Mit einer stimmungsvollen Geburtstagsfeier hat der Nürburgring seinen 90. Jahrestag gefeiert. Sir Jackie Stewart, dreifacher Formel-1-Weltmeister und Namensgeber der „Grünen Hölle“ war als besonderer Ehrengast geladen und eröffnete gemeinsam mit Mirco Markfort, Geschäftsführer der capricorn Nürburgring GmbH, einen neuen historischen Ausstellungsbereich im ring°werk. Unter dem Titel „ring°marks – Auf den Spuren der Legenden“ ist er dieser ab sofort für die Öffentlichkeit zugänglich und führt durch die spannende Geschichte des Nürburgrings.
Die Feierstunde mit zahlreichen weiteren Wegbegleitern der Eifelrennstrecke war Auftakt zur Nürburging Classics Mitte Juni 2017
Ehrengast Jackie Stewart
Gefeierter Ehrengast der Jubiläumsfeier am Nürburgring war Sir Jackie Stewart. Die Vita des 78-jährigen Briten ist eng mit dem Nürburgring verknüpft. Der dreifache Formel-1-Weltmeister war etwa der Schöpfer der noch heute gebräuchlichen Bezeichnung „Grüne Hölle“ für die kurvenreiche Rennpiste, auf der er einige seiner größten Erfolge einfuhr.
„Es ist schön, zurück zu sein“, freute er sich. „Ich nannte die Strecke damals Grüne Hölle wegen den Bäumen, der Länge und der Geschwindigkeit. Zu dieser Zeit war das Risiko hoch. Jeder, der vom Nürburgring nicht beeindruckt war, fuhr einfach nicht schnell genug. Es war praktisch unmöglich, hier wirklich am Limit zu fahren. Schließlich wurde ich einer der „Ringmeister“ – das ist nach wie vor eine große Geschichte in der Stewart-Familie. Für mich ist der Nürburgring die großartigste Rennstrecke der Welt. Wenn man nicht gewonnen hatte, war man kein guter Fahrer. Doch der größte Sieg für mich war, von hier aus sicher heimzukehren. Heute ist der Nürburgring als Marke so groß wie er immer war.”
Stimmungsvolle Jubiläumsfeier
Zur Jubiläumsfeier kamen neben Sir Jackie Stewart auch zahlreiche weitere Wegbegleiter des Nürburgrings, die den Abend ebenfalls mit ihren Erinnerungen bereicherten. So etwa Journalist und Moderator Rainer Braun, der am „Ring“ bei zahlreichen Rennen insbesondere in der DTM am Mikrofon saß und dementsprechend viele Anekdoten zum Besten geben konnte. Ebenfalls anwesend war Gisela Herbstrith, die Tochter von Dr. Ludwig Joseph Otto Creutz, der von 1924 bis 1932 Landrat des damaligen Kreises Adenau war. Er gilt als „Vater des Nürburgrings“ und stand als treibende Kraft hinter Konzeption und Bau der Strecke.
Eröffnung des neuen Ausstellungsbereich im ring°werk
Durch seine besondere Verbindung mit dem Nürburgring war Sir Jackie auch der ideale Ehrengast, um den neuen Ausstellungsbereich im ring°werk zu eröffnen. Gemeinsam mit Geschäftsführer Mirco Markfort durchschnitt er dazu im ring°werk das symbolische Band und übergab den neuen Themenbereich unter dem Titel „ring°marks – Auf den Spuren der Legenden“ seiner Bestimmung. Zahlreiche Besucher der Nürburgring Classic nutzten schon am Wochenende zum vergünstigten Jubiläumspreis die Gelegenheit zum Besuch.
Im Motorsport-Erlebnismuseum ring°werk gehört der Bereich künftig zur ständigen Ausstellung. Hier wird die 90-jährige Nürburgring-Geschichte mit Infotafeln und Multimedia-Elementen lebendig. Natürlich sind dabei auch zahlreiche Rennwagen zu sehen – so etwa der Benetton-Renault B195 (Baujahr 1995), mit dem Michael Schumacher Formel-1-Weltmeister wurde und das Heimrennen auf dem Nürburgring gewann. Ebenfalls dabei: einer der seltenen Eifelland-Formel-1-Wagen (1972) und der Kompressor-Mercedes-Benz Typ S, mit dem Rudolf Caracciola bei der Nürburgring-Eröffnung 1927 das Eifelrennen gewann. Sie alle geben faszinierende Einblicke in die Evolution der Rennwagentechnik und sind mit der Historie der Strecke eng verbunden.
Der Eintritt für Erwachsene beträgt 9,90 Euro. Kinder bis fünf Jahre haben freien Eintritt, ab sechs Jahren werden 7,90 Euro erhoben. Familienkarten sind für 32,00 Euro erhältlich.
Weitere Informationen und Öffnungszeiten gibt es auf der Website des Nürburgrings.

























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