Bildergeschichte Genfer Autosalon 2024 – vom Salon zum Salönchen
Eine Bildergeschichte von Daniel Reinhard, publiziert am 27. Februar 2024
Unter dem Titel „Auto.Future.Now“ findet der erste Genfer Autosalon seit Corona vom 26. Februar bis zum 3. März 2024 statt. Es geht deutlich ruhiger zu als in anderen Jahren und von den europäischen Herstellern sind nur gerade Renault und Dacia vor Ort. Zu sehen gibt es trotzdem einiges und auch schmunzeln kann man dabei. Dazu soll auch die Bildergeschichte von Daniel Reinhard anregen. Mehr zu lesen gibt es im Rückblick zum 91. Genfer Autosalon 2024 .
Tipp: Dies ist eine Bildergeschichte. Das nächste Bild zeigen Sie an, in dem Sie im Bild oben den Pfeil nach rechts anklicken.
Quelle:

von ar******
27.02.2024 (11:30)
Antworten
Schmerz! Ich erinnere mich noch an einen Genfer Salon in den achtziger Jahren. Es war die edelste und bunteste Automesse Europas. Am Stand von Hooper versuchte Luciano Pavarotti die Motorhaube eines Rolls-Royce zu schließen (der Mann war nicht kultiviert...) Franco Sbarro war mit seinen Wunderautos ganz allein und zu einem Schwätzchen bereit. Am Stand von einem Autoveredler tummelte sich eine Klientel, die genauso geschmacklos und neureich war, wie die feilgebotenen Mercedes 500 SEC mit Flügeltüren und 345er Bereifung. Irgendwo stand ich hinter Peter Kraus, der einen sehr teuer aussehenden grünen Ledermantel trug und im Kellergeschoß gab es als dickes Bonbon eine Duesenberg-Ausstellung.
Und heute? Trauer erfüllt mein Herz.
Und heute? Trauer erfüllt mein Herz.
von ch******
05.03.2024 (06:59)
Antworten
Ich durfte den Genfer Autosalon mit einer Ausnahme seit 1983 jährlich besuchen. Was ich am 29.02. erlebte, entspricht genau dieser sehr gut zusammengestellten und kommentierten Fotostory: Emotionen und Glanz aus vergangenen Zeiten neben chinesischer Gegenwart und Zukunft (?), die weder bewegt noch interessiert. Einzig Kimera wagte es, sich noch "wie früher" in Szene zu setzen und brachte die Herzen noch zum schlagen. Der Rest war einfach nur langweilig - das war eines Genfer Autosalons nicht würdig.
von mr******
05.03.2024 (08:39)
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Vielen Dank für den aufschlussreichen Bericht. Er bestätigt meinen Entscheid, den Salon nicht zu besuchen, obwohl ich seit 1966 praktisch jeden Salon besucht hatte. Gerne erinnere ich mich an die Rückfahrten im Zug, wenn beim Studium der Prospekte der Kauf eines neuen Autos langsam Gestalt annahm...
Manchmal frage ich mich, wie die klassischen Hersteller mit ihren immer unübersichtlicheren Angeboten das Interesse derjenigen Personen wecken wollen, die in vielen Fällen noch Papier dem Bildschirm vorziehen, sei es in Form eines Buches, der NZZ oder eben eines Automobilprospekts.
Manchmal frage ich mich, wie die klassischen Hersteller mit ihren immer unübersichtlicheren Angeboten das Interesse derjenigen Personen wecken wollen, die in vielen Fällen noch Papier dem Bildschirm vorziehen, sei es in Form eines Buches, der NZZ oder eben eines Automobilprospekts.
von sc******
05.03.2024 (09:03)
Antworten
Ich war da und habe mich etwa gleich lange bei der Oldtimer-Ausstellung aufgehalten wie bei den paar Ständen der (EV) Anbieter. Aber es hat sich eigentlich nicht gelohnt. Ich werde in den kommenden Frühlingsausstellungen der lokalen Garagen mehr sehen als in Genf .. . traurig, aber wahr. Übrigens genauso wie die Fahrzeuge von Shenzhen: voller unfachmännischer Politur-Spuren und die aufgelegten technischen Datenblätter waren mit chinesischen Zeichen für mich unlesbar. Gut, das ist wohl mein Fehler, dass ich genau diese Sprache nicht verstehe und mich leider nur auf Deutsch, Englisch, Italienisch und Französisch unterhalten kann...
von sc******
05.03.2024 (09:19)
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Ich habe seit 1978 keinen Automobil-Salon verpasst, der diesjährige war der Erste.
