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Bild (1/1): Stand von Abarth auf dem Genfer Autosalon 1956 (© FCA - Fiat Chrysler Group, 1956)
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Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Fiat 600 Multipla (1955-1960)
Minivan, 22 PS, 633 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Renault Dauphine (1956-1965)
Limousine, viertürig, 27 PS, 845 cm3
Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Renault Dauphine 1093 (1962-1963)
Limousine, viertürig, 49 PS, 845 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Renault Dauphine Gordini (1958-1968)
Limousine, viertürig, 38 PS, 845 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Fiat 600 (1955-1960)
Limousine, zweitürig, 22 PS, 633 cm3
 
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    Genfer Autosalon 1956 - vom billigen Kleinstauto bis zum Luxus-Strassenkreuzer

    Erstellt am 6. März 2016
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    FCA - Fiat Chrysler Group 
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    Plakat Genfer Autosalon 19561956 ist das Jahr, in dem der Begriff “artcificial intelligence” (künstliche Intelligenz) geprägt wurde und die Filme “Moby Dick” und “High Society” erstmals aufgeführt wurden. Die Wirtschaftswunderjahre brachten Arbeit aber auch Geld zu immer grösseren Teilen der Bevölkerung, die wiederum zunehmend nach Mobilität dürstete.

    Seit dem Krieg hatten alleine die Schweizer 336’150 Automobile im Wert von fast zwei Milliarden Franken importiert. Eine eigene Fahrzeugproduktion hatte das kleine Binnenland mit wenigen Ausnahmen kaum, und so wurde die Schweiz gleichzeitig als Testmarkt, aber dank der verfügbaren Geldmittel auch als attraktiver Absatzmarkt gesehen. Kein Wunder waren Dichte und Vielfalt des schweizerischen Automarkts einmalig, was sich natürlich auch positiv auf den Genfer Autosalon auswirkte.

    Am Zweimilliarden-Kuchen hatten übrigens die deutschen Autohersteller mit 35,5% (bezogen auf gelieferte Fahrzeuge) den grössten Anteil, gefolgt von USA (21,3%), Grossbritannien (17,1%), Frankreich (15,8%) und Italien (9,5%).

    Citroën DS 19 (1956) - die Hydraulik wird dem Publikum präsentiert - Genfer Autosalon 1956
    © Archiv Automobil Revue

    Das Interesse am Autosalon war bei der Bevölkerung gross und so liessen sich immerhin über 15’000 Besucher mehr als im Vorjahr nicht von einem Spaziergang durch die Hallen am Boulevard Carl Vogt abhalten, obwohl sie immerhin 3.50 Franken Eintritt bezahlen mussten. 792 Aussteller aus 10 Ländern präsentierten sich diesem interessierten Publikum.

    Citroën DS 19 (1956) - der DS ist hinten links zu sehen - Genfer Automobilsalon 1956 - am Vorabend vor der Eröffnung
    © Archiv Automobil Revue

    Die kaufwilligen Autoenthusiasten erhielten auch Gelegenheiten zu Probefahrten, immerhin 70’000 km sollen so auf der Versuchsstrecke bei Cologny absolviert worden sein.

    Ascaris Vermächtnis oder der Wandel der Fahrerposition

    In ihrer damaligen Berichterstattung schrieb die Automobil Revue damals auch über den Wandel in der Art, wie man als Fahrer im Auto sitze:

    “Noch vor wenigen Jahren galt es als «sportlich», möglichst nahe am Lenkrad zu sitzen und mit stark abgewinkelten Armen zu steuern. Gestreckte Arme und eine geneigte Rücklehne wurden automatisch mit grossen Limousinen und korpulenten, kopfzigarrenrauchenden Fahrern in Zusammenhang gebracht. Diese Zeit ist vorbei. Auch bei sportlichen Wagen sitzt man heute, wie uns der übrigens sehr gut gelungene neue Jaguar 2,4 Liter, der Armstrong-Siddeley Sapphire, der Ferrari und andere zeigten, genügend weit vom Lenkrad weg, um auch eine nicht allzu direkte Lenkung bequem meistern zu können.

    Diese neue Haltung, die sich eingebürgert hat, ist dem verstorbenen Meister Alberto Ascari zu verdanken, der als einer der ersten mit dem verkrampften Sitzen nahe am Lenkrad Schluss machte. Auch die konservativeren unter den Fahrern haben sich zum neuen Stil bekehrt. Allerdings müssen die Pfosten der Windschutzscheibe bei dieser Lenkrad-Anordnung mit besonderer Sorgfalt dimensioniert und «placiert» werden, weil sie sonst die Sicht allzu stark behindern können.”

