Neue Oldtimermessen mit internationalem Anspruch werden nicht gerade jede Woche geboren, umso interessanter war es zu sehen, wie sich die erste Interclassics Brüssel am 6. bis 8. November 2015 zeigte. Organisiert wurde sie von denselben Leuten, die auch die Interclassics Maastricht (bereits 22 Austragungen) verantworten und deren Routine war zu spüren.
15’000 bis 20’000 Besucher waren erwartet worden, ob sich diese Zahl erreichen liess, wird erst die Nachkalkulation enthüllen. Am Freitag jedenfalls fühlte sich die Ausstellung in den grossen Expohallen nicht voll an. Noch wirkte die Messe etwas roh, es fehlte ein wenig an “Dekoration”, um die hohen Hallen zu kaschieren und etwas freundlicher zu machen.
Nicht fehlen tat es an schönen Autos, und deshalb kamen ja wohl auch die meisten Messebesucher.
Geschichte von Bugatti
Als besondere Attraktion bot die Interclassics Brüssel eine Bugatti-Ausstellung mit angekündigen 30 Fahrzeugen. Eines davon war der einzigartige Bugatti 57 von James Brown, der in den frühen Fünfzigerjahren ein Vorkriegs-Fahrgestell mit einer futuristischen Kunststoffkarosserie einkleidete.
Ebenfalls gezeigt wurde der von Ablert d’Ieteren eingekleidete Typ 57 “Aravis”, einer von zwei 57 mit D’Ieteren-Aufbau. Für Fans des Rennsportgeschichte war der Typ 37, den Elisabeth Junek in der Targa Florio von 1927 fuhr, sicherlich ein besonderer Leckerbissen.
Schade, dass diese und die übrigen Bugatti-Automobile etwas gar beengt und eingezäunt präsentiert wurden, mancher Liebhaber hätte die einzelnen Fahrzeuge sicher gerne etwas grosszügiger aufgestellt gesehen, um sie genauer inspizieren zu können.
60 Jahre Göttin
Im Oktober 1955, also vor 60 Jahren, wurde der Citroën DS in Paris erstmals gezeigt. Er schlug ein wie eine Bombe, ein derartig futuristisches Fahrzeug hatte man nicht erwartet und bereits am ersten Tag notierten die Citroën-Leute 12’000 Bestellungen, ein bis heute ungebrochener Rekord. Und selbst heute, sechs Jahrzehnte später, wirkt die Göttin, wie der Wagen genannt wurde, elegant und fast zeitlos. Nicht ohne Grund wurde der Citroën DS im Jahre 2001 zur fortschrittlichsten technischen Innovationsleistung des zwanzigsten Jahrhunderts gekürt.
Dem Publikum in Brüssel wurden verschiedene Modelle und Varianten in einem eigenen Themenpavillon präsentiert. Da gab es die normale Limousine genauso zu sehen, wie die Kombivariante “Familiale” oder Chapron-Spezialkarosserien wie der Majesty oder das Cabriolet Palm Beach.
«Offizieller Porsche Classic Partner, Verkauf, Ankauf, Wartung, Unterhalt, Restauration, »
8952 Schlieren, Schweiz
- Fahrzeughandel
- Bekleidung
- Öl & Treibstoffe
- Restaurierung & Projekte
- Sachverständiger & Gutachter
- Ersatzteile
- und weitere ...
Porsche
Edle Fahrzeuge bei den Händlern
Natürlich nutzten die lokalen Händler die Messe zur beeindruckenden Präsentation ihrer Leistungsfähigkeit. Marreyt Classics etwa zeigte einzigartige Fahrzeuge, HCS stellte einen Mercees-Benz 290B Spezial Roaster und einen Talbot Lago auf den Stand. Bei LBM gab es einen von zwei Moretti Sportwagen zu sehen, bei BCSC einen komplett originalen Delahaye 135M.
Bonhams zeigte drei Autos aus der Opus Sammlung. Clubs präsentierten ihre Aushängeschilder und erklärten dem Publikum geduldig, was es mit den Fahrzeugen auf sich hat.
Dass Belgien keine Autonation ist, spürte man auch daran, dass Klassiker aus allen grossen Ländern zu sehen waren.
Entwicklungspotential vorhanden
Man kann den Einstand der Interclassics Brüssel sicher als gelungen bezeichnen. Das Potential war zu sehen, Möglichkeiten zur Steigerung gibt es sicherlich auch.
Man darf also gespannt sein, wie sich die Messe in einem Jahr präsentieren wird.







































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































Kommentare