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Classic-Gala Schwetzingen 2020 – Schönheit übersteht auch Pandemien

Erstellt am 7. September 2020
, Leselänge 8min
Text:
Bruno von Rotz
Fotos:
Bruno von Rotz 
266
Classic-Gala Schwetzingen 
1
100 Jahre Talbot France war eines der Themen - Classic-Gala Schwetzingen 2020
Jury in Masken beim Beurteilen des SS1 Four Light Saloon - Classic-Gala Schwetzingen 2020
90 Jahre Pininfarina - einmal Alfa Romeo Giulia Spider, zweimal Dino 246 GT - Classic-Gala Schwetzingen 2020
Mercury und Co repräsentieren die amerikanische Autogeschichte - Classic-Gala Schwetzingen 2020
Amerikaner in Reih' und Glied - Classic-Gala Schwetzingen 2020

Das Jahr 2020 wird sicher als ein besonderes Jahr in die Geschichte eingehen, natürlich wegen des grassierenden Virus und nicht wegen besonderen Neuigkeiten rund um das Automobil.

Bild SS1 Four Light Saloon (1936) - Best of Show, von der Jury intensiv inspiziert und diskutiert - Classic-Gala Schwetzingen 2020
SS1 Four Light Saloon (1936) - Best of Show, von der Jury intensiv inspiziert und diskutiert - Classic-Gala Schwetzingen 2020

Als Johannes Hübner, der rührige Organisator der Classic-Gala Schwetzingen ein Foto des später zum “Best of Show” gekürten SS1 Four Light Saloon mit der fleissigen Jury, alle situationsgerecht mit Maske ausgerüstet, schoss, meinte er, dass sich in 10 oder 20 Jahren wohl alle wundern würden, warum denn die Leute mit diesem Mundschutz rumgelaufen seien, vielleicht wegen eines Chemieunfall oder sowas. Vielleicht wird uns diese Maske aber auch noch längere Zeit begleiten und dann erhält dieser Schwetzingen-Teilnehmer, der meinte, dass ein Concours d’Elégance mit Maske wie Haarewaschen  mit angezogenem Sturzhelm sei, für längere Zeit Recht.

Erfolgsgeschichte

Der 16. Concours d’Elégance Classic-Gala Schwetzingen vom 4. bis 6. September 2020 jedenfalls war, allen Widrigkeiten zum Trotz ein Erfolg. 15’000 Besucher kamen in den herrlichen Park von Schloss Schwetzingen, immer schön aufgeteilt in eine Vormittags- und Nachmittagsschicht. Und sie hielten sich nicht nur an das Hygienekonzept, sie kriegten auch richtig etwas zu sehen.

Bild Bentley S1 Saloon (1955) - erfolgreicher als RR-Parallelmodel Silver Cloud - Classic-Gala Schwetzingen 2020
Bentley S1 Saloon (1955) - erfolgreicher als RR-Parallelmodel Silver Cloud - Classic-Gala Schwetzingen 2020

Natürlich ist ein grosser Schlosspark eine ideale Umgebung, um trotz Abstandsregeln eine Autoveranstaltung zu organisieren. Und mit ein paar Anpassungen sorgte das Team um Johannes Hübner auch dafür, dass keine Dichtesituationen entstanden. So wurde die traditionelle Siegerehrung kurzwegs gestrichen und stattdessen kamen die Preise (rund 130 Pokale) zu den Teilnehmerfahrzeugen.

100 Jahre Talbot

“Talbot” ist eine Automarke, die man noch kennt, obschon sie schon eine ganze Weile nicht merh auf dem Markt ist, seit die Peugeot-Citroën-Gruppe 1994 den Stecker zog und nach Autos wie dem Talbot Samba oder dem Tagora den Markennamen aufgab.

Bild 100 Jahre Talbot France war eines der Themen - Classic-Gala Schwetzingen 2020
100 Jahre Talbot France war eines der Themen - Classic-Gala Schwetzingen 2020

Begonnen hat es allerdings schon 1898 mit der Marke Clément in Paris, deren Fahrzeuge der Lord of Shrewsbury and Talbot in England unter seinem Familienmarken ab 1903 auf den Markt brachte. Und 1920 entstanden dann in der Firmengruppe Sunbeam-Talbot-Darracq die Fahrzeuge namens Talbot, auf die sich das Jubiläum in Schwetzingen bezog.

