Ledl 1979–1987 - Alpenglühn
Zusammenfassung
Rund 10'000 Automarken und -konstrukteure hat es gegeben – die meisten sind verschwunden. Eine von diesen noch nicht einmal vor so langer Zeit verschwundenen Marken ist Ledl, die in Österreich von 1979 bis 1987 Sportwagen produzierte. Man fokussierte auf günstige Mechanik-Komponenten und richtete sich an Liebhaber des Speziellen. Die meisten Wagen gingen nach Deutschland.
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Leseprobe (Beginn des Artikels)
In Tattendorf, südlich von Wien, begann Günter Ledl als 30-Jähriger 1979 mit dem Bau eines eigenen Sportwagens. Er hatte Erfahrung mit der Herstellung von Buggys und Oldtimerimitaten auf VW-Käfer-Basis. Der Ledl Tanga, ein rassiges, 109 cm flaches Fliessheck-Coupé mit Lamellen über der Heckscheibe, besass dagegen einen eigenen Chassisrahmen. Der als Schallschluckwanne ausgebildete Fahrgastraum wurde von einem Sicherheitskäfig aus Stahlprofilen umgeben. Um Kosten zu sparen, wurde für das aufwendige Mittelmotor-Kunststoffcoupé eine Mechanik aus der Ford-Grossserie gewählt. Sie bot den Vorteil geringen Benzinverbrauchs, blieb aber in der Leistungsentfaltung ebenfalls bescheiden. Nebst dem 1,3-LMotor mit 69 PS aus dem Fiesta wurde dann auch die potente 1,6-L-Variante aus dem Escort XR 3 mit 96 PS angeboten, womit sich die 200-km/h-Barriere durchbrechen liess. Die Modelle nannten sich ab der IAA 1981 AS 130 bzw. AS 160 (AS = Austrian Sportcar). Karosse und Ausstattung waren inzwischen in zahlreichen Schritten ausgefeilt worden. Fahrwerksteile und Instrumente stammten ebenfalls von Ford, während man für manche andere Teile bei weiteren Serienfabrikaten fündig wurde.













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