    Drei- und vierrädrige Kleinstwagen

    Mit dem Wunsch der Bevölkerungen nach Motorisierung, gleichzeitig aber fehlenden grossen Ersparnissen hatte sich eine neue Fahrzeugkategorie gebildet, die mit Preisen knapp oberhalb des Motorrads Auto-Komfort für die Massen versprach. Natürlich konnten diese Kleinstfahrzeuge nicht so luxuriös sein wie die “richtigen” Autos, aber die Konstrukteure gaben ihr Bestes, um mit wenig Hubraum und geringem Gewicht möglichst viel Fahrfreude zu bereiten.

    Heinkel Kabine (1956) - am Genfer Automobilsalon von 1956 wurde um Kunden geworben
    © Archiv Automobil Revue

    Am Genfer Salon mussten Kaufwillige die Kleinen entweder in der Motorradhalle oder auf der Zubehörgalerie suchen, schon dies ein Zeichen, dass man in der Schweiz nicht so richtig wusste, wo man diese Kleinstwagen, ob sie nun von Heinkel, BMW (Isetta), Glas (Goggomobil) oder Messerschmitt kamen, einordnnen sollte.

    Soletta 750 (1956) - diese Version wurde auf dem Genfer Autosalon gezeigt
    © Zwischengas Archiv

    Eine kleine Sensation war der (oder die?) Soletta, ein Kleinstfahrzeug aus der Schweiz mit 750-cm3-Condor-Motor und Dreiganggetriebe.

    Messerschmitt KR 200 Supersport (1956) - Ausstellung des Rekordfahrzeuges in Genf am Autosalon 1956
    © Archiv Automobil Revue

    Für beeindruckte Blicke aber sorgte das Messerschmitt Rekord-Fahrzeug KR200 Supersport, der immerhin fast 30 Geschwindigkeitsrekorde eingefahren hatte. Die Preise der Kleinstwagen, ob drei- oder vierrädrig, pendelten zwischen 3000 und 4000 Franken.

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    ZG Archiv AMS 2019

    Oppulente Strassenkreuzer

    Glänzten die europäischen Autohersteller mit kompakten und intelligent gebauten Raumwundern, so strotzten die Amerikaner nur so mit Überfluss und Grösse.

    Cadillac Eldorado (1956) - mit bizarrer Gestaltung der Heckflossen und kunstlederüberzogenem Dach - Genfer Autosalon 1956
    © Archiv Automobil Revue

    Egal, ob man bei Chrysler, American Motors, Ford oder General Motors schaute, die Fahrzeuge waren im Vergleich zu den Europäern riesig und überaus luxuriös ausgestattet. Automatik-Getriebe, die sich per Drucktasten steuern liessen oder Panorama-Windschutzscheiben, eindrückliche Uhrensammlungen und Radiogeräte gehörten bei vielen der chromglänzenden Fahrzeuge zum Standard. Richtig neu waren nur die wenigsten der ausgestellten Wagen, modifiziert und verbessert aber fast alle.

    Chevrolet Corvette (1956) - in seiner neuesten Ausführung mit V8-Motor - Genfer Autosalon 1956
    © Archiv Automobil Revue

    Die Chevrolet Corvette mit V8-Motor beispielsweise wurde den Schweizern erstmals präsentiert genauso wie der Continental, der mit einem Preis von 72’500 Franken fast alle Grenzen zu sprengen schien. 

    Der Star aus Frankreich

    Nach Jahren der Lethargie hatte die französische Autoindustrie in wenigen Monaten gleich drei grosse Neuheiten zu präsentieren. Der Peugeot 403 war bereits auf dem Turiner Autosalon 1955 vorgestellt worden, der Citroën DS 19 auf dem Pariser Autosalon.

    Renault Dauphine (1956) - als attraktives Schnittmodell - Genfer Autosalon 1956
    © Archiv Automobil Revue

    In Genf aber wurde der Renault Dauphine erstmals gezeigt und er war auf Anhieb der Star des Salons. Optisch wirkte er wie eine verkleinerte Version des Frégate, technisch aber handelte es sich um ein Heckmotor-Fahrzeug, das mit vier Türen und einem gut nutzbaren Kofferraum bestach.

    Facel-Vega (1956) - der einzige französische Luxuswagen - Genfer Autosalon 1956
    © Archiv Automobil Revue

    Für grosses Interesse sorgte auch der Citroën DS 19, der als Demonstrationsmodell die Fähigkeiten seiner Hydropneumatik zeigte. Neben diesen Neuheiten mussten die übrigen französischen Hersteller fast ein wenig um Aufmerksamkeit ringen, obschon auch Simca und Panhard modifizierte Fahrzeuge zeigen konnten. Wie gross das Spektrum in Frankreich damals war zeigten Citroën 2CV (4690 Franken) und Facel-Vega (34’500 Franken). 