Bild Talbot T110/150 (1934) - Rennwagen mit Vergangenheit - Classic-Gala Schwetzingen 2020
Talbot T110/150 (1934) - Rennwagen mit Vergangenheit - Classic-Gala Schwetzingen 2020

Leider fanden sich nicht alle gemeldeten Fahrzeuge ein, so fehlte etwa der Talbot 105 von 1933, aber es gab trotzdem noch fünf schöne Exemplare zu sehen, die breites Spektrum vom Vorkriegs-Sportwagen, über einen fast reinrassigen Rennwagen bis zum Fünfzigerjahre-Granturismo abdeckten.

Bild Talbot T15 Cadette Cabriolet (1937) - mit einer individuell gestalteten Karosserie von Worblaufen - Classic-Gala Schwetzingen 2020
Talbot T15 Cadette Cabriolet (1937) - mit einer individuell gestalteten Karosserie von Worblaufen - Classic-Gala Schwetzingen 2020

Den Kategoriesieg errang schliesslich der Talbot T15 von 1937.

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Mercedes-Benz 220 A Cabriolet (1952)
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Rolls-Royce Phantom I Piccadilly Roadster (1928)
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90 Jahre Pininfarina

Im Jahr 1930 wurde die Carrozzeria Pinin Farina von Batista “Pinin” Farina gegründet. Sie ist ein der wenigen Karosseriefirmen, die bis heute überlebt haben und sie gehört sicherlich zu jenen, deren Produkte bis heute bei Sammlern und Liebhaber das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Und die Menge der Fahrzeuge, die bei Pininfarina entweder gebaut oder zumindest gestaltet wurden, ist fast endlos und umfasst auch reine Studien wie den Ferrari Modulo oder die Corvette Rondine.

Bild 90 Jahre Pininfarina - einmal Alfa Romeo Giulia Spider, zweimal Dino 246 GT - Classic-Gala Schwetzingen 2020
90 Jahre Pininfarina - einmal Alfa Romeo Giulia Spider, zweimal Dino 246 GT - Classic-Gala Schwetzingen 2020

Leider fand sich keines dieser Einzelstücke im Schlossgarten wieder, obschon u.a. ein einmaliger Ferrari 330 GTB von 1965 als “Understatement GT” gemeldet war, aber dann wohl (corona-bedingt) nicht eintraf. Auch andere Einzelstücke fehlten.

Bild Alfa Romeo 6C 1750 Pinin Farina (1930) - die war der erste Alfa von Pinin Farina überhaupt - Classic-Gala Schwetzingen 2020
Alfa Romeo 6C 1750 Pinin Farina (1930) - die war der erste Alfa von Pinin Farina überhaupt - Classic-Gala Schwetzingen 2020

So ging der Jubiläumspreis dann an einen Alfa Romeo 6C 1750 von 1930 mit dem wohl ersten Pininfarina-Kleid (damals noch getrennt geschrieben), das je einen Alfa Romeo zierte.

Bild Nash-Healey Pininfarina Roadster (1952) - in der Farbe "Caribbean Blue Green" - Classic-Gala Schwetzingen 2020
Nash-Healey Pininfarina Roadster (1952) - in der Farbe "Caribbean Blue Green" - Classic-Gala Schwetzingen 2020

Der Nash Healey Roadster von 1952, der auch mit einer herrlichen Pininfarina-Karosserie beeindruckte, erhielt dahingegen den Klassensieg in seiner Epoche, genauso wie der Ferrari 275 GTB von 1964, der die FIVA-Klasse F1 (1961-1964) dominierte.

Bild Ferrari 275 GTB (1964) - damals beliebt bei Privatrennfahrern - Classic-Gala Schwetzingen 2020
Ferrari 275 GTB (1964) - damals beliebt bei Privatrennfahrern - Classic-Gala Schwetzingen 2020

Dass sich kein Besitzer eines Fiat 124 Spiders oder eines Peugeot 205 GTI auf dem Concours zeigte, war aber schon etwas schade, denn gerade diese in grösseren Zahlen produzierten Pininfarina-Entwürfe sind es, die heute den meisten noch bekannt sind.