Dieses Konzept kann nicht aufgehen, man müsste unbedingt mehr traditionelle Hersteller wieder ins Boot holen, um dem Besucher eine Autmobil-Ausstellung zu bieten, welche diesen Namen auch verdient.
Dieses Konzept kann nicht aufgehen, man müsste unbedingt mehr traditionelle Hersteller wieder ins Boot holen, um dem Besucher eine Autmobil-Ausstellung zu bieten, welche diesen Namen auch verdient.
von ro******
05.03.2024 (10:09)
Antworten
Ich bin gerade nicht mit meisten anderen Kommentaren einverstanden. Ich war Sontag vor Ort mit der ganze Familie, und wir hatten viel Spass, obwohl man diesjärigen Salon gar nicht mit den "klassischen" Jahrgängen vergleichen kann. Auch ich habe kein einzige Salon verpasst, und das seit meiner Kindheit, mit meinem Vater seit 1970. Aber das wichtigste war, um einen Zukunft des Salons zu versichern, dass es genug Besucher anzulocken. Fazit: mit 166'000 Besuchern ist es gelungen und 2025 wird es wieder ein Genfsalon geben, und sicher mit viel mehr Europäische Austeller. Man muss irgendwann nochmals neustarten, sonst wäre der Salon definiv Tot erklärt.
von pe******
05.03.2024 (13:21)
Antworten
Vorerst mal: es lohnt sich immer die Bildergeschichten von Daniel Reinhard anzuschauen, die sind immer wunderbar!
Es freut mich dass 166'000 den Weg fanden nach Genf obwohl das Angebot nicht so verlockend war. Zwischen 1980 noch in den alten Hallen, und 2018 habe ich rund 30 mal am Salon mitgearbeitet, Stände projektiert und gebaut für diverse Firmen. Ich war auch in Paris, Frankfurt, Tokio usw., engagiert aber Genf war immer besonders. Dass durch die Pandemie, die virtuelle Welt und ganz wichtig, dem Zoff zwischen der Stiftung und Palexpo die Veranstaltung mehr oder weniger an die Wand gefahren wurde ist sehr schade. Ich war in Genf heuer, und ich habe mich gefreut dass Renault/Dacia und auch BYD usw. mit attraktiven Ständen vor Ort waren und ich hoffe dass sie alle richtig Erfolg haben. Unverständlich ist das Emil Frey und auch AMAG nicht da waren mit wenigstes einem Teil ihrer Marken, es müssen ja nicht Millionen teure Stände sein wie früher, aber present muss man sein! Ich freue mich auf 2025!
Es freut mich dass 166'000 den Weg fanden nach Genf obwohl das Angebot nicht so verlockend war. Zwischen 1980 noch in den alten Hallen, und 2018 habe ich rund 30 mal am Salon mitgearbeitet, Stände projektiert und gebaut für diverse Firmen. Ich war auch in Paris, Frankfurt, Tokio usw., engagiert aber Genf war immer besonders. Dass durch die Pandemie, die virtuelle Welt und ganz wichtig, dem Zoff zwischen der Stiftung und Palexpo die Veranstaltung mehr oder weniger an die Wand gefahren wurde ist sehr schade. Ich war in Genf heuer, und ich habe mich gefreut dass Renault/Dacia und auch BYD usw. mit attraktiven Ständen vor Ort waren und ich hoffe dass sie alle richtig Erfolg haben. Unverständlich ist das Emil Frey und auch AMAG nicht da waren mit wenigstes einem Teil ihrer Marken, es müssen ja nicht Millionen teure Stände sein wie früher, aber present muss man sein! Ich freue mich auf 2025!
von dagamba
05.03.2024 (15:16)
Antworten
Die Bilderserie von Daniel Reinhardt ist wieder einmal herrlich und man erwischt sich beim Lachen. Auch wenn es eigentlich zum Weinen ist. pe****** scheint einen Hinweis zu geben, woran der deutlich sichtbare Niedergang des Genfer Salons liegen könnte. Und dass das vielleicht doch nicht das letzte Wort gewesen sein könnte und sich dieses Format vielleicht erholt. Im Moment geht es der Autoindustrie (zu der ich im Moment hoffentlich noch ein Weilchen gehöre) allerdings nicht gerade rosig. Verständlich, wenn da Ausstellungs-Ausgaben auch wegen mangelnden Erfolgsaussichten zusammengestrichen werden.
