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... fahren, das es überhaupt gibt, und wenn der 'Wirtschaftsminister einen Maybach fährt, so ist dies sein gutes Recht. Oder sollte er etwa in einem „Staunau“ zu internationalen Verhand lungen reisen? Wir stehen sogar auf dem Standpunkt, daß unsere Behörden und unsere Verwaltung ohne Motorfahrzeug überhaupt nicht arbeitsfähig wären! Das Aber liegt ganz woanders. Das große Aber, das wir einzuwenden haben, liegt viel mehr auf psychologischem Gebiet als auf wirtschaftlichem. Keinesfalls darf der Neid, der nach einem klassischen Ausspruch eine der hauptsächlichsten Charaktereigentümlichkeiten der Deutschen sein soll, zur Richtschnur werden. Die Kehrseite der Medaille ist, so glauben wir, die Tatsache, daß die gleiche Regierung, die für ihre Ministerien so autofreudig ist, daß die gleiche Verwaltung, die ohne Personenautomobil nicht funktionieren kann, daß die gleichen Abgeordneten, die nahezu ausnahmslos per Automobil nach Bonn reisen (und dafür Kilometergelder erhalten!) — in ihrer Gesamtheit das Automobil zum Tode verurteilt haben. Es ist genau so, wie wenn ein Papa sein hübsches neunzehnjähriges Töchterchen in eine Erziehungsanstalt steckt, weil er dahintergekommen ist, daß sie zu einem jungen Mann zarte Beziehungen unterhält, — während der Herr Papa selbst ein, zwei oder drei elegante Freundinnen hat, die ihm die Freizeitgestaltung verschönen helfen. Man ...
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