Bild Ferrari 365 GT4/BB (1973) - erst 10 Jahre nach dem LM gab es auch einen V12-Mittelmotor-Sportwagen für die Strasse - Classic-Gala Schwetzingen 2020
Ferrari 365 GT4/BB (1973) - erst 10 Jahre nach dem LM gab es auch einen V12-Mittelmotor-Sportwagen für die Strasse - Classic-Gala Schwetzingen 2020

Dafür gab es allerdings einen wunderschönen Ferrari 365 GT4/BB von 1973, zwei Dino 246 GT einen Alfa Romeo Giulia Spider und ein elegantes Peugeot 404 Coupé von 1964 zu sehen.

Reges Clubleben

Interessant war die dreitägige Veranstaltung in Schwetzingen allerdings nicht nur wegen der Schönheitskonkurrenz, sondern auch wegen der Anstrengungen einiger Oldtimer-Clubs, ihre Fahrzeuge und Anliegen dem Publikum zu präsentieren.

Bild Mercedes-Benz war dank starkem Engagements der Clubs zahlenmässig stark vertreten - Classic-Gala Schwetzingen 2020
Mercedes-Benz war dank starkem Engagements der Clubs zahlenmässig stark vertreten - Classic-Gala Schwetzingen 2020

Da waren einmal die Mercedes-Clubs, die einen Einblick in die Palette von Mercedes-Benz in den Jahren 1950 bis 1990 geben wollte. Und dies gelang ziemlich überzeugend, da störte es auch nicht, dass der 300 SL der Fünfzigerjahre nur auf dem VIP-Besucherparkplatz zu finden war. Ob Ponton-Limousine, Baby-Benz oder die klassischen 190 SL und 230/280 SL, sie waren alle vorhanden und zwar in grosser Zahl.

Bild Mercedes-Benz 600 (1968) - führt eine ganze Parade von 600ern an - Classic-Gala Schwetzingen 2020
Mercedes-Benz 600 (1968) - führt eine ganze Parade von 600ern an - Classic-Gala Schwetzingen 2020

Dazu kam auch noch eine Reihe von 600-er-Version der Sechziger- und Siebzigerjahre, die alleine schon eine gute Markendarstellung gewesen wären.

Bild Ford Escort (1974) - mit dem TwinCam-Motor von Lotus - Classic-Gala Schwetzingen 2020
Ford Escort (1974) - mit dem TwinCam-Motor von Lotus - Classic-Gala Schwetzingen 2020

Die Alt-Ford-Freunde liessen es kaum langsamer angehen. Sie stellten Beispiele aus dem über hundertjährigen Schaffen von Ford zum Betrachten hin, vom Buckeltaunus über den Capri bis zum Escort XR3. Darunter gab es echte Rosinen und als Ergänzung fanden sich auch im Concours-Feld noch einige weitere Model T und Model A.

Bild NSU Ro80 (1970) - die Wankel-Limousine auf dem Clubstand - Classic-Gala Schwetzingen 2020
NSU Ro80 (1970) - die Wankel-Limousine auf dem Clubstand - Classic-Gala Schwetzingen 2020

Aber auch NSU-, Jaguar- oder Adler-Fans kamen auf ihre Rechnung, denn auch bei diesen Marken setzten sich Clubs in Szene und zeigten ihre Fahrzeuge.

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Amerikaner unterhalb des Hirschbrunnens

Für viele Besucher ist der im Rahmen der Classic-Gala stattfindende US-Classic-Car-Concours ein Höhepunkt.

Bild Amerikanische Rundungen in Reih' und Glied - Classic-Gala Schwetzingen 2020
Amerikanische Rundungen in Reih' und Glied - Classic-Gala Schwetzingen 2020

Auch 2020 standen hier wiederum imposante Autos, die man nicht jeden Tag sieht und die Breite und Vielfalt des amerikanischen Autobaus sehr schön repräsentierten. Alleine schon die Kategoriesieger – Chrysler New Yorker, Cadillac 341 Phaeton, Ford Model A, Ford Mustang Boss – zeigen, dass hier nicht einfach Corvette an Corvette, oder Mustang an Mustang aufgereiht waren.

