vorläufig angelegt auf eine Dauer von zwei Jahren.
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Übrigens hegte ich derartige Zweifel seit meiner frühen Kindheit eher gegenüber simca, da mein Vater immer wieder von seinem ersten (und letzten) simca berichtete, der bei voller Autobahnfahrt seinen - damals noch massiv metallenen -Kühlerpropeller durch die Motorhaube schleuderte. Dank viel Glücks immerhin ohne Verletzte.
Macht immer wieder Spaß im Newsletter zu stöbern! Vielen Dank für die ansteckende Begeisterung.
Aber das war wohl eine komplett andere Firma, trotz der direkten Nahe zu Neckarsulm und der italienischen Anklänge und der Namensgleichheit (!).
Wäre evtl. auch mal eine spannende Story für ZWISCHENGAS ?






























































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