Der Volkswagen der Sowjets – Die Moskwitsch-Story
Zusammenfassung
Vom Stiefbruder des Opel Kadett entwickelte sich der Moskwitsch innert 20 Jahren erst zu einem Schrumpf-Strassenkreuzer und schliesslich zu einer modernen Limousine mit italienischer Linie. Charakter und Technik blieben dabei stets rustikal und unverwüstlich, was ihn in Westeuropa vor allem als Taxi populär machte. Dieser Artikel erzählt die Geschichte des "Sohnes Moskaus" und zeigt seine verschiedenen Varianten auf viel historischem Bildmaterial.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Zweiter Moskauer Frühling
- Ein Moskwitsch-Woody?
- Aus Fehlern gelernt
- Die nächste Generation
- Langsam, aber sicher
- Jetzt zweifarbig
- Verzicht auf den Diesel
Geschätzte Lesedauer: 8min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Man könnte sagen, daß es gegen Ende der dreißiger Jahre in jedem automobilproduzierenden Land eine Art Volks-Automobil gab. Oder sogar mehrere. Was den Italienern der kleine Fiat war, stellte für die Briten der Austin Seven dar; die Franzosen hatten ihre populären Renault und Peugeot, die Deutschen den Opel P4 oder den DKW, die Amerikaner ihre preiswerten Ford und Chevrolet. Nur die Russen standen abseits. Ihre Automobilproduktion konzentrierte sich ganz auf den Bau von Nutzfahrzeugen. Und als sie auf den Gedanken kamen, sich wie ihre europäischen Nachbarn der Volksmotorisierung anzunehmen, war's fürs erste zu spät – denn der Krieg brach aus.
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