Bild Chevrolet Fleetline Aerosedan (1948) - rund 20'000 Exemplare wurden gebaut - Classic-Gala Schwetzingen 2020
Chevrolet Fleetline Aerosedan (1948) - rund 20'000 Exemplare wurden gebaut - Classic-Gala Schwetzingen 2020

Von Autos im Jet-Age-Design, über den Aerodynamik-Look der Vorkriegszeit bis zu den Flossen-Exzessen der späten Fünfzigerjahre gab es alles zu sehen.

Die Kleinsten neben der Grössten

Gleich gegenüber oder fast schon zusammen mit den Amerikaner fanden die kleinsten Autos in Schwetzingen ihren Platz, wobei eigentlich waren sie (wie die US-Cars) über den ganzen Schlosspark verteilt, denn auch zwischen den übrigen Concours-Teilnehmern fanden sich immer wieder kleinste Autos wie der Brütsch Zwerg, der Fiat 500 Topolino oder ein Simca 6.

Bild Fiat 500 Weinsberg Roadster (1939) - noch mit der ursprünglichen Topolino-Front - Classic-Gala Schwetzingen 2020
Fiat 500 Weinsberg Roadster (1939) - noch mit der ursprünglichen Topolino-Front - Classic-Gala Schwetzingen 2020

Die BMW Isetta konnte man mit dem italienische Original, der Iso Isetta vergleichen.

Bild Iso Isetta 250 (1953) - zusammen mit ihren deutschen Schwestern von BMW - Classic-Gala Schwetzingen 2020
Iso Isetta 250 (1953) - zusammen mit ihren deutschen Schwestern von BMW - Classic-Gala Schwetzingen 2020

Das Fuldamobil S7 sah man fast Seite an Seite mit dem Silberfloh von 1954 und auch ein Trabant fehlte natürlich im Schlosspark nicht.

Epische Breite

Sowieso ist es die schiere Breite, die den Schwetzinger-Besucher atemlos werden lässt. Vergessene Autos der Wirtschaftswunderzeit stehen zwischen einstigen Brot-und-Butter-Massenvehikeln und spezialkarossierten Einzelstücken.

Bild Brütsch Mopetta (1955) - 95 km/h schnell konnte man damit rasen, wenn man sich traute - Classic-Gala Schwetzingen 2020
Brütsch Mopetta (1955) - 95 km/h schnell konnte man damit rasen, wenn man sich traute - Classic-Gala Schwetzingen 2020

Im Schnitt waren die prämierten Autos 70 Jahre alt, offensichtlich fehlten also auch gerade die Vorkriegsautos und die Veteranen der Pionierjahre nicht.

Bild Oldsmobile R 'Curved Dash" (1903) - mit Heckmotor und Antrieb via Kette auf Hinterachse - Classic-Gala Schwetzingen 2020
Oldsmobile R 'Curved Dash" (1903) - mit Heckmotor und Antrieb via Kette auf Hinterachse - Classic-Gala Schwetzingen 2020

Es sind die bunte Mischung und die freundlichen Besitzer, die geduldig immer wieder erklären, warum ihr Auto etwas besonderes ist, die die typische Schwetzingen-Stimmung ausmachen.

Bild Peugeot Bébé (1902) - untewegs im Park - Classic-Gala Schwetzingen 2020
Peugeot Bébé (1902) - untewegs im Park - Classic-Gala Schwetzingen 2020
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Nicht nur Benzin

Passend zum aktuellen Weltgeschehen waren in Schwetzingen auch nicht-benzin-betriebene Fahrzeuge zu sehen und zwar durchaus auch historische.

Bild Detroit Electric (1930) - 45 km/h mit 80 Volt - Classic-Gala Schwetzingen 2020
Detroit Electric (1930) - 45 km/h mit 80 Volt - Classic-Gala Schwetzingen 2020

So düste etwa ein Detroic Electric fast genauso lautlos durch den Park wie ein Stanley Steamer, notabene beides Vorkriegsfahrzeuge.

