Lanchester 1895-1956 - Pionierarbeit
Zusammenfassung
Rund 10'000 Automarken und -konstrukteure hat es gegeben – die meisten sind verschwunden. Eine von diesen verschwundenen Marken ist Lanchester. Der Gründer Frederick Lanchester war ein Technikgenie mit wegweisenden Ideen. Höhepunkt war der 6.2-Liter-OHC-Sechszylinder, mit dem man sich zum Rolls-Royce-Konkurrenten hervorschwang. Beindruckende Produktionszahlen retteten die Marke aber nicht vor dem Verschwinden.
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Leseprobe (Beginn des Artikels)
Frederick Lanchester war ein Technikgenie mit wegweisenden Ideen. 1895 schuf er Englands erstes nicht kutschenförmiges Vierradauto. Das besass einen luftgekühlten Einzylindermotor mit gegenläufigem Schwungrad auf separater Welle (Schwingungsausgleichswellen gab es ab 1974 zunächst wieder bei Mitsubishi). 1897 folgte eine Antriebseinheit mit zwei gegenüberliegenden Zylindern und zwei Kurbelwellen. 1899 gründete F. W. Lanchester mit seinen Brüdern George und Frank in Birmingham ein Autowerk. Es baute ab 1901 Modelle mit geräuscharmem Schneckenantrieb der Hinterachse, direktem dritten Gang (zunächst), aussen liegender Hebellenkung, Planetengetriebe mit Vorwählschaltung, Cantilever-Federung und einem Gaspedal sowie ab 1903 zudem mit Getriebe-Scheibenbremse. Im gleichen Jahr kam die eigene Karosserieabteilung hinzu. Auf wahlweise luft- oder wassergekühlte 4- und 4,8-Liter-Zweizylinderwagen folgte 1904 ein wassergekühltes 2,5-Liter-Vierzylindermodell, zu dem sich Zwei- und Sechszylindertypen mit 4 bis 8,1 Liter Hubraum gesellten. Anstatt in der Fahrzeugmitte oder im Heck fand sich die Antriebseinheit später zwischen den Vordersitzen, was eine kurze Motorhaube erbrachte.






































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