Nach einer zweijähriger Pause dröhnten am Eggberg in Bad Säckingen endlich wieder die Motoren. Das ehemalige Eggbergrennen erlebte am letzten Septemberwochenende unter der Federführung des Automobilclubs Bad Säckingen und mit Hilfe von Hubert Hottinger (Mitorganisator der letzten acht historischen Anlässen vor Ort) als »Eggberg Klassik« ein erfolgreiches Comeback.
Internationale Beteiligung
Die Namensänderung war erforderlich gewesen, weil man im grünen Baden-Württemberg mit dem Wort «Rennen» in der Bezeichnung ansonsten keine Genehmigung erhalten hätte. Obgleich im nicht einmal 100 km Luftlinie entfernten schweizerischen Steckborn zeitgleich ein prächtig besetztes hiistorisches Bergrennen lief, stellten die Eidgenossen gut die Hälfte des knapp 120 Autos starken Feldes. Der Rest rekrutierte sich ebenfalls fast komplett aus der Region.
Legendäre Stecke
Die 4,25 km lange Strecke hoch nach Egg wurde bereits vor 102 Jahren für den Motorsport benutzt. Ihre größte Zeit erlebte sie in den Jahren von 1967 bis 1988. Prominentester Starter damals wie heute war der Schwarzwälder Bergkönig Mario Ketterer, der es in seinem aktiven Zeiten jedoch nie geschafft hatte, dort einen Gesamtsieg zu holen.
Der alte Haudegen hatte auch dieses Mal Pech, denn an seinem Einsatzfahrzeug, einem privaten Porsche 911 RSR Carrera in bildhübscher Martini-Lackierung streikte schon beim ersten Besichtigungslauf samstagmorgens das Getriebe. Jedoch beschaffte der RSR-Besitzer Ottokar Krust auf die Schnelle seriennahen Ersatz, so dass der Freiburger dann trotzdem starten konnte.
Viel Enthusiasmus bei Piloten und Helfer
«Die Strecke ist so gut wie früher und macht noch genauso viel Spass», berichtete Ketterer. In der Tat ist sie länger, anspruchsvoller und in einem deutlich besseren Zustand als so manche aktuelle Piste der Deutschen Bergmeisterschaft. Mit einer geschickteren Terminwahl (neben Steckborn liefen zusätzlich ja auch noch die beiden Berg-Gross-Veranstaltungen Rossfeld- und Grossglockner-Rennen) wäre auf dieser tollen Strecke und speziell im Vorkriegsbereich noch viel mehr gewesen. Nicht zuletzt deshalb, weil die Stadt Bad Säckingen die Veranstaltung mit viel Wohlwollen unterstützt.
Passend zum neuen Zeitgeist «Klassik statt Rennen» war dann auch das Gleichmässigkeitssieger und sein Auto: Das schwerste und mächtigste Auto im Feld, ein 1959er Cadillac Coupé de Ville von Mike Möhlin und Eric Rufenacht hatte am Ende mit der geringsten Abweichung die Nase vorne.



























































































































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