Bild Stanley Steamer (1919) - fast lautloses Dampfmobil - Classic-Gala Schwetzingen 2020
Stanley Steamer (1919) - fast lautloses Dampfmobil - Classic-Gala Schwetzingen 2020

Auch Dieselmotoren waren natürlich vertreten, einzig den Holzvergaser vermisste man (ein bisschen).

Auch jüngere Fahrzeuge

Hoch anzurechnen ist der Classic-Gala auch, dass man die Augen nicht vor neueren Fahrzeugen verschliesst.

Bild TVR Tuscan (2000) - mit TVR-eigenem Reihen-Sechszylindermotor (mit wunderschönem Klang) - Classic-Gala Schwetzingen 2020
TVR Tuscan (2000) - mit TVR-eigenem Reihen-Sechszylindermotor (mit wunderschönem Klang) - Classic-Gala Schwetzingen 2020

So sorgte ein TVR Tuscan aus dem 2000 für ordentlich viel Interesse, was nicht zuletzt auch an seiner besonderen Lackierung lag, die sich je nach Lichteinfall anders zeigte. Es gab aber auch einen Artega zu sehen und andere vergleichsweise moderne Fahrzeuge bis zum Microlino, der modernen Elektro-Isetta aus der Schweiz.

Flammkuchen und Eiscrème

Auch Hunger mussten Teilnehmer und Besucher nicht leiden, Getränke- und Kaffeestände gab es zuhauf. Auch bei der Verpflegung wird auf Vokstümliches geachtet und einzig die Maskenpflicht und die Notwendigkeit, sich einzutragen, erinnerten manchmal noch an die Pandemie, die in Tageszeitungen immer noch täglich viele Spalten füllt.

Bild Kein Oldtimer, sondern eine Aaglander "Mylord" Motorkutsche von 2009 - Classic-Gala Schwetzingen 2020
Kein Oldtimer, sondern eine Aaglander "Mylord" Motorkutsche von 2009 - Classic-Gala Schwetzingen 2020

Bei den Anwesenden sah man jedenfalls selbst dann, wenn die Gesichter teilverdeckt waren, zufriedene Augen und die hochgezogenen Mundwinkel konnte man zumindest erahnen. Es ist Johannes Hübner zu danken, dass er den Concours trotz aller Risiken durchgezogen hat, auch wenn doch ein nicht unbeträchtlicher Teil der gemeldeten Fahrzeuge leider den Weg nicht nach Schwetzingen fanden.

Was da war, war mehr als genug, auch eine Anreise über Hunderte von Kilometern zu rechtfertigen. Hoffen wir, dass bei der 17. Classic-Gala Schwetzingen im Jahr 2021 die “richtige” Normalität wieder zurück ist.

Viele Preise

Rund 130 Pokale wurden verteilt, der Einfachheit halber seien hier nur die vergebenen ersten Preise aufgeführt:

