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... Sie wurden in 30 Hinterhöfen und kleinen Werk stätten zusammengebaut und waren vielfach von so schlech ter Qualität, dass es bei Einzel anfertigungen blieb. Viele der Kleinstwagen waren unzuver lässig, zu wenig durchdacht, kaum ausprobiert und stellten wegen ihrer geringen Motor leistung regelrechte Verkehrs hindernisse dar. Während sie im Stadtverkehr relativ wenig Anstoss erregten, wurden sie auf Autobahnen und vor allem im Hügelund Berggebiet von den übrigen Automobilisten geradezu verwünscht. Ein Lloyd z. B. erreichte eine theoretische Höchstgeschwin digkeit von 75 km/h, ein vollbeladener Opel-Blitz-Lastwagen dagegen 110 km/h. Aber so bald der kleine Lloyd eine Steigung überwinden musste, sackte sein Tempo auf 40 oder 30 km/h ab, je nach Last oder Gelände. Hinzu kam, dass es oft keine guten Fahrer waren, die einen Kleinstwagen besassen. Denn in Deutschland galt ab 1954 die Regelung, dass Inhaber eines Motorrad-Füh rerscheines auch ein Auto len ken durften, dessen Hubraum 250 cc nicht überschritt. Die Angstvorder Fahrprüfung verleitete viele Ex-Motorrad fahrer zum Kauf eines Kleinst wagens. Daher blühte das Ge schäft im Mini-Auto-Sektor. Lloyd offerierte schon 1950 ein Auto mit einem 300-cc-2-Zylmder-Motor, 1953 sogar eine 400-cc-Version und brachte 1956 noch einen 250-cc-Klemwagen auf den Markt. Sollte das Rad der Entwicklung zu rückgedreht werden? Nach ...
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