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... Die Farbe täuscht: Der neue Porsche 911 Turbo ist kein sensa tionsheischender Boulevard- Sportwagen geworden. Mit variabler Ladergeometrie und fahraktivem Allradantrieb möchte der sechste Turbo schneller, aber auch kultivierter als je zuvor sein. Wenn alte 911 Turbo-Recken von früheren Tagen erzählen, flammen die Emotionen auf. Knackend fliegen Köpfe ins Genick, wild wirbeln imaginär lenkende Hän de in der Luft, und am Schluss kommt immer pathetisch und ehrfurchtsvoll das Wörtchen: Turbobumms. Seit dem ersten Allrad-Turbo 993 werden die Gesten zurückhaltender und subtiler. In der Zukunft wird sich der Erzähler nur noch mit beiden Hän den am Usch festhalten und sekun denlang versuchen, seinen Stuhl in 45- rad-Stellung zu balancieren. Dann wird er trocken kommentieren: Schub. Turbo Nummer sechs ist da. Selbst verständlich noch stärker als alle zu vor. 480 PS setzen den Fahrer wie ein Projektil in den Lauf einer Pistole, 220 PS mehr als in der 1975er-Urversion, 60 PS mehr als der Letzte des Typs 996. Sechs Zylinder durchboxen noch immer 3,6 Liter Hubraum. Bei 5000/min im Stand hängt der Ab schusshebel im Anschlag. Gefeuert wird mit einem blitzschnellen Fußzu cken zwischen Kupplung und Gas - konventionell, aber immer noch pedal erotisch. Die Sinne gespannt auf mör derische Beschleunigung. Drehzahlna del und Konzentration katapultieren in den Begrenzer. Doch was dann pas- 13113/2006 ...
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