    Alte Schule Podcast Allgemein

    Der Raumweltmeister aus Italien

    Ein regelrechtes Raumwunder für die durchaus auch sechs Personen umfassende Familie stellte Fiat mit dem 600 Multipla in Genf auf den Stand. Sechs Sitze in drei Reihen und Frontlenker-Bauweise, dies hatte es bisher so noch nicht gegeben.

    Fiat 600 Multipla (1956) - Schnittmodell des modernsten Stationswagens mit sechs Sitzen - Genfer Autosalon 1956
    © Archiv Automobil Revue

    Daneben verblasste der ebenfalls erstmals gezeigte Fiat 600 mit Faltschiebedach fast ein wenig.

    Abarth Zubhehör, die beim Tuning der Fiat-Typen 600 und 750 verwendet werden - Genfer Automobilsalon 1956
    © Archiv Automobil Revue

    Bei Carlo Abarth, der zum ersten Mal an den Genfer Salon kam, gab es nicht nur getunte Fiat zu sehen, sondern auch das ganze Inventar an Teilen, das dafür nötig war.

    Ferrari 410 Superamerica Pinin Farina "Bruxelle" (1956) - äusserst elegantes Coupé - Genfer Autosalon 1956
    © Archiv Automobil Revue

    Wie gross die Auto-Diversität auch in Italien ist, zeigten die schnellen Sportwagen von Ferrari, die mit Drei- oder gar 4,9-Liter-Motoren daherkamen.

    Maserati 2000 (1956) - elegantes Coupé - Genfer Autosalon 1956
    © Archiv Automobil Revue

    Maserati präsentierte den Zweiliter-Sportwagen, Lancia die Coupé- und Cabriolet-Varianten des Aurelia.

    Epische Breite von der Insel

    25 Automarken aus Grossbritannien demonstrierten in Genf, wie umfangreich das Angebot von der Insel damals war: AC, Alvis, Armstrong-Siddeley, Arnolt-Bristol, Aston Martin, Austin, Austin-Healey, Bentley, Bristol, Daimler, Ford, Hillman, Humber, Jaguar, Lagonda, MG, Morgan (nicht vertreten in Genf), Morris, Riley, Rolls-Royce, Rover, Standard, Sunbeam, Triumph, Vauxhall und Wolseley demonstrierten, das man in Grossbritannien das gesamte Klavier des Automobilbaus - vom Kleinfahrzeug bis zum Sportwagen - beherrschte.

    Aston Martin DB2 (1956) - nun auch als Hardtop Coupé (Notchback) erhältlich - Genfer Autosalon 1956
    © Archiv Automobil Revue

    Für besonders viel Interesse sorgte der Jaguar 2.4 Liter als vier- bis fünfsitzige Limousine und der neue Sunbeam Rapier. Bei den Sportwagen waren natürlich der Aston Martin DB2, der AC Ace, der Bristol 405 und die erschwinglichen Roadster MG A (10’800 Franken) und Triumph TR3 (12’250 Franken).

    Rolls-Royce Silver-Wraith James Young (1956) - imposante Chauffeur-Limousine - Genfer Autosalon 1956
    © Archiv Automobil Revue

    Als teuerstes Fahrzeug überhaupt stand der Silver-Wraith mit James Young Karosserie und jegwelchem Luxus für 84’000 Franken auf dem Rolls-Royce-Stand.

    Der Käfer und die anderen

    Seine grössten Erfolge hatte der VW Käfer im Jahr 1956 noch vor sich, doch schon damals ergaben sich auf Parkplätzen eine ähnliche Situation wie auf dem Ausstellungsstand der AMAG, wo diverse Modellvarianten in den unterschiedlichen Farben für eine augenfällige Formeneinheitlichkeit sorgten. Nur der noch relativ neue Karmann-Ghia beschritt damals eigene Wege.

    Porsche 356 (1956) - verbesserte Fahreigenschaften im modellgepflegten Porsche - Genfer Autosalon 1956
    © Archiv Automobil Revue

    Zeigte Volkswagen eine ganze Reihe von Autos, so trat Porsche mit gerade einmal zwei 356-Modellen an.

    BMW 507 (1956) - italienisch anmutende Formgebung - Genfer Autosalon 1956
    © Archiv Automobil Revue

    Deutlich umfangreicher dafür war die präsentierte Modellpalette von BMW, bei der natürlich die Sportwagen 503 und 507 für die glänzendsten Augen sorgten, während sich bei Mercedes die schnellen 300 SL und die schicken 190 SL als Traumwagenkandidaten eigneten.

    Mercedes-Benz 300 SL (1956) - hinten sieht man den 190 SL - Genfer Autosalon 1956
    © Archiv Automobil Revue
    Bonhams2020Paris

    Formenreichtum Spezialkarosserien

    Einmal mehr reichhaltig war am 26. Genfer Autosalon, der vom 8. bis 18. März seine Toren geöffnet hatte, die Auswahl an Spezialkarosserien.