Es herrschte durchaus Messewetter am 27. Oktober 2013, trotz verhangenem Himmel war es noch warm und vor allem salzfrei genug, um im Oldtimer nach St. Gallen zu pilgern und die zum neunten Mal stattfindende Oldtimermesse St. Gallen zu besuchen.
Peter und Renate Hürlimann hatten sich für 2013 viel vorgenommen, die Messefläche auf drei Hallen vergrössert und hofften auf rund 5’000 Besucher. Nach einem Augenschein vor Ort lag diese Zahl sicher im Bereich des Möglichen.
Fiat und Lancia stark vertreten
Wie jedes Jahr erwarteten den Besucher eine Mischung aus Händlerständen, Dienstleisterangeboten und Produkten rund um das Oldtimer-/Youngtimer-Hobby. Fiat-Freunde schätzten sicher die Fiat-Markenpräsentation, zu sehen waren unter anderem ein Fiat Otto Vu, eine Fiat 130 Limousine und die bekannt-beliebten Modelle 500, 600, 124 und X 1/9, der Garage Liga, während die Lancia-Freunde vielleicht wegen der Sonderausstellung ihres Clubs angereist waren.
Mechanalog
20’000 km will Bernhard Brägger während 12 Monaten in einem 22 PS starken Ford Model T von 1926 zurücklegen. “ Mechanalog ” heisst dieses Abenteuer, das medial - unter anderem auf Facebook - begleitet wird und das Bräger an die äussersten Punkte Europa führt. Ans klirrend kalte Nordkinn, über ein frühlingsfarbenes Portugal durch die Bruthitze des spanischen Hinterlandes zu den kargen Kippen von Kap Emine in Bulgarien soll die Reise führen, notabene mit durchschnittlich 30 km/h.
Bernhard Brägger erzählte denn in St. Gallen auch vom Unbekannten und Unvorhersehbaren, das ihn erwarten würde. Immerhin ist der Ford neu überholt und für die winterliche Reise in den Norden liess sich Brägger neue Winterreifen aufgummieren. Navigieren wird er mit Karte und Kompass und vor allem mit den Leuten an der Strecke sprechen, um Spannendes und Hintergründliches aufzuschnappen, denn es ist auch ein Buch geplant. Man darf gespannt sein.
Kaufen und Verkaufen
Natürlich wird auf einer Oldtimermesse vor allem verkauft oder wenigstens angeboten. Oldtimer aller Altersgruppen und Leistungsklassen standen zur Wahl, vom Hupmobil Six von 1926 bis zum fast neuwertigen Porsche 993 Turbo, vom Alltagsklassiker bis zum Rennwagen. Da dürfte mancher sein Bankkonto im Kopf mehrfach überprüft haben.
Beeindruckende Vielfalt auf dem Parkplatz
Für den Messezutritt war ein bescheidener Obulus von CHF 10.00 fällig, aber das Freiluftmuseum vor den Hallen war kostenlos. Dort hatten die angereisten Oldtimer-Fahrer ihre Autos abgestellt und manches dieser Fahrzeuge hätte vermutlich manchem Ausstellungsstück in den Hallen die Show gestohlen.





















































































































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