Klasse/Kategorie Marke Typ Jahr
FIVA-Klasse A: bis Bauj. 1904 Oldsmobile Curved dash 1903
FIVA-Klasse B: Bauj. 1905-1918 Rolls Royce Silver Ghost 1910
FIVA-Klasse C: Bauj. 1919-1930 Alfa Romeo 6C 1750 Pininfarina 1930
FIVA-Klasse D 1 : Bauj. 1931-1937 SS1 Salon Coupe 1935
FIVA-Klasse D 2 : Bauj. 1937 - 1945 Talbot F150C Cabr, Usine 1938
FIVA-Klasse E 1 : Bauj. 1946-1954 Nash Healey Convertible 1952
FIVA-Klasse E 2 : Bauj. 1955 - 1960 Mercedes 220 S Coupé 1957
FIVA-Klasse F 1: Bauj. 1961-1964 Ferrari 275 GTB PF 1964
FIVA-Klasse F 2: Bauj. 1965 - 1970 Lamborghini Espada S1 1969
FIVA-Klasse G: Bauj. 1971-1990 Ferrari 365 BB 1975
FIVA-Klasse H: 80 onwards Ferrari Testarossa 1990
Klasse U - Best Original Peugeot Bébe 1902
Klasse I: Ehrenmarke Talbot Talbot T15 1937
Klasse O: beste Eigenrestaurierung - Bj 1980 Volvo P 1800 S 1964
Großer Preis des Classic-Gala Publikums 2020 VW Rometsch 1951
Classic-Gala Prix Ingenieux 2020 NSU Wankelspider 1964
Mercedes 600-Trophae Mercedes 600  
Classic-Gala-Jubiläumspreis 2020 Alfa 6C 1750 Pininfarina 1930
Classic-Gala Prix Design 2020 Cord 812 1937
Classic-Gala Supersport pre 1970 Alfa 6C 2500 SS 1939
Classic-Gala Supersport post 1971 Porsche 959 1988
Landespreis Baden-Württemberg Mercedes Indianapolis 1923
Best of Show CLASSIC-GALA 2020 SS1 Sedan Coupé 1935
Classic-Gala Grand Prix 2020 Ferrari 275 GTB 1964
Star of Classic-Gala Schwetzingen Maybach SW 38 Cabrio 1938
Classic-Gala Preis der Jury 2020 Citroen 5 CVTrefle 1925
Classic-Gala Prix d'Elegance 2020 Citroen SM 1971
Classic-Gala Prix Couture 2020 Ford CAN Model T Runabout 1925
Classic-Gala Prix deLuxe bis 1939 Mercedes 540 K 1937
Classic-Gala Best of 50ties Gutbrod Wendler Cabrio. 1951
Classic-Gala Best of 60ties Jensen CV 8 1964
Classic-Gala Best of 70ties Volvo P 1800 ES 1972
Classic-Gala Best British Car Bristol 412 1978
Classic-Gala Best Sportscar 2020 Renault Alpine 110 1975
Classic-Gala Vainqueur Francais Facel Vega FV3 1957
Classic-Gala Cabriolet des Jahres Jaguar E-Type S2 Cabrio 1969
Classic-Gala Grand Prix Voiturette 2020 Brütsch Zwerg 1955
Classic-Gala Transport-Pokal 2020 Tempo Pritsche 1949
Classic-Gala Wirtschaftswunderauto Mercedes 300 S Coupe 1955
Classic-Gala Garagengold Renault Alpine 310 1977
USCCC - Best of Show Chrysler New Yorker 1953
USCCC - Best of 20ies Cadillac 341 Phaeton 1928
USCCC - Best pre war - 1945 Ford A 1930
USCCC - Best post war - 1960 Chrysler New Yorker 1953
USCCC - Best of 70ies Ford Mustang Boss 1970
Classic-Gala Prix Conaisseur BMW 3.0 CSL 1975
Classic-Gala Collectors Choice Aston Martin V8 Coupe 1977
Classic-Gala Prix Superieur Mercedes 190 SL 1958

 

Bild Die Pokale für die unorthodox durchgeführte Siegerehrung stehen bereit - Classic-Gala Schwetzingen 2020
Die Pokale für die unorthodox durchgeführte Siegerehrung stehen bereit - Classic-Gala Schwetzingen 2020

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Bild Mercedes-Benz Ponton Baureihe - in Reih' und Glied - Classic-Gala Schwetzingen 2020
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von AbarthCM
12.09.2020 (18:09)
Antworten
Hallo liebe Klassiker,
das hier eine inflationäre Pokalvergabe stattgefunden haben soll, kann ich als Teilnehmer so nicht bestätigen. Die mehreren Jurorenteams, flankierend verstärkt durch Junioren (nach dem löblichen Motto "Jugend forscht"), haben sich viel Zeit und Muße bei jedem Fahrzeug nehmen können. Das ich im ersten Jahr meiner Teilnahme direkt einen Pokal gewonnen habe, 1.Platz bei den "Italian Classics", hat meinen FIAT ABARTH 1000 TC CORSA (siehe Foto Nr. 118) und mich gefreut. Ausschlaggebend war u.a. gewesen, dass dieses Fahrzeug deutschlandweit der Einzige mit einem FIA-HTP und Straßenzulassung ist ! Forza Italia, ABARTH-Klaus
von ag******
08.09.2020 (13:26)
Antworten
Sieht wieder einmal so aus, als ob jeder einen Pokal bekommen hat, der nicht bei Drei auf einen Baum im schönen Schlosspark geklettert ist...
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