Was man sehen kann, ist etwas, was ich seit langem schon in verschiedenen Kommentaren beschrieben habe: Das Auto verliert generell an Stellenwert, insbesondere bei der jungen Generation. Hier in Genf ganz deutlich erkennbar ist der Weg zu einem Stellenwert, der vergleichbar ist mit einem Kühlschrank oder einer Waschmaschine. Es wird - insbesondere, wenn automatisches Fahren Standard wird - das Auto nur noch zu einem namenlosen Gebrauchsgegenstand. Mit entsprechenden Folgen für die Industrie. Ob dann die "weiße Ware" aus Fernost kommt oder aus Europäischen Ländern, ist dann vielleicht nur noch eine Qualitäts-Frage.
Das obere Stockwerk ist vielleicht der Anfang von etwas Neuem? Also ganz ehrlich: Mich würde es nicht im geringsten stören, wenn der Genfer Autosalon - mit diesem Namen! - eine der größten und bekanntesten Oldtimer-Ausstellungen (samt Verkauf und Auktionen, bitte!) der Welt würde. Bitte nicht Blasphemie, Blasphemie brüllen, sondern sich einmal anschauen, welcher Teil des Automarktes gerade weniger schwächelt, und wo noch Geld und Kunden - und Sympathisanten! - zu holen sind. Zu einer riesigen Oldtimer-Messe in Genf würde ich dann mit Lust hinpilgern, mit Kind und Kegel! Und die Käufer von Kühlschränken bzw. Waschmaschinen und dergleichen auf das Internet verweisen.
Übrigens liebt meine Familie unsere Waschmaschine und unseren Kühlschrank wie lebende Familienmitglieder. Die haben eine prominente Position in unserem Haus und meine Kinder reden mit den beiden und die werden ausgiebig gehätschelt. Nein, wir sind nicht normal.
Was man sehen kann, ist etwas, was ich seit langem schon in verschiedenen Kommentaren beschrieben habe: Das Auto verliert generell an Stellenwert, insbesondere bei der jungen Generation. Hier in Genf ganz deutlich erkennbar ist der Weg zu einem Stellenwert, der vergleichbar ist mit einem Kühlschrank oder einer Waschmaschine. Es wird - insbesondere, wenn automatisches Fahren Standard wird - das Auto nur noch zu einem namenlosen Gebrauchsgegenstand. Mit entsprechenden Folgen für die Industrie. Ob dann die "weiße Ware" aus Fernost kommt oder aus Europäischen Ländern, ist dann vielleicht nur noch eine Qualitäts-Frage.
Das obere Stockwerk ist vielleicht der Anfang von etwas Neuem? Also ganz ehrlich: Mich würde es nicht im geringsten stören, wenn der Genfer Autosalon - mit diesem Namen! - eine der größten und bekanntesten Oldtimer-Ausstellungen (samt Verkauf und Auktionen, bitte!) der Welt würde. Bitte nicht Blasphemie, Blasphemie brüllen, sondern sich einmal anschauen, welcher Teil des Automarktes gerade weniger schwächelt, und wo noch Geld und Kunden - und Sympathisanten! - zu holen sind. Zu einer riesigen Oldtimer-Messe in Genf würde ich dann mit Lust hinpilgern, mit Kind und Kegel! Und die Käufer von Kühlschränken bzw. Waschmaschinen und dergleichen auf das Internet verweisen.
Übrigens liebt meine Familie unsere Waschmaschine und unseren Kühlschrank wie lebende Familienmitglieder. Die haben eine prominente Position in unserem Haus und meine Kinder reden mit den beiden und die werden ausgiebig gehätschelt. Nein, wir sind nicht normal.
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